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Ella und der Weihnachtsbaum: Eine Weihnachtsgeschichte

Diestedde (mw/bb). Es war einmal ein kleines Kälbchen namens Ella. Mitte Dezember 2019 erblickte das Fjäll-Kalb das Licht der (Dorf-) Welt und ist seitdem der ganze Stolz von Papa Karlsson und Mama Nora. Es gibt ja soviel zu entdecken am Mühlenweg in Diestedde. Wie spannend doch das Leben eines Kälbchens ist. Doch am 1. Weihnachtstag war das kleine Kälbchen plötzlich verschwunden. Eine großangelegte Suchaktion wurde gestartet.

Die Sorge, dass Ella ausgebüxt ist und vielleicht sogar zur Oelder Straße gelaufen ist, war groß bei Besitzer Rainald Gehringhoff und Vater Robert. Die Dämmerung setzte bereits ein und keine Spur von Ella. Nur bei Ebbe und seiner Kuh-Mama Inga, Ellas Mutter Nora und Tante Alva herrschte die vollkommende Weihnachtsruhe. Nun kam auch ein Nachbar dazu, der zugleich eine Wärmebildkamera im Gepäck hatte. Doch Ella blieb bis zum nächsten Morgen spurlos verschwunden.

Dann aber – am 2. Weihachstag- tollte Ella wieder auf der Wiese an der Fischtreppe umher und erkundete mit ihren großen neugierigen Augen die Spaziergänger mit ihren kleinen, vierbeinigen Freunden. „Nanu“, fragte sich Familie Gehringhoff“, „wo hat denn unsere Ella gesteckt?“ – Am frühen Nachmittag war das Fjäll-Kälbchen erneut verschwunden. Aus sicherer Entfernung beobachteten die Menschen die Kuhwiese und plötzlich tappste Ella aus ihrem geheimnisvollen Versteck.

Was des Rätsels Lösung ist? Im Inneren der Feme-Eiche, die schon seit langem hohl ist, hat sich die junge Kuh-Dame eine kleine Weihnachtskrippe gebaut und es sich häuslich eingerichtet. Ob sie von den Passanten von der Ankunft von Maria, Josef und dem Christkind in einem Stall gehört hat und den Dreien Obdach in ihrem neuen Zuhause geben wollte? Auf jeden Fall huschte Ella noch einmal kurz in ihren neuen Lieblingsort, rückte ein kleines Nest aus Ästchen zurecht und lief dann vergnügt zu ihrer Mama und den anderen Fjell-Rindern auf die Wiese zurück. Und nicht nur für Tiere, sondern auch für Familie Gehringhoff war es nun Weihnachten geworden. Auch nach mehr als 900 Jahren erzählt die Diestedder Femeeiche somit eine weitere Geschichte.

Mein-Wadersloh.de wünscht allen Leserinnen und Leser schöne Feiertage!

Fotos/Text: B. Brüggenthies


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