Diestedde (mw/bb). Anfang November halten Christen weltweit inne, um der Verstorbenen zu gedenken und für ihre Seelen zu beten. Besonders am Allerseelentag, dem 2. November, richtete sich der Blick auf all jene, die uns vorausgegangen sind. Auf dem St.-Nikolaus-Friedhof in Diestedde lädt ein besonderes Grab nahe der Statue des auferstandenen Christus zum stillen Gebet und Erinnern ein, auch für jene, die die Gräber ihrer Angehörigen nicht besuchen können.
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Symbol des unbekannten Grabes – Hier kannst du Ehre erweisen für alle, deren letzte Ruhestätten ungewiss sind“ weist jede Jahr auf diese Gedenkstätte im Kirchenpark hin. Ein eindrucksvolles Holzkreuz, geschmückt mit Bildtafeln gefallener Weltkriegs-Soldaten aus Diestedde, steht im Mittelpunkt des Ortes. Es erinnert an Menschen, die in der Ferne ihre letzte Ruhe gefunden haben oder deren Schicksal im Dunkeln geblieben ist. Zugleich mahnt es zum Gedenken an die Opfer von Kriegen, Gewalttaten und Naturkatastrophen. An alle, deren Namen und Ruhestätten der Vergessenheit zu entgleiten drohen.



Das symbolische Grab ist ein Ort des Mitgefühls und der Hoffnung. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, hier eine Kerze anzuzünden. Als Licht der Erinnerung und Zeichen der Verbundenheit mit den Verstorbenen, die keinen bekannten Ort der Ruhe haben. So wird das Grab im Kirchenpark zu einem stillen Raum des Trostes und des Friedens, an dem die Hoffnung auf Auferstehung und Wiedersehen spürbar wird.
Fotos/Text: mw/bb.


