Kreis WAF (mw). Beim traditionellen jährlichen Austausch zwischen Landwirtschaft und Kreisverwaltung wurde erneut die gute Zusammenarbeit beider Seiten deutlich, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Im Kreishaus begrüßte Landrat Dr. Olaf Gericke kürzlich Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft zum Gespräch. Ein gemeinsamer Tenor prägte die Runde: Frühzeitig miteinander zu sprechen, schafft Planungssicherheit und ermöglicht es, besondere Herausforderungen rechtzeitig zu berücksichtigen. Dies gilt beispielsweise für die Erteilung von Baugenehmigungen, aber auch für wichtige Abstimmungen zur Vorbeugung möglicher Seuchenfälle. „Ein guter Austausch hilft, praktikable Lösungen zu finden“, waren sich die Beteiligten einig.
Herausforderungen für ländliche Veranstaltungen
Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Andreas Westermann, machte auf die zunehmenden Anforderungen aufmerksam, die die Durchführung von Veranstaltungen im ländlichen Raum erschweren. Besonders bei traditionellen Festen und Veranstaltungen zur Brauchtumspflege könne sich dies bemerkbar machen. Wenn solche Veranstaltungen nicht mehr stattfinden könnten, gehe ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Zusammenhalts in den Dörfern verloren. Bauamtsleiter Sigurd Peitz erläuterte, dass bestimmte Veranstaltungen inzwischen baurechtlich nicht mehr genehmigungspflichtig seien. Damit liege die Verantwortung jedoch vollständig beim Veranstalter. Die Landwirte regten an, jährlich wiederkehrende Feste mit unveränderten Rahmenbedingungen durch die örtlichen Ordnungsämter einfacher genehmigen zu lassen. Um welche konkrete Veranstaltungsarten es sich handelt, ging aus der Pressemitteilung aus dem Kreishaus nicht hervor.
Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum verbessern
Ein weiteres Thema war die sehr unterschiedliche Mobilfunkversorgung im Kreisgebiet. Andreas Westermann verwies auf die Kampagne „LAND AUF.“, die von den landwirtschaftlichen Organisationen im Kreis gestartet wurde, um den ländlichen Raum zu stärken. „Wir können bei der Standortsuche für Mobilfunkmasten gerne behilflich sein“, erklärte Westermann und bot damit Unterstützung aus der Region an. Nach Angaben von Bau- und Umweltdezernent Michael Ottmann sei es entscheidend, die Mobilfunkanbieter stärker in die Verantwortung zu nehmen. „Bis zum Jahr 2030 sollen 99,5 Prozent des Bundesgebietes mit Mobilfunk versorgt sein. Allerdings gibt es bislang keine verpflichtenden Zwischenziele der Anbieter, wodurch eine Kontrolle für den Kreis schwierig ist“, erläuterte Ottmann. Eine eigene Mobilfunkmessung solle deshalb Aufschluss über den aktuellen Stand der Versorgung im Kreisgebiet geben. Westermann verwies zudem auf einen Runderlass des Heimatministeriums vom Juni, wonach im Bereich Telekommunikation gleichwertige Lebensverhältnisse sowohl im Außenbereich als auch in städtischen Gebieten gefördert werden sollen. Dies diene insbesondere der Wahrung der Nutzer- und Verbraucherinteressen.
Gemeinsames Handeln bei der Seuchenvorsorge
Auch im Bereich der Seuchenbekämpfung setzen Kreisverwaltung und Landwirtschaft auf enge Zusammenarbeit. Ordnungsdezernentin Petra Schreier hob die erfolgreiche Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Afrikanische Schweinepest (ASP) hervor und erinnerte an das bestehende ASP-Früherkennungsprogramm.
Quelle: Kreis


