Wadersloh/Diestedde/Liesborn (mw/bb). Trotz winterlicher Bedingungen und nasser Füße ließen sich die Sternsingerinnen und Sternsinger am Samstagmorgen, 3. Januar 2026, nicht aufhalten. Schon früh am Morgen zogen Kinder, Jugendliche und Erwachsene los, um Segenswünsche zu überbringen und zugleich durch das Sammeln von Spenden ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Unter dem Jahresmotto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ war es das Ziel der diesjährigen Sternsingeraktion, etwas gegen die Ausbeutung von Kindern weltweit zu tun. In den drei Kirchenteilen der Pfarrei St. Margareta im Gemeindegebiet Wadersloh fanden zu Beginn gemeinsame Aussendungsfeiern statt, ehe sich insgesamt 215 Sternsinger auf den Weg zu den Häusern machten.
In Diestedde beteiligten sich 59 Sternsinger, darunter 14 Erwachsene. Die Aktion wurde vom Feuerwehrgerätehaus aus koordiniert. Zum Organisationsteam gehörten Gudrun Berlinghoff, Thomas Marcher, Irmgard Borghoff, Agnes Becker, Inge Sachse-Tecklenborg und weitere Helferinnen und Helfer.
Nach Angaben von Thomas Macher lag das vorläufige Spendenergebnis bei 5.889,13 Euro. Pastor Wolfgang Menze zeigte sich bei der Entsendung von der Nikolauskirche aus begeistert von dem starken Engagement. Von klein bis groß – alle machen mit. Manche sind seit ihrer eigenen Kindheit dabei. Auch eine Landfrauen-Gruppe unterstützte die Aktion tatkräftig, vor allem im Außenbereich. „Toll, dass ihr alle hier seid und wir gemeinsam den Wunsch haben, gegen Unrecht einzustehen“, hieß es anerkennend von Pastor Menze.




Im Ortsteil Liesborn waren 60 Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs. Mit großem Einsatz sammelten sie 8.678,28 Euro für die diesjährige Aktion. Viele von ihnen sind schon seit Jahren dabei und engagierten sich auch in diesem Jahr mit sichtbarer Begeisterung.

Besonders erfolgreich verlief die Aktion im Ortsteil Wadersloh. Mitorganisatorin Maria Selke berichtete von einer neuen vorläufigen Rekordsumme von 12.707,41 Euro. Insgesamt waren 96 Sternsingerinnen und Sternsinger im Alter von 4 bis 75 Jahren unterwegs. Vier reine Erwachsenengruppen sowie drei Mischgruppen mit Erwachsenen und Kindern zeigten eindrucksvoll, dass das Sternsingen generationsübergreifend lebt. Die übrigen Gruppen bestanden aus Kindern und Jugendlichen.
Hintergrund: Aktion Dreikönigssingen 2026
Unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ richtet die Aktion Dreikönigssingen 2026 den Blick auf Bangladesch. Dort müssen trotz Fortschritten noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, viele unter ausbeuterischen und gesundheitsschädlichen Bedingungen. Partnerorganisationen wie die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation befreien Kinder aus gefährlichen Arbeitsverhältnissen und ermöglichen ihnen Schulbildung oder Ausbildung. Auch die Caritas Bangladesch setzt sich besonders für benachteiligte indigene Bevölkerungsgruppen ein und stärkt das Bewusstsein für das Recht auf Bildung. (Quelle:
Fotos/Text: mw/bb.; zus. Gruppenfoto Liesborn: J. Rühl; zus. Quelle: Sternsinger.de


