Wadersloh/Diestedde/Liesborn (mw/bb). Mir ist es erst diese Woche wieder passiert: Als ich den Mühlenweg entlang gegangen bin, musste ich ausweichen, als ein zu schnelles Fahrzeug an mir vorbei wollte. Zum Glück ist nichts passiert. Der Autofahrer hatte wohl gerade noch rechtzeitig meine Taschenlampe und die Reflektoren meiner Jacke gesehen. Das hätte böse ausgehen können. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit rückt ein Thema wieder verstärkt in den Fokus: Die Sichtbarkeit im Straßenverkehr. „Machen Sie sich sichtbar!“, lautete kürzlich der eindringliche Appell der Verkehrswacht im Kreis Warendorf. Ein Hinweis, der hier bei uns in Wadersloh, Liesborn und Diestedde derzeit besonders aktuell ist. Nicht nur aus statistischer Sicht, sondern auch aus ganz konkreten Alltagserfahrungen.
In den vergangenen Wochen haben sich mehrere Leserinnen und Leser an die MW-Redaktion gewandt und ebenfalls von gefährlichen Situationen berichtet, in denen sie als Fußgänger oder Radfahrer nur schwer wahrgenommen wurden. Auch aus eigener Erfahrung lässt sich bestätigen: Gerade in den frühen Morgen- und Abendstunden wird man im Straßenverkehr oft spät oder gar nicht gesehen. Besonders häufig genannt wird dabei unter anderem der Altendiestedder Weg, wo es immer wieder zu unübersichtlichen und riskanten Situationen kommt, vor allem bei schlechter Witterung und in der Dämmerung.
Ganz allgemein sind besonders sind ältere Menschen bei schlechten Sichtverhältnissen gefährdet. „Seniorinnen und Senioren sind im Straßenverkehr häufig nicht die Unfallverursacher, sondern die Verletzten“, weiß man bei der Verkehrswacht. Statistiken aus Nordrhein-Westfalen unterstreichen diese Einschätzung: Ein erheblicher Teil der tödlich verunglückten Fußgänger ist über 65 Jahre alt. Die Gründe liegen nahe: Mit zunehmendem Alter lassen Reaktionsfähigkeit sowie Seh- und Hörvermögen nach, zudem bewegen sich viele Menschen langsamer.
Umso wichtiger ist es, selbst aktiv zur eigenen Sicherheit beizutragen (das gilt natürlich für alle). Die Verkehrswacht rät zu heller Kleidung oder – noch besser – reflektierende Stoffe und Accessoires, damit man von Autofahrern deutlich früher wahrgenommen. Während reflektierende Materialien bei Lichteinfall bereits aus bis zu 150 Metern Entfernung sichtbar sind, werden dunkel gekleidete Fußgänger oft erst in letzter Sekunde erkannt. Dann helfen selbst Vollbremsungen häufig nicht mehr.
Das Angebot an reflektierenden Alltagsgegenständen ist inzwischen vielfältig. Neben der klassischen Warnweste gibt es zahlreiche dezente Alternativen: Reflektierende Regenschirme, Einkaufstrolleys, Mützen, Anhänger, Fahrradschlösser, Rucksäcke oder Taschen. „Es gibt heute keine Ausrede mehr, für andere Verkehrsteilnehmer unsichtbar zu bleiben“, so die klare Botschaft der Verkehrswacht im Kreis Warendorf.
Unabhängig davon gelten die grundlegenden Regeln der Verkehrssicherheit weiterhin: Straßen sollten möglichst nur an gut einsehbaren und dafür vorgesehenen Stellen überquert werden, etwa an Ampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln. Gerade an viel genutzten Strecken ist erhöhte Aufmerksamkeit auf beiden Seiten gefragt.
Der Appell richtet sich dabei ausdrücklich an alle Altersgruppen und alle Verkehrsteilnehmenden. Sichtbarkeit ist kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, auch und gerade vor der eigenen Haustür.
MW+Verlosung: 3x Sichtbarkeits-Paket zu gewinnen
Sichtbarkeit kann Leben retten! Deswegen verlosen wir in Kooperation mit der Verkehrswacht im Kreis Warendorf 3x Sichtbarkeits-Pakete (jedes Paket enthält je 3 Taschen, einen Regenschirm, 3 Speicherreflektoren-Kits für Fahrräder und 1 Einkaufstrolley). Die Artikel sind mit einer reflektierenden Schicht ausgestattet und sorgen dafür, dass man euch schon von Weitem gut sehen kann. Mitmachen können alle MW+Supporter. Details werden über den Steady-Newsletter mitgeteilt.

Fotos: Verkehrswacht im Kreis WAF


