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    Lippstadt

    Wadersloh schafft den Nachtbus N11 ab! – Fraktionen beraten über Alternativen

    Benedikt BrüggenthiesBy Benedikt Brüggenthies2. Juli 2020Lesedauer: 4 Minuten
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    Wadersloh (mw/bb). Ausgerechnet ganz am Ende der letzten Ratssitzung wäre das wichtige Thema „Nachtbus“ fast schon zur Randnotiz geworden. Auf Antrag der CDU-Fraktion hat die Gemeindeverwaltung Wadersloh den Vertrag mit der RVM zur Weiterführung des Nachtbus-Angebots (Linie N11) in der Großgemeinde Wadersloh zum 30. Juni 2020 gekündigt, das bestätigte das Rathaus auf MW-Anfrage am 2. Juli. Ende des Jahres stellt der Nachtbus in Wadersloh, der zwoschen Lippstadt und Beckum fährt, somit seinen Betrieb ein. Die CDU-Fraktion hat aber schon einen Plan B und berät sich mit den anderen Fraktionen und dem Rathaus über alternative Beförderungsmöglichkeiten.

    Symbolbild: Brüggenthies

    Mit 24 Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und Enthaltungen hat der Rat der Gemeinde die Verwaltung beauftragt, fristgemäß aufzukündigen. Bis zum 31.12.2020 ist man nun noch vertraglich gebunden.  Im Protokoll ist nachzulesen, dass die Verwaltung nun auch eine mögliche Alternativen erarbeiten soll. Der politische Nachwuchs der CDU, die Junge Union, hat bereits vor einigen Wochen ein Konzept vorgeschlagen. (s. Stellungnahme unten). Dezernent Elmar Ahlke teilte mit, dass die Verwaltung aufgrund des Auftrages durch den Rat Kontakt bereits die Gespräche mit Lippstadt und Beckum über eine Kostenbeteiligung  zur Erhaltung des Nachtbusses aufgenommen habe. Der politischen Beratung war eine Kostenexplosion des Nachtbusangebots vorausgegangen. Die RVM als Betreiber des Angebots verzeichnet rund 4.000 Fahrgäste im Jahr. Ein Großteil davon entfällt auf Großveranstaltungen, wie die „Herbstwoche“ (s. Foto) in Lippstadt und Karnevalsveranstaltungen im Frühjahr.

    Auf Anfrage von Mein-Wadersloh.de bezog der CDU-Fraktionsvorsitzende Rudolf Luster-Haggeney Stellung zu dem Thema Nachtbus: „Im letzten Jahr teilte die RVM mit, dass das Angebot des Nachtbusses aus unterschiedlichen Gründen so nicht mehr zu halten ist. Die Kosten haben sich nahezu verdoppelt auf 36.500 Euro. Bei 4000 Fahrgästen im Jahr, fast alle zur Herbstwoche und zum Karneval, stellte sich die Frage, wie das Angebot besser an die Bedürfnisse angepasst werden kann, so dass die Nutzung höher wird. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene, für die das Angebot seinerzeit eigentlich eingeführt wurde, nutzen den Nachtbus eher selten. Deshalb hat die CDU sofort in der Sitzung mündlich den Antrag gestellt, dass dieses Angebot dringend überarbeitet werden muss, dass auch Ergänzungen und Alternativen gedacht werden dürfen. Weil das natürlich nicht sofort geht, haben wir der Verlängerung des Vertrages zum Nachtbus zu den hohen Kosten bis Ende 2020 zugestimmt. Der Vertrag hätte sich automatisch verlängert, wenn jetzt zum 30. Juni nicht gekündigt würde“, berichtete Luster-Haggeney über die Hintergründe.

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    „Wir, die CDU-Fraktion, stehen intern in der Beratung, wie das Angebot weitergeführt werden kann, welche Änderungen oder Neuerungen es bedarf. Deshalb freuen wir uns besonders, dass sich die Junge Union der CDU sich dieses Themas angenommen hat, geht es doch letztlich um ihre Interessen. Der Antrag der Jungen Union „Nightmover“ (Anm. d. Red.: Infos zum Antrag (externer Link) unter www.cdu-wadersloh.de) greift nach unserer Meinung genau an dieser Stelle. Wie wird ein Angebot für junge Menschen interessanter, kann mit Integrierung einer Taxilösung das Angebot verbessert werden? Letztlich geht es hier um die Frage, ist ein Angebot, das die jungen Menschen bis zur eigenen Haustür bringt, vielleicht viel besser geeignet, vielleicht sogar kostengünstiger bei besserer Leistung? Die Eltern würden so eine Möglichkeit sicher begrüßen. Der Antrag geht jetzt in die politische Beratung, er hilft uns Ratsmitgliedern aber, die Sicht junger Menschen in die zukünftige Ausgestaltung des Angebots einzubeziehen. Die Kündigung bedeutet nicht, dass wir den Einsatz des Nachtbusses zwingend beenden wollen. Eine Kombination aus beiden Angeboten könnte vielleicht auch eine Lösung sein. Aber dazu muss zuerst in den politischen Gremien beraten und entschieden werden, was wir wollen, an welchen Tagen für welchen Nutzerkreis. Die Verwaltung muss dann klären, wie das auch vertraglich rechtssicher umgesetzt werden kann, welche Bus- und Taxiunternehmer bereit sind, einen solchen Auftrag anzunehmen. Die Beratungen zu diesem Thema stehen erst ganz am Anfang, wie die Diskussion in der Ratssitzung auch zeigte. Wir, die CDU-Fraktion mit der Jungen Union Wadersloh haben jetzt die öffentliche Diskussion dazu eröffnet und laden alle ein sich hier einzubringen“, so Luster-Haggeney.

    Quelle: Presseanfrage an CDU Wadersloh, Gemeindeverwaltung Wadersloh, Protokoll Ratssitzung

    Gemeinderat Nachtbus Nightmover
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