Wadersloh (mw/bb). Nach 29 Jahren im Dienst der Kirche wurde Diakon Michael Fleiter am Sonntag offiziell in den Ruhestand verabschiedet. In einem festlichen Dankgottesdienst in der Pfarrkirche St. Margareta, zelebriert von Pfarrer Wolfgang Menze (stellvertretend für den erkrankten Pfarrer Martin Klösener) und Diakon Antonius Baukmann, blickte die Gemeinde dankbar auf fast drei Jahrzehnte diakonisches Wirken zurück.
Der Sonntagsgottesdienst war geprägt von Dankbarkeit und einem Rückblick auf das Wirken von Michael Fleiter, der Anfang August seinen 75. Geburtstag gefeiert hatte und damit nach den Regularien des Bistums Münster zum 1. September aus dem aktiven Dienst ausscheidet. Schon zu Beginn der Messe wurde die Wertschätzung für den scheidenden Diakon deutlich, der den Dienst am Menschen stets ins Zentrum gestellt hat – sei es in der Liturgie, im Gemeindeleben oder in der Pfarrcaritas. Musikalisch wurde der Gottesdienst besonders feierlich gestaltet: Der Kirchenchor und der Kammerchor unter der Leitung von Dr. Elena Potthast-Borisovets musizierten gemeinsam.
In seiner Predigt erinnerte Diakon Antonius Baukmann an das Evangelium des 22. Sonntags im Jahreskreis, das von Demut, Bescheidenheit und wahrer Größe spricht – Werte, die auch Fleiters diakonisches Handeln geprägt haben. „Nicht Lautstärke, sondern Präsenz. Nicht Eitelkeit, sondern innere Größe. Nicht der Wunsch zu glänzen, sondern ein Herz für die Menschen – genau das haben wir in der Person von Michael erleben dürfen“, betonte Baukmann.
Ein besonderer Rückblick galt der Biografie des scheidenden Diakons: Fleiter war aktiver Pfadfinder in Wadersloh und unterrichtete als Lehrer und Konrektor der Grundschule in Stromberg, bevor er sich auf den Weg ins Diakonat machte – stets getragen von der Unterstützung seiner Ehefrau Anni. Nach der Ausbildung zum Diakon von 1992 bis 1996 erfolgt seine Weihe im November 1996 und am 1. Advent 1997 die Einführung in das Amt. Von da an war er in vielfältigen Bereichen tätig: in der Liturgie, bei Taufen, Beerdigungen und Trauungen, in der Gemeindekatechese und vor allem in der pfarrlichen Caritasarbeit. Einen besonderen Schwerpunkt bildete ab 2015 die Begleitung Geflüchteter, gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde. „Michael, du hast Spuren hinterlassen. Dein Dienst war nicht nur am Altar, sondern vor allem unter dem Altar. Dort, wo es nicht immer sichtbar ist, dort, wo die Menschlichkeit gebraucht wird“, sagte Baukmann in seiner Ansprache.
Im Anschluss an die Messe lud die Pfarrei zu einem Empfang ins benachbarte Pfarrheim ein. Dort wurde der Dank an den langjährigen Diakon in vielen persönlichen Begegnungen fortgeführt. Mit der Emeritierung endet zwar der offizielle Dienst von Diakon Michael Fleiter – doch die Spuren seines Wirkens in St. Margareta bleiben lebendig. Ein besonderes Anliegen ist Fleiter die Arbeit des Sozialbüros der Pfarrcaritas, für das der Diakon em. auch weiterhin mit einem offenen Ohr für alle, die Hilfe suchen, tätig sein möchte.
Foto/Text: mw/bb.



