Wadersloh/Münster (mw). Die beiden Chemiekurse der Q1 des Gymnasiums Johanneum Wadersloh besuchten im Rahmen einer Exkursion das Batterieforschungszentrum MEET der Universität Münster und erhielten dabei einen spannenden Einblick in die aktuelle Batterieforschung.
Passend zum schulischen Thema „Elektrochemische Prozesse und Energetik“ lernten die Schüler das Institut kennen und erhielten praktische Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler sowie in die hochmodernen Labore des MEET. In einem Vortrag wurden sie über die Forschungsbereiche und den aktuellen Stand der Batterieforschung am MEET informiert. Dabei wurde besonders die große Relevanz und Aktualität des Themas deutlich – insbesondere im Hinblick auf Elektromobilität und die Speicherung erneuerbarer Energien. Ziel der Forschung am MEET ist es, nachhaltige und leistungsfähige Batterien der Zukunft zu entwickeln und die Batteriezellfertigung in Europa entscheidend voranzubringen.
Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung konnten die Schüler, ausgestattet mit entsprechender Schutzausrüstung, schließlich selbst praktische Versuche in den Laboren durchführen. Ein Teil des Leistungskurses baute beispielsweise im Trockenlabor eigene Lithium-Knopfzellen, die anschließend maschinell luftdicht verschlossen und getestet wurden. Andere Gruppen untersuchten mehrfach geladene und entladene Lithium-Ionen-Batterien unter dem Rasterelektronenmikroskop auf Ablagerungen von elementarem Lithium, die zur Verringerung der Kapazität solcher Akkus führen können.
Im Anschluss an die Experimente führten Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter die Gruppen durch verschiedene Labore mit unterschiedlichsten Geräten und gaben dabei weitere Einblicke in die Forschungsarbeit am Institut.
Zum Abschluss präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse aus den durchgeführten Versuchen, sodass alle Schüler einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Stationen und Arbeitsbereiche am MEET erhielten.
Quelle: Johanneum


