EILMELDUNG: Ende der „Ära Drews“ nach 17 Jahren – Verkauf von Crassenstein steht unmittelbar bevor

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Friedlich und idyllisch schlummert Schloss Crassenstein umgeben von Kuhweiden und dem Rauschen des Mühlbachs in seinem Dornröschenschlaf. Hinter den Kulissen der prächtigen Schlossgemäuer herrscht aber schon seit Längerem ein reges Treiben. Vor zwei Wochen berichtete Mein-Wadersloh.de von einem möglichen Verkauf und nun sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: Am 20. September soll das markante Wahrzeichen den Besitzer wechseln und schon bald ein Internat auf dem Schloss eingerichtet werden.

_MG_1684bAuf Anfrage von „Mein Wadersloh“ bestätigte Schloßbesitzerin Marga Drews den Notar-Termin in Aachen. Die Planungen für die Zukunft des einstigen Adelssitzes nehmen langsam aber sicher Gestalt an. Eine deutsch-chinesische Gesellschaft möchte in dem Wasserschloss ein Internat einrichten. Geschäftsführer der geplanten Privatschule „Schloss Crassenstein GmbH“ soll Detlef Ernst werden, Vorstandsvorsitzender des Weltverbands Deutscher Auslandsschulen (WDA). Die Schulleitung soll Dr. Wolfgang Hinners übernehmen. Bereits seit Monaten fanden Begehungen und Planungen hinter den Schlossmauern statt. Das Bauamt des Kreises Warendorf und die Architekten beschäftigten sich bei ihren Planungen vor allem mit dem Brandschutz in den historischen Gemäuern. Mit Unterzeichnung eines Notarvertrags könnte Crassenstein somit in der kommenden Woche seinen Besitzer wechseln.

17 Jahre nach dem sich die Eheleute Drews in das damals noch rosafarbende Bauwerk in Diestedde verliebten und das münsterländische Wahrzeichen vor dem Verfall retteten, könnte nun doch wieder eine Denkfabrik in Diestedde entstehen. So oder so wird die wechselhafte Geschichte von Crassenstein endlich fortgeschrieben.

Hintergrund „Schloss Crassenstein“

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Eine Reportage über Crassenstein gibt es auch im WADERSLOH MAGAZIN ROYALE

Kurz vor dem Jahrtausendwechsel hatten die Eheleute Drews das 1177 erstmals urkundlich erwähnte Wasserschloss von der Piusbruderschaft St. Pius X für einen symbolischen Betrag erworben. In der Folgezeit wurde unter anderem die Infrastruktur gründlich modernisiert und ein neues Dach für das imposante Bauwerk erbaut. Das Schloss sollte nach dem Willen von Professor Dr.-Ing. Paul Drews zu einer Forschungseinrichtung für Mechatronik werden. Der Kauf und die Sanierung des Diestedder Wahrzeichens waren für Professor Drews, der in Ahlen geboren und aufgewachsen ist und Westfalen immer als seine alte Heimat ansah, eine Herzensangelegenheit. Nach dem Tod von Professor Drews am 21. August 2012 stand das markante gelbe Schloss zum Verkauf und soll nun schon bald aus seinem langen Winterschlaf geweckt werden.

Fotos, Text, Video: Benedikt Brüggenthies


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