Münster/Wadersloh (pbm/al). Eine Abordnung aus der Pfarrei St. Margareta in Wadersloh hat am 30. März an der sogenannten Chrisam-Messe im St.-Paulus-Dom in Münster teilgenommen. Jedes Jahr werden zu Beginn der Karwoche die heiligen Öle geweiht, die übers Jahr bei der Spendung der Sakramente im gesamten Bistum Münster verwendet werden. Küsterin Uta Miele mit den Messdienerinnen Donata, Henrika und Camilla sowie Pfarrer Martin Klüsener und die Ehrenamtliche Anneliese Schomaker waren wie viele andere Vertreterinnen und Vertreter aus den Pfarreien und Pastoralen Räumen in den Dom gekommen, um die liturgischen Öle nach der Weihe mit nach Wadersloh zu nehmen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Messe war traditionsgemäß die Erneuerung ihres Weiheversprechens durch die anwesenden Priester.
Geweiht wurden das Katechumenen-Öl, mit dem Erwachsene gesalbt und so als Taufbewerber zugelassen werden, das Öl für die Krankensalbung sowie das Chrisam für Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen. Zur Weihe brachten Gläubige aus verschiedenen Regionen des Bistums die Öle. Ebenso standen Priester aus den Bistumsregionen mit Theising der Eucharistiefeier vor.

„Im Mittelpunkt unseres Handelns und Verkündens als Kirche muss Jesus Christus stehen“, betonte Dr. Antonius Hamers, Diözesanadministrator des Bistums Münster, in dem Gottesdienst, dessen Zelebrant Weihbischof Wilfried Theising war. Hamers warnte, angelehnt an eine Äußerung des kürzlich verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas, vor einem ausschließlich diesseitigen Religionsverständnis. „Religion muss für den Verweis auf etwas Höheres stehen“, forderte Hamers. Sie dürfe und solle auch Lebensweisheiten und Lebenshilfe verbreiten, aber sich nicht darauf beschränken. „Ein Christentum, das sich nicht auf Gott und Jesus Christus bezieht, gibt sich auf und macht sich überflüssig“, sagte Hamers. Wenn die Kirche sich rein auf gesellschaftliche Fragen konzentriere, verrate sie ihre Sendung.

Diese Sendung stehe in der Liturgie der Chrisam-Messe im Mittelpunkt. Denn die Sakramente, für die die heiligen Öle genutzt werden, „sind uns als Instrumente der Beziehung zu Gott anvertraut“, sie seien „Bausteine der Nähe Gottes“. Alles, was die Kirche tue und verkündige, müsse in ihnen seinen Grund haben. Die heiligen Öle seien insofern Ausdruck des Heilsdienstes der Kirche. Abschließend dankte Hamers den Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie allen Gemeindevertretern für ihren Einsatz.
Die Weihe der Öle nahm Weihbischof Theising vor. Anschließend holten sich die Gemeinde-vertreter ihre Anteile daran ab. Musikalisch gestalteten die Capella Ludgeriana, Midori Goto und Adrian Kowolik an den Violinen sowie Domorganist Thomas Schmitz unter Gesamtleitung von Domkapellmeister Alexander Lauer die Messe.
Quelle: Bistum Münster

