Andrea Windhövel lässt sich zur Kirchenmusikerin ausbilden

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Münster/Wadersloh (pbm/acl). An der Orgel mag Andrea Windhövel die ruhigen Töne am liebsten. „Nur beim Ein- und Auszug – da gehe ich kräftiger in die Tasten“, sagt die 21-Jährige mit einem Lächeln. Seit vergangenem November macht die technische Produktdesignerin aus Wadersloh eine zweijährige C-Ausbildung zur Kirchenmusikerin, die das Bistum Münster jährlich anbietet und die die Teilnehmer zum nebenberuflichen Dienst als Organist und Chorleiter befähigt. Der nächste Kursus startet im kommenden Herbst.

Mit der Familienband „Windsmusik“ tritt Andrea Windhövel bei vielen festlichen Anlässen auf (Foto: B. Brüggenthies)

„Ohne Musik kann ich nicht leben“, ist Andrea Windhövel überzeugt. Das zeigt sich an der Vielfalt ihrer musikalischen Fertigkeiten: Als sie fünf Jahre alt war, begann sie mit dem Klavierunterricht und nahm zusammen mit ihrer Schwester, die Klarinette spielt, erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil. Heute spielt die 21-Jährige außerdem Trompete in der Feuerwehrkapelle und ist auch als Solosängerin zu verschiedenen Anlässen gefragt. Musik verbindet die gesamte Familie: Mit der Familienband „Windsmusik“ (s. Foto rechts) tritt sie bei Hochzeiten, Schützenfesten und Geburtstagen auf.

Schon als Kind faszinierte Andrea Windhövel die Orgel. „Wenn ich in der Kirchenbank saß, habe ich mich immer gefragt, wie die Luft gesteuert sein muss, damit Töne entstehen“, erinnert sie sich. Ein Schulfreund machte die C-Ausbildung zum Kirchenmusiker – und nahm sie kurzerhand mit an die Orgel in Sünninghausen. „Da durfte ich zum ersten Mal an dem Instrument sitzen und ein bisschen üben“, blickt Andrea Windhövel zurück. Ehe sie sich versah, wurde sie bereits für die erste Begleitung eines Gottesdienstes gefragt – und sogar für eine Messe an Heiligabend. „Ich habe vorher richtig viel geübt und war trotzdem total aufgeregt“, berichtet die junge Frau. Anfang 2018 entschloss sie sich, Orgelunterricht zu nehmen. Aus einer unverbindlichen Anfrage beim Bischöflichen Generalvikariat in Münster wurde schnell eine feste Anmeldung für den C-Kurs. „Die Orgel ist wie ein Orchester, es ist schon ein tolles Gefühl, dieses Instrument spielen zu können“, sagt Andrea Windhövel.

Der theoretische Part der Ausbildung findet freitagabends dreieinhalb Stunden lang in der Kirchenmusikschule in Münster statt. Neben Literaturspiel, Chorleitung, Liturgiegesang und Tonsatz/Gehörbildung trainieren die Schüler ihr Sprechen und Singen und lernen wichtige Ereignisse aus der Musikgeschichte sowie allgemeine Details zum Orgelbau. Die Chorleitung macht Andrea Windhövel besonders viel Spaß. „Das liegt auch daran, dass ich sehr gerne singe“, sagt die junge Frau mit einem Schmunzeln. Nach den Sommerferien wird sie darum einen Kinderchor in Diestedde gründen. „Es ist schön, Kinder an das heranführen zu dürfen, was ich selbst so gerne mache“, freut sie sich.

Für Andrea Windhövel ist das Orgelspielen ein besonderes Hobby – „aktuell zwar zeitintensiv, aber dafür sehr erfüllend“, sagt sie. Ein Hobby soll es auch bleiben. Sie kann sich gut vorstellen, neben ihrer Arbeit an den Wochenenden an der Orgel zu sitzen und die Gemeinde beim Gottesdienst musikalisch zu begleiten.

Quelle: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann, Fotos: Ann-Christin Ladermann (1), B. Brüggenthies (1)

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