Liesborn (mw/bb). Mittwochabend, 28. Mai, Sportplatz Liesborn: Das letzte Saisonspiel der Kreisliga A für den SV Westfalen Liesborn, aber mit einer Besonderheit: Mit dem Anpfiff gegen die FSG Ahlen nahm das letzte Spiel des langjährigen Trainers Elmar Kirsch seinen Lauf. Er verabschiedete sich vom SV Westfalen 21 nach sieben gemeinsamen Jahren und wird nach der Sommerpause eine neue Herausforderung als Trainer bei Germania Hovestadt übernehmen.
Nach dem Spiel wurde der 43-Jährige offiziell verabschiedet: Mit großem Applaus und ehrlichen Worten, die Kirsch sichtlich rührten. Abteilungsleiter Franz Holtmann erinnerte sich: „Vor sieben Jahren konnten wir Elmar überzeugen, hier in Liesborn anzufangen – erst als Co und dann als Cheftrainer. Es hat einfach super gepasst, sowohl menschlich als auch von der Zusammenarbeit her. Trotzdem vielen Dank für die unzähligen Derbysiege, den Pokalsieg und die Westfalenpokalteilnahme. Sicher sind wir auch aus der Bezirksliga abgestiegen, aber es war zur Corona-Zeit sicherlich auch nicht einfach.“

Auch Sebastian Kampmann, Geschäftsführer des SV Westfalen 21, fand anerkennende Worte:
„Elmar hat hervorragende Arbeit geleistet und unsere Verbundenheit wird immer bestehen bleiben. Wir wünschen ihm für seine neue Aufgabe sportlich und persönlich alles Gute.“

Die Partie selbst verlief zuvor kurios: Die Gäste aus Ahlen reisten trotz Personalproblemen mit elf Spielern an, mussten jedoch zur Halbzeit beim Stand von 6:0 aufgeben – zu viele Ausfälle machten eine Fortsetzung unmöglich. Für Liesborn trafen: 2 x Schramme (7., 45.), Niemeier (8.), Tom Petermeier (15.), Jan Petermeier (25.) und Henke (42.).
Nach dem vorzeitig beendeten Spiel wurde es emotional: Spieler, Verantwortliche und Weggefährten verbrachten den Abend gemeinsam am Liesebach. Bei einem Grillbuffet und kühlen Getränken wurde auf sieben gemeinsame Jahre angestoßen – der Abschiedsabend endete nach Vereinsangaben erst gegen 5 Uhr morgens.

Zum Abschluss seiner Trainerzeit an der Liese ließ Elmar Kirsch keinen Zweifel daran, wie sehr ihm der SV Westfalen Liesborn ans Herz gewachsen ist: „Danke für sieben geile Jahre! Auch wenn ich gerade etwas emotional bin, aber ich wünsche dem Verein für die Zukunft alles Gute. Die Mannschaft ist nächste Saison mit einem guten Trainer gut aufgestellt. Gerne eine gerade Linie in der Fieberkurve – das Niveau, das sie haben, sollen sie durchziehen. Sonst schreie ich aus Hovestadt zwischendurch mal rüber. Aber ja, nochmals Danke für die geile Zeit – ich komme jederzeit gerne wieder.“
Fotos: Kamil Wilkowski (3)

