Wadersloh (mw). Das Gymnasium Johanneum Wadersloh und die Don Bosco Schule aus Bad Waldliesborn wurden für ihr gemeinsames Kunstprojekt beim renommierten NRW-Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ als Landessieger ausgezeichnet. Am 2. Juli nahm eine Delegation der insgesamt 23 beteiligten Jugendlichen den Preis in der Rheinhausen-Halle in Duisburg feierlich entgegen.
Wenn aus einer kreativen Zusammenarbeit Freundschaften entstehen, dann ist das gelebte Inklusion. Genau dies ist den teilnehmenden Schülern des Kunst-Grundkurses (Q1) des Johanneums Wadersloh und der Berufspraxisstufe der Don Bosco Schule gelungen. Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt „Miteinander – Zueinander“ überzeugten sie die Fachjury auf ganzer Linie und sicherten sich einen der begehrten Landessiegerpreise.
Unter dem Wettbewerbsmotto „Eure Straße in Schwarz-Weiß“ setzten sich die 23 Jugendlichen intensiv mit verschiedenen Fotokünstlern, insbesondere mit Thomas Struth, auseinander und griffen anschließend selbst zur Kamera. Das Ergebnis: spannende, kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fotografien von Straßenzügen, die von ihren Schulen jeweils Richtung Partnerschule führen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury nicht nur von den Bildern selbst, sondern auch von der ausführlichen Dokumentation und zwei kreativ gestalteten Wegweisern, die das Konzept des Projekts auf originelle Weise symbolisch aufgreifen und ergänzen. „So ist eine durchdachte und überzeugende Gemeinschaftsarbeit entstanden, die uns begeistert hat“, hieß es in der offiziellen Laudatio während der Preisverleihung in Duisburg. Die Freude auf Seiten der Preisträger war groß. „Ein besonderes Erlebnis, bei dem wir viele schöne Momente erleben durften. Es war ein toller Abschluss des gemeinsamen Projekts“, resümierten die Schüler.
Das inklusive Kunstprojekt ist keine Eintagsfliege. Bereits seit 2016 initiieren Sandra Hampel, Elisabeth Trebbau und Stefanie Hofmann regelmäßig temporäre Kunstprojekte. Über Spiele und gemeinsame Aufgaben lernen sich die Jugendlichen kennen und erkunden beide Schulen, bevor die künstlerische Arbeit beginnt. Das diesjährige Projekt hat wieder einmal gezeigt, wie bereichernd gemeinsames Lernen für alle Seiten ist, da sind sich die Lehrkräfte einig.
Hintergrund zum Wettbewerb: Ein Zeichen für Frieden und Freiheit
Der Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ wurde bereits 1951 in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen, um nach dem Zweiten Weltkrieg die Völkerverständigung in Europa zu fördern. Er gehört zu den traditionsreichsten Wettbewerben des Landes.
In diesem Jahr reichten rund 5.000 Schülerinnen und Schüler insgesamt 1.981 Beiträge ein – 757 Teilnehmende stammmen dabei aus 14 ost- und mittelosteuropäischen Ländern. Unter dem diesjährigen Motto „Europa WestOstWärts“ (WOW) wurden in Duisburg die 50 besten Projekte ausgezeichnet. Für das kommende Jahr steht das Thema ebenfalls schon fest: Dann dreht sich alles um das Motto „MITeinander FÜReinander: EUROPA!“.
Quelle: Johanneum


