Wadersloh (mw/bb). Mit Stolz, viel Applaus und ebenso vielen Emotionen verabschiedete die Sekundarschule Wadersloh ihren Abschlussjahrgang. Unter dem Motto „Walk of Fame – Die Stars gehen, die Fans bleiben“ feierten Schülerinnen und Schüler am Freitag (3. Juli) gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften und zahlreichen Gästen das Ende ihrer Schulzeit – und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts.
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Vor der offiziellen Abschlussfeier hatten die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit Pastoralreferent Dominik Potthast und Pfarrerin Mandy Liebetrau eine ökumenische Segensfeier gefeiert. Getreu dem Motto „Walk of Fame“ spannten sie den Bogen von den Sterndeutern der Weihnachtsgeschichte zu den Lebenswegen der Jugendlichen. Dabei griff Liebetrau auch das Beispiel des Schauspielers Robert Downey Jr. auf, der nach persönlichen Krisen und Rückschlägen als Iron Man-Darsteller in den Marvel-Filmen weltweite Erfolge feierte. Seine Geschichte zeige, dass Umwege und schwierige Zeiten nicht das Ende bedeuten müssten. Ebenso könnten auch die Absolventinnen und Absolventen darauf vertrauen, nach Rückschlägen neue Perspektiven zu finden. Mit Gebeten, Fürbitten und dem gemeinsamen Segen wurden sie ermutigt, ihren eigenen Weg mit Mut, Zuversicht und Gottes Begleitung zu gehen.





Nach nachfolgende musikalische Eröffnung mit „Amazing Grace“, dargeboten von Roxana Gheorge am Klavier, Akina Claas (Klarinette), Lea Kuhlhüser (E-Gitarre) und Linus Gärtner (Schlagzeug), sorgte für eine feierliche Atmosphäre. Durch das Programm führten Maja Haß und Linus Gärtner, die mit einem augenzwinkernden Rückblick auf Klassenfahrten, WLAN-Probleme und die berühmte Frage „Kommt das in der Arbeit dran?“ für erste Lacher sorgten.
Schulleiterin Klementine Reuter blickte in ihrer Ansprache auf die vergangenen sechs Jahre zurück. Sie erinnerte daran, wie die Schülerinnen und Schüler als Fünftklässler an die Schule gekommen seien und heute als junge Erwachsene ihren Abschluss in den Händen hielten. Dabei betonte sie, dass Schule mehr sei als Noten und Prüfungen. Freundschaften, persönliche Entwicklung und gemeinsames Lernen hätten die Jugendlichen geprägt. Das Motto „Walk of Fame“ griff sie auf und verband es mit einem Appell: Nicht Berühmtheit mache einen Menschen aus, sondern Respekt, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, den eigenen Weg zu gehen. Mit Blick auf eine sich wandelnde Welt und den Einfluss Künstlicher Intelligenz ermutigte sie die Absolventinnen und Absolventen, neugierig zu bleiben und lebenslang zu lernen.
Die Grüße der Gemeinde überbrachte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Rühl. Im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgermeister Christian Thegelkamp gratulierte er den Jugendlichen zu ihrem Erfolg. Er würdigte die Sekundarschule als Schulform, die individuelle Talente fördere und vielfältige Wege eröffne. Neben guten Zeugnissen seien vor allem Einsatzbereitschaft, Fairness, Respekt und Zusammenhalt entscheidend. Mit persönlichen Erinnerungen aus seiner Zeit als Polizeihauptkommissar sorgte Rühl für einige Schmunzler im Publikum. So erzählte er augenzwinkernd von kreativen Ausreden ertappter Schülerinnen und Schüler – etwa, das Fahrradlicht habe wegen der schlechten Winkelstraße einen Wackelkontakt bekommen oder die Mutter habe vergessen, das Licht einzuschalten. Gleichzeitig erinnerte er sich daran, wie aus schüchternen Fünftklässlern im Laufe der Jahre selbstbewusste Jugendliche geworden seien.






Für einen besonderen kulturellen Höhepunkt sorgte eine eindrucksvolle Interpretation des Liedes „Vois sur ton chemin“ aus dem Film Die Kinder des Monsieur Mathieu. Mit Chor, Geige, Klavier und Tanz griff die Aufführung die Botschaft auf, den eigenen Weg mutig und zuversichtlich zu gehen.
Humorvoll wurde es bei der Ansprache der Vertreterinnen der Schulpflegschaft, Melanie Hausmann und Alexandra Essel. Sie zeichneten den Jahrgang mit einem Augenzwinkern nach – von kreativen Ausreden über spontane Lernaktionen am Vorabend von Klassenarbeiten bis hin zu der Standardantwort „Gut“ auf die elterliche Frage nach dem Schultag. Gleichzeitig würdigten sie die Leistungen der Jugendlichen sowie das Engagement von Eltern und Lehrkräften.
Auch die Schülersprecherinnen Julia Isabella Cujko und Maria-Diana Nica ließen die gemeinsame Schulzeit Revue passieren. Sie erinnerten an den Start während der Corona-Pandemie mit Videokonferenzen und Wechselunterricht, an die Klassenfahrt nach Norderney, zahlreiche gemeinsame Erlebnisse und die Abschlussfahrt mit ihren unvergesslichen Geschichten. Besonders bewegend war ihr Blick auf all die Dinge, die nun zum letzten Mal geschehen seien – vom Gedränge am Schulkiosk bis zu den vertrauten Gesichtern im Klassenraum.








Einen der unterhaltsamsten Programmpunkte gestalteten die Klassenlehrerinnen Sigrid Köneke, Elvira Bolte, Heike Althoff und Jeanette Wischebrink. Passend zum Hollywood-Motto verliehen sie in einer improvisierten Oscar-Gala Auszeichnungen an die Abschlussklassen. Geehrt wurden unter anderem besondere Kreativität, unvergessliche Momente und außergewöhnlicher sportlicher Einsatz. Dabei ließen die Lehrerinnen zahlreiche Anekdoten aus sechs gemeinsamen Schuljahren Revue passieren – von kreativen Kunstwerken und legendären Klassenfahrten bis hin zu sportlichen Herausforderungen, spontanen Einfällen und mancher originellen Ausrede.
Den feierlichen Höhepunkt bildete schließlich die Ausgabe der Abschlusszeugnisse, musikalisch begleitet von Dr. Rudolf Bonna. Mit lang anhaltendem Applaus wurden die Absolventinnen und Absolventen verabschiedet. Jeder Mensch schreibt seine eigene Geschichte. Der Schulabschluss markiert dabei nicht das Ende, sondern den Beginn eines neuen Kapitels. Eines ganz persönlichen „Walk of Fame“.
Fotos/Text: B. Brüggenthies
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