Interesse für Kultur, Sprache und Jugendarbeit führten nach Südamerika

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themenreWenn er über sein Zeit in La Paz erzählt leuchten seine Augen: Sebastian Panreck aus Diestedde schwärmt förmlich von den vielen Eindrücken, die er während seines einjährigen Aufenthalts in Bolivien für seinen zukünftigen Lebensweg mitgenommen hat: zwölf Monate war der junge Diestedder als Freiwilliger in Südamerika und hat dort Land und Leute kennengelernt. „Nach meinen Abitur 2011 und einer Bankausbildung wollte ich einfach einmal etwas ganz anderes machen, in einem neuen Umfeld leben, die Sprache lernen und die Kultur kennen lernen“, berichtet der 23-Jährige, der seit einigen Wochen von seinem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) zurück ist. Als Freiwilliger des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und des Internationalen Katholischen Missionswerk (missio) interessierte sich der Diestedder vor allem für Jugendarbeit: „Etwas Gutes für Kinder und Jugendliche zu tun war für mich der Antrieb nach La Paz zu reisen.001

Im Alltag war in den ersten Wochen ein kleines Wörterbuch der ständige Begleiter: „Das Land hat mich immer sehr gereizt und ich habe nicht nur viele Kontakte geknüpft, sondern auch die Sprache erlernt. Ich wollte mich mit den Menschen unterhalten können und inzwischen spreche ich Spanisch fast fließend“. Ganz leicht war die Umstellung auf die neue Lebenssituation nicht. Das Hochland Boliviens liegt knapp 4000 Meter über den Meeresspiegel und das Klima war zunächst gewöhnungsbedürftig.

Als Freiwilliger arbeitete Sebastian Panreck in einem „proyecto educativo“, einem Bildungsprojekt, und gab Kindern und Jugendlichen Nachhilfe in Mathe und Englisch. In der Freizeit standen dann oft Gesellschaftsspiele und Sport auf dem Programm. „Die Bolivianer sind genauso Fußball-verrückt wie ich, darum wurde ich schnell in ihrer Mitte aufgenommen“, schmunzelt der FSJler.

_MG_2200Neben dem Bildungsprojekt hatte der Diestedder die Möglichkeit, beim Fußballclub „Club The Strongest“ zu hospitieren. Der Club gilt als BVB Südamerikas und spielt in der „Copa Libertadores“, dem südamerikanischen Pendant zur Champions League. „Ich konnte in der Jugendarbeit als Torwarttrainer mitmachen und habe die U15, U17 und U19 mittrainiert. Die südamerikanischen Straßenfußballer haben den einen Traum und bewegen sich eigentlich den ganzen Tag. Das hat sehr viel Spaß gemacht“, so Panreck, der als Torwarttrainer in Bochum und Hannover bereits Erfahrungen sammeln konnte. „Die Zeit verging wie im Fluge, das lag vor allem daran, dass ich von den Bolivianern aufgeschlossen empfangen wurde und mich schnell einleben konnte.“ Mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck ging es Anfang August zurück nach Deutschland. „Ich habe mich jetzt für ein Politik- und Wirtschaftsstudium in Münster eingeschrieben und möchte beruflich irgendwann im Bereich der Entwicklungsarbeit tätig werden“, so der Diestedder.

 


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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