Wadersloh/Diestedde (mw/bb). Die Pläne für einen neuen Netto-Markt auf dem Gelände des ehemaligen Schlosshofs an der Langen Straße sind weiterhin aktuell. Das teilte die Gemeinde Wadersloh nun auf Anfrage von MW mit. Dennoch sei Geduld gefragt: Bis zur tatsächlichen Ansiedlung sind noch mehrere Hürden zu nehmen. Vor rund 6 Monaten (Ende März 2025) hatte die Gemeindeverwaltung erstmals öffentlich über die geplante mögliche Neuansiedlung berichtet.
„Wie bei der Projektvorstellung im März angekündigt, sind zunächst noch betriebswirtschaftliche Aspekte der Investition abschließend zu klären. Erst anschließend kann ein Kaufvertrag geschlossen werden. Nachdem Baurecht und Baugenehmigung vorliegen, erfolgt der Baubeginn“, erklärt Wirtschaftsförderin Marie Schmerling. Man befinde sich in einem längeren Prozess, bis der Markt tatsächlich Realität werde.
Auch die angekündigten Gespräche mit dem bestehenden Einzelhandel sind erfolgt: Netto habe Kontakt mit lokalen und regionalen Bäckereien aufgenommen, um mögliche Kooperationen am neuen Standort auszuloten. Ein fester Zeitplan für den Spatenstich könne allerdings weiterhin nicht genannt werden. „Die Gemeinde Wadersloh, Netto und der Investor sind in intensiven Gesprächen, um die Ansiedlung voranzubringen. Einen Zeitplan kann die Verwaltung […] augenblicklich nicht nennen“, so Schmerling.
Ein weiterer Punkt betrifft die Zukunft der Großtagespflege „Schlossmäuse“, die derzeit im Schlosshof untergebracht ist. Für sie soll es im Zuge der geplanten Umsiedlung einen neuen Standort in Diestedde geben. „Der genaue neue Standort der Großtagespflege ‚Schlossmäuse‘ wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, da zunächst noch weitere Fragen zu klären sind. Die Unterbringung der Großtagespflege erfolgt immer in Absprache mit den beiden Fachkräften der Großtagespflege und mit entsprechender Information der Eltern“, versichert die Verwaltung.
Bereits im März hatte Bürgermeister Christian Thegelkamp die städtebauliche Bedeutung des Projekts hervorgehoben. Das Areal des Schlosshofs soll nach dem Abriss des alten Gebäudes für einen modernen Supermarkt genutzt werden. Für die Lebensmittel-Nahversorgung von Diestedde und den umliegenden Ortsteilen wird ein Verbrauchermarkt als Gewinn gesehen. Wann die ersten Bagger rollen, bleibt jedoch offen.
Archivfoto/Text: mw/bb.


