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Corona-Update vom 02. März: Lockdown-Verlängerung bis Ostern? // Mehr Akzeptanz für AstraZeneca-Impfstoff

Kreis Warendorf/Wadersloh (mw/bb). Am morgigen Mittwoch beraten Bund und Länder wieder über die nächsten Maßnahmen im Kampf gegen das Corona-Virus samt Mutanten. Im Vorfeld der Beratungen berichten erste überregionale Medien, dass der Shutdown wohl bis Ostern verlängert wird. Möglicherweise könnte es aber schon bald erste kleine Lockerungen geben. Seit vorletzten Montag haben die Schulen wieder Präsenzunterricht, seit gestern haben Friseure wieder geöffnet. Angesichts der Gefahr einer 3. Welle sind großflächige Öffnungen für Gastronomie und Einzelhandel aber derzeit fraglich. Mehr dazu in der morgigen Corona-Update-Ausgabe.

Wir haben bereits in der vergangenen Woche beim Kreis Warendorf nachgefragt, wie die aktuelle Impfsituation bei uns im Kreis aussieht. Nach Angaben aus dem Kreishaus sei die Auslastung derzeit – je nach Impfstoffverfügbarkeit- sehr gut. Auf eine immer höhere Akzeptanz stößt inzwischen auch der Impfstoff von AstraZeneca.

Gesundheitsamt reagiert auf Virusmutationen

Kreis Warendorf (mw/pm). Aufgrund der noch weitestgehend unbekannten Verläufe und Anzahl der Mutationen hat sich der Kreis Warendorf nach Rücksprache mit der Bezirksregierung dazu entschieden, ab sofort die Quarantänedauer für alle Infizierten und Kontaktpersonen auf 14 Tage festzulegen. „Die Gesundheitsämter im Münsterland haben sich auf dieses Vorgehen verständigt“, berichtet Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Alle symptomfreien Infizierten können die Quarantäne frühestens ab dem zehnten Tag durch einen negativen PCR-Test verkürzen. „Den Test können sie bei ihrem Hausarzt oder an der Abstrichstelle in Warendorf durchführen lassen“, so Dr. Arizzi Rusche weiter. Kontaktpersonen können die Quarantäne jedoch nicht verkürzen. Zudem müssen sie zur Beendigung der Quarantäne ein negatives Testergebnis vorweisen. Das kann über einen PCR-Test ab dem 12. Tag oder einen Schnelltest am 13. oder 14. Tag geschehen. Die Testergebnisse aus der Abstrichstelle liegen dem Gesundheitsamt am Mittag des Folgetages vor. Bescheinigungen über Testergebnisse, die bei einem Hausarzt durchgeführt wurden, müssen an Testergebnis@kreis-warendorf.de gesendet werden.

Die aktuelle Impflage im Kreis Warendorf

Kreis Warendorf (mw/bb). Im Impfzentrum Ennigerloh wurden nach Kreisangaben bisher insgesamt 5.600 Personen geimpft. Seit dem 01. März laufen die Zweitimpfungen für die über 80-jährigen. Damit werden die Impfstoffe „BioNTech“ und „AstraZeneca“ täglich ganztags auf den verschiedenen Impfstraßen verabreicht. Die Auslastung orientiert sich hierbei ständig an den zur Verfügung stehenden Impfstoffkontingenten. Der Impfstoff „AstraZeneca“ gewinnt hierbei zunehmend an Akzeptanz. Die Resonanz über die Abläufe sei gut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (wie z.B. Überlastung der Telefon-Hotline) wurde u.a. der Wartebereich in der Halle vergrößert. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) laufe auch die Terminvereinbarung derzeit reibungslos.

Vor Ort werden „BioNTech“ an über 80-Jährige, „AstraZeneca“ an medizinisches Personal und seit letzter Woche auch „Moderna“ an Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. betreute Personen in teilstationären Pflegeeinrichtungen wie Tagespflegen, Wohngemeinschaften, Demenz-Wohngemeinschaften und Beatmungs-Wohngemeinschaften  verimpft. Dabei sei die Auslastung der „AstraZeneca“-Termine etwas geringer als bei „BioNTech“.

Schnellere Impfung nur mit ärztlichem Attest

Kreis Warendorf (mw/pm). Der Kreis Warendorf bietet nun auch schwerstkranken Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer besonders schweren Erkrankung ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf einer Corona-Infektion haben, die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen, um schneller geimpft zu werden.

Das Kreisgesundheitsamt hat bereits eine Vielzahl von Anfragen dazu erhalten. Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Gesundheitsamtes, weist darauf hin, dass die betroffenen Personen unbedingt ärztliche Unterlagen beigefügen müssen. „Anderenfalls können wir nicht prüfen, ob eine schnellere Impfung erforderlich ist.“ Zur Prüfung der medizinischen Indikation sei ein aussagekräftiges ärztliches Attest mit Diagnose unentbehrlich. Im Attest muss die besondere Dringlichkeit der Impfung bescheinigt und begründet werden.

