Kreis Warendorf (mw/bb). In der Region rund um Oelde und Keitlinghaus berichten Bürgerinnen und Bürger derzeit vermehrt von auffälligen Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen, die scheinbar liegengeblieben am Straßenrand oder auf Parkplätzen stehen. Mein-Wadersloh.de hat bei der Kreispolizeibehörde Warendorf nachgefragt, ob es sich dabei möglicherweise um eine betrügerische Masche handelt.
Hier gibt es eine klare Entwarnung: „Im Zuständigkeitsbereich unserer Regionalkommissariate sind aktuell und in jüngerer Vergangenheit keine derartigen Fälle bekannt geworden“, erklärt Leonie Lagrange, stellvertretende Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde. Auch Anzeigen oder konkrete Hinweise auf betrügerisches Verhalten liegen aktuell nicht vor.
Dass solche Vorfälle andernorts durchaus vorkommen, bestätigt die Polizei jedoch: „Regional und überregional kommt es immer wieder vor, dass Menschen eine Notlage vortäuschen, Mitgefühl bei Vorbeifahrenden wecken und versuchen, an Geld zu kommen“, so Lagrange weiter. Für den Kreis Warendorf gilt jedoch: „Es gibt diesbezüglich keinen Schwerpunkt.“ Zwar gebe es vereinzelt Meldungen über verdächtiges Verhalten, von einer Häufung könne jedoch keine Rede sein.
Im Umgang mit solchen Situationen rät die Polizei zu Wachsamkeit und Vorsicht: „Gesundes Misstrauen kann vor Schaden schützen“, betont Lagrange. Wer Zweifel an der Echtheit einer Notlage hat oder beobachtet, dass jemand diese möglicherweise nur vortäuscht, sollte sich direkt via Notruf 110 an die Polizei wenden. „Sollten Hinweise vorliegen, dass die Person nicht wirklich in einer Notlage ist, sondern diese nur vortäuscht, wenden Sie sich an die Polizei“, so die Polizeisprecherin.
Ergänzend weist die Polizei auf allgemeine Vorsichtsmaßnahmen hin: Geparkte Autos sollten stets verschlossen sein, Wertsachen sollten niemals im Fahrzeug zurückgelassen werden – auch nicht für kurze Zeit.
Foto/Text: mw/bb.

