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Integrationsprojekt: Röschinger-Stiftung ermöglicht Sportcamp für Kinder

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Wadersloh (mw/bb). Integration nimmt in der Gemeinde Wadersloh einen hohen Stellenwert ein und um dem weiter Ausdruck zu verschaffen, finden immer wieder besondere Aktionen statt. An einem eher ungewöhlichlichen Ort für ein Pressegespräch hatten Gemeindeveraltung, Flüchtlingshilfe und die Röschinger-Stiftung am Montagmorgen zur Sporthalle an der Stromberger Straße eingeladen: Erstmals soll hier am kommenden Wochenende ein integratives Sportcamp mit Unterstützung der Fußballfabrik von Ingo Anderbrügge stattfinden.

Nicht nur Bürgermeister Christian Thegelkamp stand die Freude über das Engagement u.a. der Röschinger-Stiftung, die die Finanzierung des Projekts übernimmt, ins Gesicht geschrieben. Aus einer Idee des Stiftungs-Vorstandsmitglieds Rainald Gehringhoff wird nun Realität. Eine aktive Flüchtlingsarbeit, die das Miteinander durch Sport stärkt ist für alle Beteiligten ein Neuland, doch man ist fest davon überzeugt, dass das Projekt ein Erfolg auf ganzer Linie wird. 40 Kinder im Alter von 6-10 Jahren, darunter 23 Kinder Flüchtlingskinder, werden am 5. und 6. Oktober an dem Projekt teilnehmen. Das Besondere: Die Kinder der Flüchtlingsfamilien durften Freunde zu dem Sportcamp einladen. So werden aus allen Wadersloher Ortsteilen sportbegeisterte Kinder teilnehmen. „Sport hat eine hohe integrative Kraft, aber auch beim Essen und Trinken werden nicht vom Caterer geliefert“, wusste Christian Thegelkamp zu berichten. Die Mütter der Flüchtlingskinder werden das Essen in der Sekundarschulküche zubereiten. Gute Erfahrung hatte man damit bereits bei den zwei vergangenen Pfarrfesten gemacht, erklärte Werner Eckey (Flüchtlingshilfe Wadersloh). „Integration hört nicht auf dem Fußballplatz auf“, so Bürgermeister Thegelkamp, der in diesem Zusammenhang auch die Arbeit seiner Mitarbeiterin Hannah Kersting hervorhob, die als Bundesfreiwilligendienstleistende aktiv an dem Projekt beteiligt ist.

Besonders groß ist die Freude auch darüber, dass erneut der ehemalige Profifußballer und heutige Fußballtrainer Ingo Anderbrügge (Schalke 04) mit seiner „Fußballfabrik“ für das Sportcamp verpflichtet werden konnte. Seit 1997 führt Anderbrügge mobile Fußballcamps durch. „Die Werte im Mannschaftssport sind in der heutigen Gesellschaft zum Teil verloren gegangen“, so der Fußballtrainer, der mit seiner Arbeit mit dem Zertifikat „GUT DRAUF“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Förderung eines gesunden Lebensstils ausgezeichnet wurde. Gesundheit, Ernährung, Integration, Stressregulierung und Bewegung werden beim Sportcamp eine zentrale Rolle einnehmen. Die jungen Teilnehmer sollen auch für das Leben lernen und am kommenden Wochenende gemeinsam als Team das Ziel erreichen. Neben dem Sport wird es daher auch mehrere Workshops zu gesellschaftlichen Themen geben.

Die Umsetzung des Sportcamps in Wadersloh wurde durch die Röschinger-Stiftung (Beckum) ermöglicht. Die Vorstandsvorsitzende Johanna Röschinger zeigte sich erfreut: „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass aus der Idee nun Wirklichkeit wird. Das wird ein tolles Projekt.“ Die 2018 gegründete Stiftung, die sich u.a. für bürgerliches Engagement und Völkerverständigung einsetzt, wird eine Gesamtsumme von 4.000 Euro für das Integrationsprojekt zur Verfügung stellen.

Fotos/Text: B. Brüggenthies


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