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Erster größerer Auftritt nach Nominierung: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf Stippvisite im Kreis Warendorf

Kreis Warendorf/Ahlen (mw/bb). Die Kamerataschen der Journalisten stapeln sich nach und nach im Eingang der Lohnhalle Ahlen. Erst muss der Sprengstoffhund alles durchschnüffeln. Ganz klar: Der heutige Gast ist prominent und darum sind – nicht nur wegen Corona- die Abläufe anders als sonst. Gerade erst nominierte die SPD Olaf Scholz zu ihrem Kanzlerkandidaten, da ist der Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler bei seiner ersten größeren Veranstaltung nach der Nominierung ausgerechnet im Kreis Warendorf unterwegs. Symbolträchtig ist dabei auch die Wahl der Location: In der alten Zeche Westfalen in Ahlen ging es am Donnerstagabend um die Themen Zuversicht, aber auch Europa und die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

Zunächst gehörte die Bühne aber den Lokalakteuren: Bernhard Daldrup und Hermann Huerkamp. Hausherr Huerkamp (Geschäftsführer Projektgesellschaft Westfalen mbH und SPD-Bürgermeisterkandidat für Ahlen) und der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup (SPD-Kreisvorsitzender) durften sich gemeinsam mit den Teilnehmern -Coronabedingt etwas weniger als die Lohnhalle Sitzplatz technisch hergibt über eine informative Wahlkampfveranstaltung freuen.

Ein Kontrast wie er gegensätzlicher nicht sein kann: Die Lohnhalle der Zeche Westfalen – ohne Klimaanlage-, Sinnbild der Arbeit in alten Bergbaustadt. Hitzige Diskussionen gab es aber nicht und ins Schwitzen kamen der prominente Gast und das Auditorium allenfalls aufgrund der Temperaturen. Stattdessen Gelassenheit und Sachlichkeit rund um die großen Fragen: Wie soll die Zukunft gestaltet werden? Wie geht es mit Europa in der Corona-Zeit weiter? Es ging in Ahlen um Perspektiven und Zuversicht. Perspektiven, die die Menschen gemeinsam entwickeln müssen.

Kanzlerkandidat Scholz wirkt gelassen und wirbt für die Modernisierung der Volkswirtschaft, ein starkes Europa und neuen globalen Akteuren, sichere Arbeitsplätze und gute Löhne. Co2-neutrales Wirtschaften sei ein gigantisches Projekt. Es geht dem nominierten SPD-Kanzlerkandidaten um Zuversicht und auch Respekt. Das Ehrenamt soll gestärkt werden und auch die Kommunen brauchen den „Rückenwind“ aus Berlin. Der Kanzlerkandidat hat konkrete Vorstellungen für die Zukunft. Die frühe Nominierung lässt dem 62-Jährigen dafür nun noch knapp 12 Monate Zeit für den eigenen Wahlkampf. Die SPD hat sich in der K-Frage positioniert. „Politischen Zündstoff“ gab es am Donnerstagabend in Ahlen nicht, aber dafür einen aufmerksamen Zuhörer, der sicher mit vielen Eindrücken zurück nach Berlin fahren konnte.

Fotos/Text: B. Brüggenthies


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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