Münsterland/Kreis WAF (mw). Die anhaltende Trockenheit macht sich zunehmend an den Flüssen und Bächen im Münsterland bemerkbar. Hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge haben die Wasserstände vieler Gewässer weiter sinken lassen. Darauf weist die Bezirksregierung Münster in einer aktuellen Pressemitteilung hin. Betroffen sind unter anderem die Ems, die Bocholter Aa, Dinkel, Berkel und Issel. Auch kleinere Flüsse und Bäche führen derzeit deutlich weniger Wasser. Besonders niedrig sind die Wasserstände nach Angaben der Bezirksregierung an der Dinkel in Gronau und an der Münsterschen Aa.
Seit Anfang Juli gelten in Teilen des Regierungsbezirks Einschränkungen bei der Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern. Entsprechende Allgemeinverfügungen wurden unter anderem von den Kreisen Borken und Steinfurt, der Stadt Münster sowie der Bezirksregierung erlassen. Die Regelungen können sowohl erlaubnisfreie Wasserentnahmen als auch Entnahmen betreffen, für die grundsätzlich eine Erlaubnis vorliegt. Die Bezirksregierung Münster appelliert deshalb an die Bevölkerung, die jeweils geltenden Vorgaben zu beachten und insgesamt sparsam mit Wasser umzugehen. Ob Wasserentnahmen bei bestimmten Pegelständen noch zulässig sind, lässt sich über die hydrologischen Messdaten des Landes Nordrhein-Westfalen prüfen (externer Link).
Hohe Temperaturen belasten Gewässer zusätzlich
Neben den niedrigen Wasserständen bereiten der Bezirksregierung auch die steigenden Wassertemperaturen Sorgen. Sie belasten Tiere und Pflanzen und können dazu führen, dass weniger Sauerstoff im Wasser vorhanden ist. Am 10. August wurden die festgelegten Temperaturhöchstwerte an den Messstellen im Regierungsbezirk Münster laut Bezirksregierung noch überall unterschritten. Angesichts der angekündigten hohen Temperaturen sei jedoch mit einer weiteren Belastung der Gewässer zu rechnen.
Grundwasser derzeit noch vergleichsweise stabil
Beim Grundwasser stellt sich die Lage derzeit noch etwas entspannter dar. Zwar sind im Oberboden deutliche Dürreerscheinungen zu beobachten. Die Grundwasserstände liegen nach Angaben der Bezirksregierung im Vergleich zu den langjährigen Mittelwerten weiterhin auf einem niedrigen bis mittleren Niveau. Damit liegen sie noch über den außergewöhnlich niedrigen Werten der Trockenjahre 2018 bis 2020. Die Trinkwasserversorgung im Regierungsbezirk Münster sei deshalb weiterhin gesichert. Dennoch bleibt der sparsame Umgang mit der Ressource Wasser angesichts der anhaltenden Trockenheit wichtig. Regierungspräsident Andreas Bothe fasst den Appell der Bezirksregierung in der Pressemitteilung zusammen: „Wir alle sollten in diesen Tagen besonders sparsam mit der Ressource Wasser umgehen.“
zus. Quelle: Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster.


