Haus Maria Regina wird bis 2022 umgebaut: Ordensgemeinschaft investiert als Träger rund 7,5 Millionen Euro

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Bestwig/Diestedde (mw/pm). Das Seniorenheim Haus Maria Regina in Diestedde wird voraussichtlich bis zum Jahr 2022 für rund 7,5 Millionen Euro umgebaut. „Es soll dann auch auf die Zukunft hin allen aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen an stationäre Pflegeeinrichtungen entsprechen: sowohl aus Sicht unserer 80 Bewohnerinnen und Bewohner als auch im Sinne unserer über 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, kündigt der Geschäftsführer der Seniorenhilfe SMMP gGmbH, Frank Pfeffer, an. Am Montagabend wurden erstmals die Pläne öffentlich präsentiert.

Die Gliederung in Wohngruppen und modernere Zimmer sollen das Seniorenheim auf den neuesten Stand briungen. Das Haus erhält nach knapp 50 Jahren zudem ein „völlig neues Gesicht zur Langen Straße“. Hierfür wird der vordere Gebäudetrakt zum Teil zurückgebaut und durch einen modernen Baukörper im Süden ersetzt. An der Zahl der Wohnplätze ändert sich nichts. Ebenso sollen alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Die Seniorenhilfe SMMP ist eine Gesellschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Sie sind Eigentümer der Immobilie. „Es freut uns, dass die Schwestern in die Zukunft dieses Standortes investieren“, betont Frank Pfeffer. Das sei nicht selbstverständlich. Aber auch der Ordensgemeinschaft sei die Deckung des Bedarfs stationärer Pflegeplätze in dieser Region und die Sicherung der Arbeitsplätze wichtig – zumal Diestedde zu den ältesten Standorten der Gemeinschaft in Deutschland gehört. Hier leben bereits seit 1870 Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Das Konventsgebäude für die derzeit fünf Schwestern bleibt bestehen.

„Die Anträge werden zeitnah gestellt. Wir hoffen noch in diesem Jahr auf die Baugenehmigung und wollen im Frühjahr 2020 mit den Arbeiten beginnen“, sagt Frank Pfeffer. Der Umbau ist in drei Abschnitten geplant: Zunächst entsteht im südlichen Bereich des Grundstücks ein neuer Gebäudetrakt für 42 Seniorinnen und Senioren. Dorthin zieht nach Fertigstellung rund die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner um. Anschließend wird der leergezogene Querbau im hinteren Bereich des Grundstücks kernsaniert. Wenn auch diese Maßnahmen abgeschlossen sind, ziehen die 38 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem verbliebenen Altbau, der jetzt an die Lange Straße heranreicht, in den sanierten Trakt um. Schließlich wird der leergezogene Altbauflügel zum Teil zurück gebaut. Die frei gestellte Giebelwand bildet dann den neuen Hauptzugang. „Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass die Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb des Hauses maximal vor Belästigung durch Lärm oder Gerüche geschützt werden. Die ganze Umbauphase soll kontrolliert und möglichst reibungslos ablaufen“, erklärt Frank Pfeffer.

Derzeit leben noch 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims in Doppelzimmern. Nach dem Umbau wird es nur modern eingerichtete Einzelzimmer geben. Alle Bäder sind dann barrierefrei, hell und freundlich. Auch sind in jeden Wohnbereich eigene Wohnküchen vorgesehen, um die Atmosphäre familiärer zu gestalten. „Dieses sogenannte Wohngruppenkonzept hat sich in unseren bereits umgebauten bzw. neu gebauten Häusern in Wadersloh, Geseke und Heiden bewährt“, weiß der Geschäftsführer. Somit seien individuellere Angebote in den Wohnbereichen möglich. Auch könnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Wohnküchen gemeinsam mit den Senioren schon mal kleinere Speisen oder eigene Beilagen zubereiten. Zudem entspreche das umgebaute Gebäude arbeitsorganisatorisch modernsten Anforderungen. Der Haupteingang wird von der Seite des Gebäudes zur Vorderseite verlegt. „Zurzeit befindet er sich noch etwas versteckt am hinteren Ende der Feuerwehrzufahrt“, sagt Frank Pfeffer. In Verbindung mit einem großzügigen Vorplatz, der mit Grün- und Terrassenflächen gestaltet wird, öffne sich das Seniorenheim mehr zum Ort hin und könne präsenter sein als bisher.

Am Montagnachmittag stellte das Leitungsteam der Seniorenhilfe SMMP das Vorhaben zunächst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren Angehörigen und auch den Nachbarn vor. „Wir wollen alle geplanten Maßnahmen rechtzeitig ankündigen und möglichst transparent kommunizieren“, so Frank Pfeffer. Er verspricht: „Diestedde darf sich auf das neue Haus Maria Regina freuen. Er wird für den ganzen Ort eine Bereicherung sein.“

Quelle: Pressemitteilung SMMP / Grafik: Steinke und Zils Architekten / Fotos: B. Brüggenthies

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