Diestedde (mw). Gummistiefel an, Mützen auf, Rucksack angeschnallt, und los ging das Abenteuer. Für 23 Kinder der Hasengruppe der KiTa St. Nikolaus wurde der Besuch beim Gemüsehof Brüggenthies an der Waldstraße in der vergangenen Woche zu einer spannenden Abenteuerreise: Vom Saatkorn bis zum Hofverkauf gab es für die 3 bis 6-Jährigen viel zu erkunden. Begleitet von ihren Erzieherinnen Rosa, Angelique und Kirsten durften die jungen Entdeckerinnen und Entdecker vor Ort erleben, wie aus winzigen Samenkörnern knackiges Gemüse und süßes Obst werden. Unterstützung bekamen sie dabei von einem besonderen Begleiter: Herr Rübe, einer neugierigen Stofftier-Karotte.
Vom Samenkorn bis zur Ernte
Geführt wurde die Rundreise von Benedikt Brüggenthies, der für einen Tag seine Rolle als Lokaljournalist gegen die eines Gärtners tauschte. Kein Problem für ihn, schließlich ist er in der Gärtnerei Brüggenthies aufgewachsen und hat dort schon als Kind viele Geschichten erlebt. Mit Humor und anschaulichen Erklärungen führte er die Kinder über das Gelände und erzählte kleine Anekdoten aus dem Hofalltag. „Heute habe ich ausnahmsweise mal keine gelbe Jacke angezogen und eine Kamera dabei, aber dafür erkläre ich heute, was es heißt, wenn man einen grünen Daumen hat“, so Brüggenthies.







Fünf Stationen gab es auf dem landwirtschaftlichen Betrieb zu erkunden. Mit einem eigens für den Vormittag erstellten „Entdecker-Stempelpass“ galt es, alle Stationen zu besuchen und sich alle Gemüse-Stempel abzuholen. Auf dem Acker begann die Tour. „Kennt ihr eigentlich Porree? Bestimmt nur aus dem Supermarkt. Aber hier im Boden wächst er. Und da vorn gibt es Weißkohl und Wirsing“, erklärte Herr Karotte. Die Stofftier-Karotte brachte ein spielerisches Element mit in die Führung und war beruhigt, dass die Hasenkinder von St. Nikolaus schon reichlich gefrühstückt hatten. Auf der Obstplantage konnten die Kinder sehen, wie alte Apfelsorten und Himbeeren wachsen. „Hier war früher auch mal eine Rosenplantage mit duftenden Rosen, die in der ganzen Region ganz bekannt waren“, erklärte Herr Rübe.

Kleine Pflanzen, große Augen
In den Gewächshäusern wartete eine ganz besondere Station, die von Franz Josef Brüggenthies gestaltet wurde. Mit sichtlicher Freude erklärte er den KiTa-Gästen die „Baby-Station“ der Pflanzen. Hier zeigte er die Sämaschine, die winzige Samen in gleichmäßigen Reihen aussät. „Hier müssen wir etwas still sein, die halten noch Winterschlaf und werden erst im Frühjahr ausgesät“, ergänzte Herr Rübe augenzwinkernd. In der Maschinenhalle durften die Kinder dann die großen Erntehelfer bestaunen. Die Traktoren und Pflanzmaschinen waren schon spannend, aber die „Gemüse-Waschmaschine“ war der Höhepunkt. Befreit von der Ackererde war das Gemüse im Nu verkaufsbereit und es ging zur letzten Entdecker-Station.
Im Hofverkauf konnten die Kinder ihren Stempelpass vervollständigen. Zuvor berichtete Annemarie Brüggenthies, welches Gemüse und welches Obst dieses Jahr besonders gerne gekauft wurde. Seit Kurzem kann man sogar mit dem Handy vor Ort einkaufen oder frisches Gemüse per App bestellen. Auch einige kurze Infos zum Wochenmarkt durften nicht fehlen, dann war das Gemüse-Abenteuer geschafft. Als kleine Überraschung durften alle zum Abschied einen Zierkürbis und einen Apfel als kleine Erinnerung an einen lehrreichen Vormittag rund um gesunde Ernährung, Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung mit nach Hause nehmen.
Begeistertes Feedback aus der KiTa St. Nikolaus
Nach dem Besuch schickte das KiTa-Team ein herzliches Dankeschön an den Gemüsehof:
„Die Führung über euren Gemüsehof war ein voller Erfolg. Unsere Hasenkinder waren ganz begeistert und haben auch zu Hause viel erzählt. Kein Apfel schmeckte bisher so gut, wie der, den sie bekommen haben, und Herr Rübe wurde sofort nachgemalt – sogar heute noch. Vielen Dank für den wirklich gelungenen Vormittag und die gute Vorbereitung.“
Fotos: KiTa St. Nikolaus

