Wadersloh (mw/bb). Es summt, es grünt, es wächst – und das nicht nur auf den Beeten: Der Schul- und Bürgergarten der Sekundarschule Wadersloh ist ein lebendiger Lern-, Begegnungs- und Gemeinschaftsraum, der dank des Engagements von Bürgerinnen und Bürgern, Schülerinnen und Schülern, Lehrerkräften und Sponsoren stetig an (ökologischer und sozialer) Vielfalt gewinnt. Mit einem neuen Hochbeet und frischem Pflanzgut, gesponsert von einem örtlichen Geldinstitut, wurde am Mittwoch (28. Mai) ein weiterer grüner Meilenstein gesetzt.
Volksbank-Kundenberater Jan Mance verschaffte sich vor Ort einen Überblick über das einzigartige Gemeinschaftsprojekt: Die Schulklassen der Sekundarschule hatten bereits fleißig gearbeitet: Das neue Hochbeet wurde unter Anleitung von Lehrer Marcus Korte bepflanzt – Salat und Kohlrabi strecken inzwischen ihre zarten Blätter der Sonne entgegen (auch wenn es am Tag des Ortstermins etwas bedeckt war).

Doch nicht nur das Hochbeet zeugt vom grünen Tatendrang: Der gesamte Garten ist ein Mosaik aus liebevoll gepflegten Details: Eine naturbelassene Wildblumenwiese bietet Nahrung für Insekten, während mehrere Insektenhotels und eine eigens gebaute „Insektenburg“ Unterschlupf für Wildbienen und Käfer bieten. Zwischen einem Totholzzaun aus Kopfweidenholz und einer kleinen Teichanlage lässt sich die Natur hautnah erleben. Der Duft von Tomaten, Kräutern und Himbeeren soll bald in der Luft liegen und verschiedene alte Bohnensorten ranken an einem eigens errichteten Bohnenstangengerüst in den Himmel. Inmitten der Gartenanlage ist das rustikale Holzhäuschen inzwischen mit einem Gründach ausgerüstet worden. Die Gartenhütte selbst hatten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Zimmerei Bühlbecker errichtet. Dank einer 5.000-Liter-Zisterne und Schwengelpumpe kann der Garten mit Regenwasser bewässert werden.







Dass der Garten so floriert, ist zahlreichen engagierten Akteuren zu verdanken. Bürgerinnen wie Ruth Spiegel, Maria und Otto Felschen setzen sich mit Herzblut für ein ökologisch ausgerichtetes Konzept ein und berichten begeistert von dem Prokjekt, das weiter wächst. Die Lehrer Marcus Korte und Michael Henneken berichteten, dass die Schülerinnen und Schüler begeistert mitmachen. Sogar in den Sommerferien wollen sie den Garten weiter pflegen. Und auch weitere Lehrkräfte und Klassen sind inzwischen mit viel Freude dabei. Geplant ist unter anderem ein Kunstprojekt, bei dem kreative Arbeiten im Garten ausgestellt werden sollen. Zudem fehlt es an Baumaterialien, Werkzeug und Menschen, die mithelfen möchten, dieses besondere Gemeinschaftsprojekt weiterzuentwickeln.
Doch trotz aller Erfolge stehen die Beteiligten auch vor Herausforderungen: Es fehlen noch klare Strukturen – etwa befestigte Wege, stabile Beeteinfassungen oder ausreichend Transporthilfen für Material. Viele der Aktiven stoßen bei der Gartenarbeit an organisatorische Grenzen. „Alle ziehen an einem Strang“, sagt Ruth Spiegel, „aber wir benötigen dringend noch mehr Hände und Unterstützer.“
Der Schul- und Bürgergarten ging als Projekt aus dem 2021 initiierten „Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ hervor und ist ein Ort des Miteinanders, des Lernens und der Zukunftsgestaltung. Und er lebt vom Engagement vieler: Wer mithelfen oder spenden möchte, ist herzlich willkommen.
Fotos/Text: B. Brüggenthies |
Mein-Wadersloh.de war als einzige Pressevertretung vor Ort.



