Stromberg (mw/bb). Unter dem Motto „Du gehst mit“ versammelten sich am vierten und letzten Wallfahrtssonntag (14. September) zahlreiche Pilgerinnen und Pilger zum Familiengottesdienst auf dem Burgplatz vor der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Bei glücklicherweise trockenem Wetter feierten Familien, die Erstkommunionkinder, Gemeindemitglieder und Gäste gemeinsam das Fest „Kreuzerhöhung“ vor Ort und auch wieder per Live-Übertragung. Die liturgische Gestaltung übernahmen Pastoralreferentin Sara-Maria Scherner und Pfarrer Georg Michael Ehlert. Musikalisch wurde der Gottesdienst im Burgdorf vom Familienchor Stromberg unter der Leitung von Wilfried Thorwesten getragen.


Ein besonders einprägsames Element des Wallfahrts-Gottesdienstes war eine Mitmachaktion mit Fan-Schals, die Pastoralreferentin Sara-Maria Scherner vorbereitet hatte. Scherner brachte den Pilgerinnen und Pilgern das Bild von Fußballfans nahe, um ein „Wir-Gefühl“ zu veranschaulichen. Dazu ließ sie einige Erstkommunionkinder mit unterschiedlichen Fan-Schals in den Altarraum kommen. Die Schals, so erläuterte sie, stehen symbolisch dafür, dass man trotz Unterschiedlichkeit – sei es im Fußball, Karneval oder anderen Vereinen – friedlich zusammen feiern kann: „Die Fußballfans und Karnevalsfans, die sich heute hier am Altar versammelt haben, die gehören alle zum Schützenverein. Das heißt, es gibt da wiederum so eine weiß-grüne Fahne, die irgendwie alle miteinander verbindet. Und dann kann man friedlich zusammen feiern, obwohl man unterschiedlichen Fans oder unterschiedlichen Vereinen angehört.“
Hierbei wurde die Parallele zum Glauben gezogen: „Wer von euch hat ein Kreuz um den Hals, zu Hause, an der Wand hängen, einen Ring vielleicht oder ein Armkettchen, wo ein Kreuz dran ist? Ich schaue mich um und sehe, dass da tatsächlich fast alle Hände hochgehen. Das bestätigt meine These, die ich eben hatte, dass es was gibt, was uns verbindet. Obwohl wir alle so unterschiedlich sind und ihr so unterschiedlich die Hand gehoben habt eben. Das Kreuz ist unser Zeichen. Es verbindet uns miteinander und es macht uns zu Christen„, so Scherner abschließend.
Die Fürbitten betonten die Gemeinschaftsgedanken der Wallfahrt: Gebete galten den Kindern und Familien, Menschen in Not, Geflüchteten sowie den Verstorbenen. Auch Pflaumenkönigin Nina I. gestaltete diesen Teil des Wallfahrtsgottesdienstes mit und sprach eine der Fürbitten aus – verbunden mit einem Dank für die reiche Ernte in diesem Jahr. Der Gottesdienst schloss mit der Bitte um Gottes Segen. Pfarrer Ehlert sprach den Schlusssegen und dankte allen, die zum guten Gelingen der festlichen Wallfahrtsmesse beigetragen haben.
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Die Pfarrei-Familien-Wallfahrt wurde zusätzlich online übertragen, so dass Menschen, die nicht vor Ort sein konnten, den Familiengottesdienst mitfeiern konnten.
Fotos/Text/Video: B. Brüggenthies


