Wadersloh (mw/bb). Gemeinsam frühstücken, den Einkauf für die Woche planen oder draußen im Garten nach dem Gemüse schauen: Bei den „Roten Bergmäusen“ gehört der Alltag ganz bewusst den kleinen Dingen. Für Tagespflegeperson Mareike Schulte sind genau diese Momente entscheidend. „Kinder sollen bei mir einfach Kind sein dürfen“, sagt sie. Dafür schafft sie einen Rahmen, der Sicherheit, Ruhe und individuelle Entwicklung ermöglicht. Seit fünf Jahren betreut sie Kinder in ihrer Kindertagespflege in der Bergstraße. Maximal fünf Kinder sind gleichzeitig anwesend. Ein überschaubarer Rahmen, der intensive Begleitung ermöglicht. Rund 20 Kinder hat Mareike Schulte seit 2021 betreut.
Der Name entstand direkt vor der Haustür
Der Name „Die roten Bergmäuse“ ergab sich dabei fast von selbst: Die rote Eingangstür und die Lage an der Bergstraße lieferten die Idee. Gleichzeitig beschreibt der Name auch den Charakter der Einrichtung: Familiär, bodenständig und eng mit dem Alltag im Ort verbunden. Die zentrale Lage ist für das Betreuungsangebot von Mareike Schulte ein großer Vorteil. Vieles lässt sich zu Fuß erreichen, wodurch die Kinder ihren Heimatort aktiv erleben können.




Die Betreuung orientiert sich stark am jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder. Durch die kleine Gruppengröße könne sie intensiver auf jedes einzelne Kind eingehen und die Kinder „ruhiger und individueller begleitet“ in ihren Alltag starten lassen, beschreibt Mareike Schulte ihren Ansatz. Besonders wichtig ist ihr dabei eine bedürfnisorientierte Betreuung. Die Kinder sollen sich geschützt und angenommen fühlen. Werte wie ein freundlicher Umgang miteinander, Höflichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme spielen im Alltag eine wichtige Rolle. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern sieht sie als zentralen Bestandteil ihrer Arbeit. Regelmäßiger Austausch und eine enge Erziehungspartnerschaft schaffen Vertrauen – oft weit über die eigentliche Betreuungszeit hinaus.
Der Alltag wird gemeinsam gestaltet
Der Tag beginnt bei den „Roten Bergmäusen“ mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach wird häufig zusammen überlegt, wie die Woche gestaltet werden kann. Vieles richtet sich nach Wetter und Interessen der Kinder: Draußen spielen, im großen Garten toben oder sich drinnen mit kreativen Angeboten beschäftigen. Montags ist oft Einkaufstag. Gemeinsam wird besprochen, was gekocht werden soll. Obstbäume und ein eigenes Gemüsebeet gehören ebenfalls zum Alltag der Kinder und vermitteln spielerisch den Bezug zu Lebensmitteln und Natur.
Die Betreuungszeiten liegen meist zwischen 25 und 35 Stunden pro Woche. Für viele Familien bietet die Kindertagespflege damit einen geschützten und persönlichen Einstieg in die außerfamiliäre Betreuung.
Interessierte Eltern können telefonisch unter 0176 / 21229021 Kontakt zu Mareike Schulte aufnehmen und sich über die „Roten Bergmäuse“ informieren.
Fotos/Text: B. Brüggenthies


