Wadersloh (mw/bb). Seit 2013 hat es in Wadersloh keine Gewerbeschau mehr gegeben. Am kommenden Wochenende ist die Zeit des Wartens Geschichte. Das XXL-große Schaufenster der heimischen Gewerke, Gewerbetreibende, Dienstleister, Einrichtungen und Vereine zeigt die Vielfalt in und um Wadersloh, Diestedde und Liesborn. Während einige Gewerbeschauen in der Region zuletzt abgesagt werden mussten, möchte man in der Gemeinde ein Statement setzen: Hier bei uns in Wadersloh lohnt sich der Einkauf, ein Auftrag ans heimische Handwerk und an die örtlichen Dienstleister. Mehr als 50 Ausstellerbetriebe sind dabei und möchten die ganze Bandbreite ihres Angebots. Neugierige Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine informationsgeladene Gewerbeschau und ein umfangreiches Rahmenprogramm freuen. MW hat mit Markus Mandera (1. Vorsitzender des Gewerbevereins Wadersloh), Elisabeth Fleiter (Geschäftsführerin Gewerbeverein Wadersloh) und Lara Rassenhövel (Wadersloh Marketing) über die Großveranstaltung gesprochen.
2013 liegt schon eine Weile zurück: Vor 12 Jahren fusionierten die bis dato eigenständigen Gewerbevereine in den Wadersloher Ortsteilen zum heutigen Gewerbeverein Wadersloh. In den Zeiten des Umbruchs fiel die letzte große Gewerbeschau. Viele der diesjährigen Teilnehmenden nahmen damals schon teil oder haben sogar schon mehrfach teilgenommen. „Seitdem hat sich aber viel getan. Jetzt gibt es mit dem Neuanlauf neuen Schwung“, kündigt Elisabeth Fleiter vorfreudig das anstehende Wochenende an. „Wir sind alle sehr gespannt, was auf uns zukommt. Vor allem, weil sie in den einzelnen Branchen viel getan hat“, ergänzt Lara Rassenhövel.
Zu Buche stehen bis dato unzählige Stunden der Vorbereitung. Die Anspannung ist spürbar, denn noch ist viel zu tun. Seit Wochenbeginn läuft der Aufbau auf der Schützenwiese zwischen Rathaus und Pfarrkirche. Das Zelt steht, die Ausstellerbetriebe werden in den kommenden Tagen Stück für Stück ihre Stände herrichten.
„Es ist eine riesige Veranstaltung. Man könnte sagen, wir setzen die kleinen Puzzleteile zu einem großen Ganzen zusammen. In unserer Arbeitsgruppe war anfangs alles noch abstrakt, doch jetzt nähern wir uns dem Moment, wo das letzte Puzzleteil das fertige Bild ergibt“, freut sich Lara Rassenhövel über das anstehende Event. „Dabei ist auch vieles anders als noch 2013. Die ganzen Ideen führen auch dazu, dass wir Neues ausprobieren möchten. Social media, Werbung – das funktioniert heute alles anders. Und ich kenne ja auch noch die damaligen Gewerbeschauen“, so Markus Mandera, der nicht nur dem Vorstandsteam des Gewerbevereins vorsteht, sondern mit seinem „Malerbetrieb Willi Konert“ auch selbst einen Stand im Ausstellerzelt mitgestaltet.
„Durch das Zusammenspiel von allen, konnten die Ideen gut weiterentwickelt werden, davon profitieren die Aussteller und natürlich auch die Gäste. Die guten Erfahrungen aus der Vergangenheit möchten wir nutzen, um neue Akzente zu setzen. Die Gewerbeschau soll für alle sein“, führt Lara Rassenhövel aus. Besonders erfreulich aus Sicht des Gewerbevereins: Neben den Traditionsbetrieben aus der Großgemeinde sind auch viele „neue Gesichter“ unter den Ausstellern. Für viele neugegründete Betriebe wird 2025 die Gewerbeschau-Premiere sein.


Markus Mandera ist überzeugt: „In der Gemeinde Wadersloh ist es ländlich, das macht es hier so schön. Wir sind hier insgesamt gut aufgestellt. Als Unternehmer kann ich sagen: Es gibt hier viel Kundenkontakt und was genauso wichtig ist: Wir haben auch viele Verbindungen untereinander. Wir verstehen uns gut. Das macht das Gewerbe in Wadersloh besonders und das zeigte sich auch bei den Planungstreffen.“
„Davon hatten wir im Vorfeld zwei große mit reger Teilnahme. So konnten Fragen geklärt und das ‚Wir-Gefühl‘ gestärkt werden. Schnell stand für uns alle fest: Das ist UNSERE Gewerbeschau!“, so Elisabeth Fleiter. Dankbar ist man vor allem auch Willi Konert, der seine gebündelte Expertise als ehemaliger, langjähriger Vorsitzender des Gewerbevereins miteinbrachte und schon mehrfach für den damaligen „HGW“ Gewerbeschauen mit konzipierte.
Einen passenden Rahmen für die Gewerbeschau boten zum einen das Gemeindejubiläum „50 Jahre Gemeinde Wadersloh“ aber besonders auch das beliebte „Wadersloher Herbsttreiben“. Der „Kartoffelsonntag“ ist seit Langem fester Programmpunkt im Veranstaltungskalender des Gewerbevereins und findet in veränderter Form auch in diesem Einzug in das Programm. Dazu haben die Veranstalter zusätzliche Möglichkeiten geschaffen, neue Ideen einfließen zu lassen. Der „Kartoffelsonntag“ sei ein etabliertes Format. Man möchte den Marktbeschickern aber einen anderen Rahmen bieten. Anstelle des Freudenbergs verlagert sich das bunte Markttreiben auf die Festwiese am Zelt. So können sich Gewerbeschau und das kleine Volksfest an zentraler Stelle perfekt ergänzen. Die Bühne für die geplanten Auftritte ist im Zelt.





Organisationstechnisch fällt trotzdem mehr Aufwand als gewohnt an, doch das sehen Gewerbeverein und Wadersloh Marketing gelassen, denn die Gewerbeschau ist eben etwas Besonderes. „Wir verbinden Handwerk, Dienstleister und ein großes Rahmenprogramm und sind als Dorfgemeinschaft präsent“, so Elisabeth Fleiter. Geschlossenheit demonstrieren und offen zeigen, was Wadersloh, Diestedde und Liesborn ausmacht. Neben der Wadersloher Wirtschaft ist auch das Vereinsleben präsent und gestaltet auch viele der Bühnenprogrammpunkte mit oder informiert im und um das Zelt über Angebote vor Ort. Teamarbeit und kurze Wege: So läuft die Organisation reibungslos. Nun beginnt der Endspurt für den Aufbau und dann ist endlich: GEWERBESCHAU IN WADERSLOH!
Interview/Fotos: B. Brüggenthies



