Fair gehandelte Elektronik – Etwas anderes als Kaffee oder Schokolade

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Wadersloh (mw/pm). Wer von fair gehandelten Produkten hört, denkt zuerst an Kaffee oder Schokolade. Doch wie sind die Produktionsbedingungen, der Handel und die Entsorgung elektronischer Geräte? In einer Kooperationsveranstaltung der VHS Beckum-Wadersloh und der Evangelischen Kirchengemeinde Wadersloh präsentierten der Umweltreferent des Ev. Kirchenkreises Gütersloh Dr. Gunnar Waesch und Jan Elliger von der Eine-Welt-Gütersloh e.V. am 10. Dezemer beispielhaft zwei fair gehandelte Produkte, und zwar das sogenannte Fairphone und eine faire Computermaus.

Sie zeigten auf, wie lang die Produktionsketten sind und wie produziert wird. Vor allem seltene Erden werden immer noch unter menschunwürdigen, oft kriminellen Bedingungen z.B. in Indonesien oder im Kongo gewonnen. Eine neue EU-Richtlinie regelt die Sorgfaltspflicht beim Bezug von Konfliktrohstoffen für Unternehmen und Händler ab 2020 verbindlich. Ähnlich unsozial wie die Gewinnung von Rohstoffen wie Zinn und Tantal sind die Bedingungen beim Recycling elektronischer Produkte, wo auf riesigen Müllkippen die einzelnen Stoffe unter haarsträubenden gesundheitlichen Bedingungen getrennt werden. Der Vortrag endet mit der Bitte, alte Geräte fachgerecht zu entsorgen und vor allem einen Wandel im eigenen Konsumverhalten einzuleiten. „Kaufen tatsächlich Sie nur das, was Sie wirklich brauchen“, appellierte Jan Ellinger an die interessierte Zuhörerschaft in der Erlöserkapelle in Diestedde – ein Aufruf, der gerade in der Weihnachtszeit  nicht verhallen sollte.“

Quelle: Pressemitteilung der Evg. Kirchengemeinde


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