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Palmhahn

Der „Palmsonntag“ erinnert in der Liturgie an den Einzug Jesu in Jerusalem und zugleich an sein Leiden. In Diestedde findet schon seit dem 19. Jahrhundert eine kleine Prozession mit Palmstöcken und anschließendem Gottesdienst statt. Vor allem die gebackenen Ringe und der thronende Palmhahn auf dem geschnitzten Palmstock sind eine Besonderheit, die es so nur in Diestedde gibt.

Der Heimatverein Diestedde hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Symbolik des Diestedder Palmstocks lebendig zu erhalten und lädt alljährlich vor dem Palmsonntag zum großen Palmhahnbasteln ins Backhaus ein. Schon der circa 60 Zentimenter lange Palmstock ist etwas Außergewöhnliches. Die äußere Rinde der Weidenstöcke wird behutsam abgeschält und durch den Einsatz von Werkzeug werden die Späne abgezogen, so dass kleine „Kronen“ entstehen. Statt Palmzweige erinnert gesegneter Buchsbaum an den Einzug Jesu. Rote Bänder und Äpfel symbolisieren das Blut Jesu. Die drei Gebäckringe stehen für die Dreifaltigkeit Gottes. Der Hahn selbst steht für die Verleugnung von Petrus und seiner Erkenntnis, aber auch für die Ankündigung der Auferstehung des Herrn. Wer hätte gedacht, was alles hinter den schmucken Palmstöcken steckt?

Nach getaner „Arbeit“ mussten die Diestedder Palmstöcke selbstverständlich auch präsentiert werden. Traditionell treffen sich die Gläubigen dazu am Palmsonntag (Anm. d. Red.: Seit 2019 findet der Gottesdienst aufgrund einer neuen Gottesdienstordnung bereits am Samstag statt) vor dem Seniorenheim Haus Maria Regina, wo die Palmstöcke gesegnet werden und anschließend die Prozession zur Kirche erfolgt.

Bildergalerie: Der Diestedder Palmhahn

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Fotos/Text/Video: B. Brüggenthies

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