Diestedde (mw/bb). Die ehrenamtlich Tätigen im Heimatverein Diestedde dürfen sich selbst auf die Schulter klopfen: Das Vereinsjahr 2025 war gespickt mit zahllosen Sachen, die das Dorfleben schöner machen. Mit Fritz Streffer wurde der Vorsitzende für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Mit bewährtem Vorstandsteam geht es 2026 bereits und künftig weiter, um das Dorfgefüge im Nikolausdorf zu stärken. Am Freitag (20. März) wurde auf Schloss Crassenstein Rückschau gehalten und ein Blick in die Zukunft geworden.


Langweilig wird es mit dem Heimatverein in Diestedde nicht. An vielen Ecken und Kanten ist der Verein aktiv. Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick: Die gepflegten öffentlichen Wanderwege, das Klappern des Mühlrads am alten Mühlengebäude, gesellige Stunden in und um das Backhaus. Aktive Pflege des Miteinanders und der Heimatgeschichte: Der HVD macht’s möglich. Das Vorstandsteam hatte eine reichlich bebilderte Präsentation für die Jahreshauptversammlung im Schloss vorbereitet und zeigte stolz das Ergebnis unzähligen Ehrenamts-Investments. Krippencafé in der kalten Jahreszeit, Freiluft-Erdbeer-Café im Sonnenschein, Unterstützung des Osterfeuers (Erlös zugunsten des Ferienlagers Diestedde) Fahrradrallye, naturkundliche Führungen mit den anderen Heimatvereinen in der Gemeinde, Saftmobil, Doppelkopfturnier, Teilnahme am Pfarrfest und den Nikolaustagen: Der Kalender war pickepackevoll.
Neues „Büdchen“ bereichert das Vereinsangebot in Diestedde
Neben den bekannten Terminen gab es aber auch einige erwähnenswerte Großprojekte: Das sichtbarste dürfte das neue „Büdchen“ sein. Das umgewidmete und versetzte ehem. Bienenhaus fügt sich seit Sommer 2025 in die Backhaus-Umgebung ein und ergänzt die Hofstelle. Am 26. April wird die Einweihung gefeiert. Die Feuertaufe hat das Büdchen bereits erfolgreich gemeistert. Beim Pfarrfest und den Nikolaustagen und zuletzt beim Krippencafé zeigte das Fachwerk-Mini-Häuschen seinen Mehrwert. „Die Standortfrage wurde lang diskutiert. Wir sehen in dem Ort nun den Vorteil, dass der Platz eigefasst ist und in sich stimmiger ist“, so Fritz Streffer.



Der Wiederaufbau wurde finanziell vor allem durch die Bürgerstiftung Wadersloh unterstützt. Zusätzliche Rücklagen zur Finanzierung hatte der Verein schon seit einigen Jahren gebildet. Ohne den Einsatz der Gruppe „DieAktiv“ wäre es aber nicht möglich gewesen. Der Arbeitsgruppe dankte man besonders herzlich. Zurzeit plant die Gruppe mithilfe des kommunalen Bauhofs die Versetzung des Femetisches vom Dorfplatz zum Mühlenweg in Nähe der „neuen“ Femeeiche.
Untergruppen investierten viel Ehrenamtsstunden
Viel zu berichten hatten die Untergruppen des Heimatvereins. Bernhard Streffer berichtete als Baas des Krinks up Platt über das letztjährige Jubiläum. Neben den regelmäßigen Krinktreffen gab es besondere Ausflüge und vor allem den Wunsch, dass sich weitere Freunde der alten Sprache bei den Treffen einfinden mögen. Jürgen Nordhoff erzählte von zahllosen Touren von „DieRadler“. Bei Wind und Wetter wurde in die Pedale getreten. Grünkohlessen und Jahresabschluss stärkten auch abseits der Straße das gesellige Miteinander. Werner Eckey zog Bilanz für „DieAktiv“. Satte 15 Prozent mehr Arbeitsstunden hatte die Gruppe 2025 eingebracht: Insgesamt 533 Ehrenamts-Stunden! Ein beträchtlicher Teil davon wurde in den Aufbau der Diestedder Trachtenkrippe investiert. Neben der Pflege der Wege und des Friedhofs und Kirchenparks (hier soll zeitnah eine andere Lösung gefunden werden) und Hangkamp wurden auch Heiligenhäuschen und Wegekapellen und das Wasserrad nicht vergessen.
Verein schenkt dem Vorstand viel Vertrauen
Nach ausführlichem Kassenbericht durch Kassierer Reinhard Speith, der auch kurz auf die Entwicklung der Mitgliederstatistik einging (146 Familien- und 115 Einzelmitgliedschaften), bescheinigten die Kassenprüfer Bernhard Habrock und Hermann Laukötter eine tadellose Kassenführung. Die Mitglieder erteilten einstimmige Entlastung.
Nach kurzer Schnittchen-Pause folgten die turnusgemäßen Vorstandswahlen. Fritz Streffer (1. Vorsitzender), Reinhard Speith (Kassierer), Willi Schwietert (2. Geschäftsführer), Renate Lütkebomk-Siefers (Beisitzerin) und Bärbel Reeke (Beisitzerin) wurden allesamt und einstimmig für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Erste Amtshandlung des alten und neuen Vorsitzenden: Ein herzlicher Dank an alle Aktiven und das Vorstandsteam im Heimatverein Diestedde.
Der 2. Vorsitzende Michael Theile-Wielage stellte das Jahresprogramm 2026 vor. Mit dem Krippencafé, Müllsammelaktion und Backhausbrot-Backen hatten die ersten Veranstaltungen im Frühjahr bereits begonnen. Frisch gestartet ist die Oster-Radrallye. Am kommenden Wochenende öffnet die Palmhahn-Werkstatt im Backhaus die Pforten. An Ostersonntag beteiligt sich der HVD wieder am Osterfeuer auf der Kirchenwiese. Die weiteren Termine hat der Verein auf seiner Webseite unter www.diestedde.net eingestellt.


Unter dem Punkt Verschiedenes bestellte die stv. Bürgermeisterin Dr. Ulrike Keitlinghaus Grußworte von Rat und Verwaltung. Sie zeigte sich begeistert vom Engagement des Vereins, der dem Jahr Struktur gäbe und eine wichtige Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart schlage. Zur aktuellen Lage im Rathaus berichtete sie über den Haushalt, die neue Zusammensetzung im Rat, das geplante Baugebiet in Diestedde. Nichts Neues berichtete sie von der geplanten Ansiedlung eines Discounters und auch für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes fehlen derzeit noch die Fördermittel.
Ein weiteres Grußwort – dieses Mal aus dem Kreishaus – überbrachte Dr. Knut Langewand. Als Vorsitzender des Kreisheimats- und Geschichtsvereins warb der Kreisarchivar u.a. für das Mitmachen am Kreisjahrbuch. Das vorletzte Wort hatte Norbert Göbel, der die Redezeit für einen Werbeblock für die Patenschafts-Programme der Bürgerstiftung. Fritz Streffer schloss danach die Versammlung, zumindest den offiziellen Teil, und lud zum Verweilen in geselliger Runde ein.
Fotos/Text: B. Brüggenthies


