Diestedde (mw/bb). Viel Tagesordnungsprogramm auf der Agenda, ein perfektes Ambiente und sehr viel Wertschätzung für eine unbezahlbare (ehrenamtliche) Arbeit für das Nikolausdorf: Bei der Jahreshauptversammlung des Landfrauen-Ortsverbands Diestedde hat am Samstagmorgen (17. Januar) ein weiterer Traditionsverein im Gemeindegebiet die Vereinsweichen für das Jahr 2026 gestellt.
Schlemmen im Schloss und dazu Informatives: Seit einigen Jahren ist dass ein Erfolgsrezept der Landfrauen in Diestedde. Nach kurzer Begrüßung durch Jutta Berkensträter, die sich gemeinsam mit ihrem Vorstandsteam über einen gefüllten Saal auf Schloss Crassenstein freute, nutzten zunächst die stellvertretende Bürgermeisterin Alexandra Essel (FWG) sowie die Vertreterin des Kreislandfrauenverbands, Verena Grundmeyer-Calviello, die Versammlung für Grußworte.



Alexandra Essel warf einen Blick zurück auf das politische Jahr 2025. Zahllose Investitionsmaßnahmen standen in der Gemeinde auf dem Tableau: Der Aus- und Umbau der Schulen, OGS und KiTas, das neue MINT-Gebäude, Feuerwehrgerätehäuser und Sportstätten. Für Diestedde stehen mit dem Vorplatz am ehem. Bahnhof, für den bislang weiter erforderliche Fördermittel fehlen, sowie dem (bisher zeitlich weiter offenen) Bau eines Supermarkts an der Langen Straße zwei größere Baumaßnahmen an. Zur Sprache kam die diffizile Haushaltssituation, aber auch das Versprechen, dass die Kommunalpolitik weiter wichtige Zukunftsprojekte umsetzen werde. In diesem Zusammenhang betonte Essel die Wichtigkeit des Ehrenamts und der Menschen, die sich mit Herzblut engagieren. „Dieses Engagement lässt sich in keinem Haushalt der Welt vollständig abbilden und ist doch unbezahlbar. Daher gilt hier mein Dank an das Vorstandsteam der Diestedder Landfrauen.“
Verena Grundmeyer-Calviello brach eine Lanze für die Landfrauen allgemein: „Der Verband sieht Frauen, stärkt und fördert sie. Weil hier Vertrauen entsteht in die eigenen Fähigkeiten und untereinander.“ Ein zentrales Thema im Jahr 2026 werde eine besondere Aufmerksamkeit für den Orange Day, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. „Gewalt hat keinen Platz. Nicht in Familien, nicht in Dörfern und nicht in unserer Gesellschaft“, stellte die Warendorferin heraus.
Viel Programm, viel Ehrenamt!
Nach den Grußworten stand das gemeinsame Frühstücks-Büfett auf der Tagesordnung der Versammlung. Bei Kaffee, Tee, Sekt und Schnittchen ließ es sich hervorragend austauschen im Crassenstein‘schen Festsaal. Nach morgendlicher Stärkung ging es weiter mit der Agenda. Pastor Wolfgang Menze dankte für die gute Zusammenarbeit, insbesondere auch bei der Durchführung der Erntedank-Feierlichkeiten. Diese waren auch Teil des anschließenden Jahresrückblicks von Andrea Tecklenborg. Leider wird es künftig keinen Dämmerschoppen nach der Erntedankmesse geben, da der Aufwand zu hoch sei. Doch entmutigen lassen sich die Landfrauen auch weiterhin nicht. Das Jahresprogramm war 2025 und wird auch 2026 pickepackevoll. Geselliges, Informatives und Unterhaltsames finden sich im Rückblick. Neben Vorträgen und Ausflügen durften auch nachhaltige Aktionen nicht fehlen. So wurden auch 2025 wieder Äpfel für das Kompott für den Nikolaussonntag gepflückt, den die Landfrauen im Dezember wieder mit einem Imbissstand bereicherte (satte 40 kg Möpkenbrot und 75 Kg Reibeplätzchen fanden reißenden Absatz). Im Herbst gab es zudem ein Kreativangebot im Rahmen des Pfarrfestes. Die Rückschau selbst hatten die Landfrauen mit einer lebendigen Auswahl an Fotos reichlich bebildert.
Hinsichtlich des Kassenstands hatte Andrea Tecklenborg eine Ausgeglichenheit von Einnahmen und Ausgaben zu verkünden. Die beiden Kassenprüferinnen Sarah Hense und Silvia Schulze Frielinghaus hatten keine Beanstandungen. Der Antrag auf Entlastung wurde einstimmig angenommen.


Starke Frauen finden sich nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Handwerk. Mit einem Vortrag über die gemeinnützige Vereinsarbeit der „UnternehmerFrauen im Handwerk im Kreis Warendorf“ gaben die Wadersloherinnen Andrea Bühbecker und Anja Becklönne als Vorsitzende des Arbeitskreises interessante Einblicke in ihre vernetzende Tätigkeit. Zweck des Vereins ist es, Unternehmerfrauen im Handwerk zu vernetzen, ihre fachliche und persönliche Weiterbildung zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu stärken. Der Verein unterstützt insbesondere Seiteneinsteigerinnen durch Informationsangebote, betriebswirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterbildung sowie durch gegenseitige Beratung. Darüber hinaus fördert er den sozialen Zusammenhalt und das gemeinschaftliche Miteinander seiner Mitglieder durch regelmäßige Treffen und kulturelle Aktivitäten.
Die Diestedder Landfrauen wollen bis 2027 die dreistellige Mitgliederanzahl erreichen!
Jutta Berkensträter kündigte an, dass die Landfrauen in Diestedde das feste Ziel verfolgen, im kommenden Jahr erstmalig in der Vereinshistorie eine dreistellige Mitgliederanzahl zu erreichen. „Aktuell sind wir 97 Damen und die 100 sollte bei der nächsten Jahreshauptversammlung zu knacken sein“, so Berkenträter, die satzungsgemäß nun das letzte Jahr als Vorsitzende die Versammlung leitete und auch für das Ehrenamt im Vorstand warb. „Reinschnuppern in die Vorstandsarbeit ist jederzeit erwünscht!“ Im Jahr 2025 dürfen sich die Landfrauen zudem über vier neue Unterstützerinnen im Vereinsleben freuen: Neu aufgenommen wurden Vivien Döbbel, Sandra Westarp, Anja Suermann und Thekla Rennekamp.


Im Ausblick auf das laufende Jahr 2026 sind die ersten Termine zu nennen: Am 13. Februar wird die Zuckerrübenfabrik Nienaber besucht. Statt Winterwanderung gibt es im April eine Pflaumenblütenerkundung in Stromberg. Am 10. April geht es gemeinsam mit den Ortsverbänden Leisborn und Wadersloh zur Exkursion der Fa. Alcina in Bielefeld.
Wer sich für die Arbeit der Diestedder Landfrauen interessiert: Neben einer WhatsApp-Gruppe hat der Ortsverein auch eine Internet-Präsenz beim WLLV (externer Link) und anonsten: Gerne die Landfrauen persönlich ansprechen.
Fotos/Text: B. Brüggenthies



