Liesborn (mw). Die Geschichtswerkstatt des Heimatvereins Liesborn e.V. wurde jüngst auf der Gewerbeschau mit dem Heimatpreis der Gemeinde Wadersloh ausgezeichnet. Mit diesem Preis soll ehrenamtliches Engagement für den Einsatz für Kultur, das Bewahren von Traditionen und die Pflege von Brauchtum geehrt werden. Wie könnte man die Arbeit der Liesborner Geschichtswerkstatt besser beschreiben. Die Geschichtswerkstatt hatte von Beginn im Jahre 1992 an auf ihre Fahnen geheftet, Geschichten und Geschichte der Vergangenheit aufzuarbeiten und zu bewahren und wurde dabei von vielen Gastautoren begleitet. Die inserierenden Unternehmen, ohne deren finanzielle Unterstützung die Arbeit nicht möglich gewesen wäre, waren und sind eine wichtige Basis dieses Projekts.
Im vergangenen Jahr haben sich die Mitglieder Wilhelm Plümpe, Martin Rasche, Jürgen Rühl, Ekkehard Schulze Waltrup und Rudolf Winkelhorst zusammen mit dem Schriftleiter Bernd-Peter Kerkemeyer der dunklen Seite der Geschichte des Liesedorfes angenommen („Tatort Liesborn“). Dass es auch glanzvolle Seiten in der Dorfgeschichte gibt, zeigt das neue Heft, die vierzigste Ausgabe der Reihe „Liesborner Geschichtshefte“, mit dem Titel „2025 – Es gibt viel zu feiern. Über 25 Jubiläen in Liesborn“.
Durch die zahlreichen Jubiläen wird die Vielfalt des Dorflebens verdeutlicht. Genau betrachtet bedeutet „Jubiläum“ einen Anlass, den Jahrestag eines besonderen Ereignisses zu feiern. Das war der Geschichtswerkstatt zu eng gefasst, sodass sie auch bestimmten Zeitspannen einen Jubiläumscharakter verleihen wollte.

Über 25 Gründungs-, Einweihungs-, Fest- und Ereignisjubiläen ließen 2025 zu einem Jahr vieler Freuden werden. Von 1725, dem Jahr der Grundsteinlegung für die Barockabtei durch Abt Gregor Waltmann, bis 2000, dem Gründungsjahr der DLRG-Ortsgruppe Liesborn und der Errichtung eines Biotops im Klostergarten durch den Heimatverein spannt sich der Bogen der Jubiläen. Die Ausgabe berichtet über die Heimatvereinstätigkeit, die Göttinger Kapelle, die Abtei-Apotheke, den Kindergarten, den Neubau des Abtei-Nordflügels, die Solebohrung in Waldliesborn, die kommunale Neuordnung, die Altarweihe, den Schützenverein und die Bücherei, was zeigt, über welch großes Spektrum das neue Heft verfügt.
Doch damit sind noch längst nicht alle Ereignisse erfasst, die einen Jubiläumscharakter aufweisen. Urnenfund an der Glenne, Kriegsende, Feuerwehrgerätehaus, Pfarrkomitee, Winkelhorster Schule, Sportplatz, Waldfest, Kreisheimathaus, Sparkasse, WLE-Triebwagen und St. Josef-Haus werden ebenfalls gewürdigt. Die Fülle der einzelnen Artikel stellte wie jedes Jahr ein Problem dar, denn der Heftumfang lässt sich nicht beliebig erweitern. Folglich mussten wir wieder den Mut zur Lücke finden. Die Leser mögen es uns daher nachsehen, dass wir vielleicht das eine oder andere Jubiläum nicht erwähnt haben. Mit 96 Seiten ist es das umfangreichste Heft der ganzen Reihe geworden.
Nach zehn Jahren Schriftleitung für die Herausgabe des jährlichen Geschichtsheftes, zunächst 2015 und 2016 gemeinsam mit Jürgen Wende, dann ab 2017 in alleiniger Verantwortung, möchte Bernd-Peter Kerkemeyer aus Altersgründen dieses Amt niederlegen. An dieser Stelle möchte er sich bei den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt und des Vorstandes des Heimatvereins herzlich für die tolle Zusammenarbeit bedanken.
Auch Wilhelm Plümpe möchte, nachdem er 25 Jahre für die Werbeakquise und somit für die Finanzierung der Heftreihe verantwortlich war, diese Aufgabe in andere Hände legen. Beide möchten allen treuen Inserenten, wie auch Eva Sunderkemper und Manuela Goß von der Druckerei Fleiter-media, Dank sagen für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bernd-Peter Kerkemeyer und Wilhelm Plümpe werden der Geschichtswerkstatt erhalten bleiben, um ihre Erfahrung weitergeben zu können, aber nicht mehr in verantwortlicher Position.
Wie bei fast jedem Verein und jeder Gruppierung herrschen heute Nachwuchssorgen. Das gilt auch für die Geschichtswerkstatt des Liesborner Heimatvereins. Wer Interesse an der Liesborner Vergangenheit hat, ist immer willkommen, mitzuwirken oder mit Informationen beizutragen. Besonders für die Schriftleitung wird ein Nachfolger, gerne auch eine Nachfolgerin, gesucht, wobei selbstverständlich die Möglichkeit zur Einarbeitung gegeben ist. Bitte geben Sie diese Information weiter in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis.
Das Heft Nr. 40 mit dem Titel „2025 – Es gibt viel zu feiern. Über 25 Jubiläen in Liesborn“ kann für nach wie vor nur 6 Euro im Schreibwarengeschäft Nienaber in Liesborn erworben werden.
Quelle: Heimatverein Liesborn (P. Kerkemeyer), Foto: B. Brüggenthies


