Wadersloh (mw/bb). Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2025. Dies sind die Abenteuer der „Spacebuzz One“, dass mit zwei Jahrgangsstufen des Johanneums unterwegs ist, um die Welt aus einem neuem Blickwinkel zu erforschen. Als Heimatzeitung mit Weitsicht hat es Mein-Wadersloh.de schon am 1. April prophezeit: Wadersloh erhält einen Weltraumbahnhof. Zu dem Zeitpunkt war es noch nicht absehbar, aber teilweise Realität ist der Aprilscherz nun doch geworden: Das Bildungsangebot des „Spacebuzz One“ der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR machte Station auf dem Raiffeisen-Gelände an der Bahnhofstraße und bot für einen Tag ein mobiles Klassenzimmer mit Blick ins All. Dass der Truck nach Wadersloh kam, ist Besonderheit und Glück zugleich: Insgesamt gibt es europaweit nur vier dieser Bildungsraketen – drei für die Niederlande, eine für die Bildungsarbeit in Deutschland. Die Termine sind entsprechend begehrt und für 2026 schon restlos ausgebucht.




Das Team um Egbert Jan Lutke „landete“ vortags an der Liesborner Straße. Unweit des Schulgeländes öffnete die Weltraumrakete ihr Schott für die Schülerinnen und Schüler. Das begehbare Fahrzeug, das von außen einer liegenden Rakete ähnelt, bietet im Inneren modernste Virtual-Reality-Technik, bewegliche Sitze und ein immersives Weltraumdesign. Der SPACEBUZZ One wurde 2024 erstmals auf der ILA in Berlin präsentiert und ist Teil eines internationalen Bildungsprogramms zur Förderung von MINT-Kompetenzen und Umweltbewusstsein. Nach einer kurzen Einführung nahmen die jungen Nachwuchsastronautinnen und -astronauten in der Rakete Platz, setzten ihre VR-Brillen auf und starteten zu einem 20-minütigen Flug ins All. Gemeinsam mit den virtuellen ESA-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer verließen die Schülerinnen und Schüler die Erde, umkreisten den Planeten und sahen ihn aus einer Perspektive, die sonst nur echten Raumfahrerinnen und Raumfahrern vorbehalten ist. Der Blick auf die Erde sorgte bei vielen für Staunen. Thematisiert wurden aber auch die Folgen des menschengemachten Klimawandels. Die Rodungen des Regenwaldes und die schmelzenden Polkappen sind aus dem All sichtbar.
Lehrerin Katrin Winkelnkemper-Koslowsky, die das Projekt begleitete, zeigte sich beeindruckt vom Lerneffekt des Erlebnisses: „Wir möchten Kinder für den MINT-Bereich begeistern. Der SpaceBuzz zeigt eindrucksvoll, wie kostbar unsere Erde ist. Die Schülerinnen und Schüler nehmen viel mit: Neue Eindrücke, viel Spaß und eine tolle Erfahrung.“ Bereits im Vorfeld hatten die Klassen das Thema im Unterricht vorbereitet. Der abschließende VR-Trip kam dabei besonders gut an. Die realistische Darstellung und die informativen Inhalte hinterließen Eindruck. Schülerin Thea fasste ihre Eindrücke so zusammen: „Der Start und die Landung waren besonders toll! Der Ausblick auf die Erde und die Polarlichter war wunderschön.“
„Wir als Schüler freuen uns natürlich auch sehr über die uns gegebenen Möglichkeiten und sind sehr dankbar dafür, auch mal spielerisch in den MINT Bereich eintauchen zu können. Angebote wie der Space Buzz One sind immer ein Highlight vorallem für die jüngeren Schüler, es ist einfach mal etwas anderes als der Unterricht im Klassenraum. Da durch die beweglichen Sitze und die VR-Brillen mit eingebauten Lautsprechern mehrere Sinne angesprochen werden, wirkt das ganze Erlebnis noch realer an und es fühlt sich so an, als würde man wirklich für einen Moment die Erde verlassen“, sagt Schülersprecher Jona Westkemper. Gemeinsam mit dem gesamten SV-Team nimmt er kurz vor Beginn der Weltraumreise des rollenden Rakten-Trucks neben Schulleiter Wolfram Wenner und Schulträger-Geschäftsführer Wilfried Müller Platz auf den Sitzen im Innern des Trucks.
Zum Abschluss landeten alle Raumfahrerinnen und Raumfahrer wieder sicher auf der Erde. Schulträger-Geschäftsführer Wilfried Müller lobte nach seinem Kurztrip ins All das Engagement der Fachschaft Naturwissenschaften, die das SPACEBUZZ-Projekt nach Wadersloh geholt hatte: „Der SpaceBuzz ergänzt unser MINT-Profil perfekt und motiviert die Schülerinnen und Schüler auf besondere Weise.“
Fotos/Text: B. Brüggenthies













