Diestedde (mw/bb). Die letzten Arbeiten laufen, die Fertigstellung ist in greifbarer Nähe: Das ehemalige Bienenhaus vom Hangkamp – einst im Rahmen der 72-Stunden-Aktion der KLJB Diestedde (unter Vorsitz von Setfan Knubel) im Jahr 1995 erbaut – steht nach seinem Umzug an das Backhaus-Areal nun kurz vor der Wiedereröffnung. In den vergangenen Wochen hat sich auf der Baustelle am Backhaus viel getan: Aus dem abgebauten Fachwerkhäuschen ist Schritt für Schritt und mit viel Ehrenamt unter Bauleitung von Thomas Kemper ein neues Schmuckstück gewachsen.
Ein Blick auf das Projekt zeigt: Das neue „Schöppken“ ist ein Paradebeispiel für gelungene Dorfentwicklung in Diestedde. Nach dem spektakulären Transport im Juni, organisiert durch die Zimmerei Weinekötter und das Lohnunternehmen Schröer, begann eine intensive Bauphase. Nun ist der Innenausbau nahezu abgeschlossen, das Fachwerk ausgemauert und die Versorgungsanschlüsse verlegt.




Viele Hände, ein Ziel: Unterstützende aus dem Dorf
Zahlreiche lokale Unterstützer haben ihren Teil dazu beigetragen, um das Projekt „Bienenhaus“ (aktuell noch ein Arbeitstitel) zum Erfolg zu führen:
- Die Fa. ABC-Bau übernahm die Tiefbauarbeiten zur Vorbereitung des Standorts.
- Die Zimmerei Weinekötter sorgte für Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten – passgenau und mit Blick fürs Detail.
- Ludger Schürmann kümmerte sich um die Leitungen: Wasser, Abwasser und Strom sind nun angeschlossen.
- Ralf Hahne und Sohn Louis sowie Hubert Tigges übernahmen an mehreren Wochenenden die Maurerarbeiten.
- Micky Peveling bringt ein Logo des Heimatvereins ins Mauerwerk ein.
- Benny Skusa unterstützt beim Einbringen der Fenster.
- Andreas Brökelmann, Thomas Kemper sowie Marvin und Ulrich Eickhoff übernahmen zusätzliche Pflasterarbeiten.
- Die Gruppe „DieAktiv“ war von Anfang an dabei – beim Abbau, dem Wiederaufbau und der Gestaltung der Außenflächen.
Vom „Bienenhaus“ zum Begegnungsort am Backhaus
Ziel ist es, das Häuschen künftig als Ausschank bei Festen zu nutzen. Die Nähe zum Backhaus bietet ideale Bedingungen. Wasser- und Stromanschluss sind künftig vorhanden, eine kleine Theke ist noch angedacht. Und: Die Fensterläden lassen sich öffnen, sodass einem Kaltgetränk bei künftigen Dorfaktionen nichts im Wege stehen sollte.
Ein Stück Dorfgeschichte bleibt erhalten
Passend zur baldigen Wiedereröffnung wurde im Rahmen der Bauarbeiten eine alte Inschrift im Gebälk entdeckt: Die KLJB Diestedde hatte das Häuschen im April 1995 im Rahmen einer honigsüßen 72-Stunden-Aktion erbaut – dokumentiert in einem Zeitungsbericht einer regionalen Zeitung vom 4. April 1995. Darin heißt es: „Landjugend am Hangkamp – fleißig wie und für die Bienen“. Über viele Jahre wurde im Hangkamp der beliebte „Hangkamp-Honig“ produziert. Die damalige Gemeinschaftsleistung wird nun drei Jahrzehnte später durch eine neue Generation ehrenamtlicher Helfer fortgesetzt. Die offizielle Einweihung des kleinen Fachwerkgebäudes hat der Heimatverein Diestedde bisher nicht terminiert. Wenn es dann so weit ist, wird das ehemalige Bienenhaus nicht nur ein neuer Ort der Begegnung, sondern auch ein Denkmal lebendiger Dorfgemeinschaft sein.




Fotos/Text: mw/bb.