Zudem weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass das Postfach Prioanfragen@kreis-warendorf.de nur von diesem Personenkreis genutzt werden sollte. Darüber hinaus wird in Kürze ein Online-Formular des Kreises zur Verfügung stehen, über das alle Impfwilligen Informationen erhalten und zum gegebenen Zeitpunkt einen Termin buchen können.

Wie NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montagnachmittag mitteilte, erhalten nun auch weitere Personengruppen nach und nach die Möglichkeit, sich gegen Corona impfen zu lassen. So erhalten Lehrer, Erzieher, Polizisten in Hundertschaften sowie Personal, Bewohner und Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen und in besonderen Wohnformen voraussichtlich ab dem 8. März ein Impfangebot. Weitere Einzelheiten dazu folgen in Kürze.

Kontaktnachverfolgung: Kreis Warendorf wird NRW-Modellregion für luca-App

Kreis Warendorf (mw/bb). Die Gruppe „Die Fantastischen Vier“ sind eigentlich seit Jahrzehnten für ihre Musik bekannt. Jetzt machen sich mit ihrer Beteiligung bei einer App für Kontaktverfolgung von  sich reden und zeigen damit vor allem ein großes Herz für Veranstaltungsfirmen und die Gastronomie. Der Kreis Warendorf ist Modellregion für die „luca“ getaufte App, die eine Kontaktnachverfolgung spielend einfach machen soll. In einer Pressemitteilung informiert der Kreis über die App.

Kreis Warendorf (mw/pm). Als Modellregion in Nordrhein-Westfalen setzt das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf auf die Smartphone-App „luca“ zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie. Die Idee zur App stammt unter anderem von bekannten deutschen Künstlern wie „Die Fantastischen Vier“. Mit „luca“ soll die Kontaktnachverfolgung nicht nur bei kleineren Treffen zu Hause, sondern auch beispielsweise im Restaurant ganz einfach möglich sein. Bei einer Einweisung in die Funktionsweise mit den Betreibern der App machte sich das Gesundheitsamt nun startklar für den Einsatz. An der Videokonferenz nahm auch Kreisdirektor Dr. Stefan Funke als Digitalisierungs-Dezernent teil. „Wir freuen uns über diese neue App, denn sie nimmt uns viel Arbeit ab und spart Zeit“, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, und ergänzt: „Bei einem Infektionsfall kommt es darauf an, sofort die Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Da werden wir jetzt viel schneller.“

Tobias Hamann (zweiter von rechts) von der Firma neXenio, die die App entwickelt hat, erklärt Dr. Tim Kornblum, Leiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt, Kreisdirektor Dr. Stefan Funke und Stephan Niebrügge, stellvertretender Amtsleiter für IT, die luca-App (Foto: Kreis WAF)

Und so funktioniert es: Über die App sind sogenannte „Check-Ins“ möglich. Luca generiert dafür einen QR-Code, den man bei privaten Treffen gegenseitig einscannen kann. Betreiber eines Restaurants können für einzelne Tische QR-Codes generieren, über die sich die Gäste einchecken können. Sie können jedoch nicht sehen, wer eingecheckt hat, denn anstelle eines Namens wird nur ein Zahlencode angezeigt. „So ist auch der Datenschutz erfüllt“, freut sich Stephan Niebrügge, stellvertretender Amtsleiter für IT. Kommt es zu einem Infektionsfall, kann der Nutzer der App seine Check-Ins der vergangenen Tage ans Gesundheitsamt übermitteln. „Besonders hilfreich für die Mitarbeiter im Gesundheitsamt ist, dass sich die Daten aus der luca-App ganz leicht in SORMAS integrieren lassen“, erklärt Niebrügge. Dieses Programm nutzt das Gesundheitsamt ebenfalls als eines der ersten in NRW seit Mai 2020 bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Mitarbeiter in der Kontaktnachverfolgung sehen also sofort, mit wem die infizierte Person in den vergangenen Tagen Kontakt hatte. So bleibt dem Gesundheitsamt die zeitintensive herkömmliche Kontaktnachverfolgung erspart und die Nutzer der App können umgehend informiert werden, dass sie Kontakt zu einem Infizierten hatten.

„Nun kommt es darauf an, dass sowohl die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gastronomen die App auch nutzen“, wirbt Dr. Tim Kornblum. Da es in Kinos, Theatern oder Konzerten oft keine separaten Tische gibt, können die Betreiber entweder einzelne Bereiche abgrenzen und diese mit einem QR-Code versehen oder jeden Sitzplatz einzeln ausweisen. „An der Entwicklung einer optimalen Lösung für diese Bereiche arbeiten wir derzeit noch“, sagt Tobias Hamann vom App-Entwickler neXenio. Verfügbar ist luca für Android, iOS und als WebApp. Mehr Informationen zu luca gibt es auf www.luca-app.de auf instagram @luca_app_official oder Facebook @luca.app.official

Weniger akut Infizierte im Kreis Warendorf

Kreis Warendorf (mw/pm). Im Kreis Warendorf waren am Dienstag (02. März) 27 Menschen weniger akut mit dem Coronavirus infiziert als am Vortag. Insgesamt 196 Personen sind aktuell von einer Infektion betroffen. Seit Beginn der Pandemie wurden 8359 Coronafälle im Kreis registriert (Vortag: 8357). Ebenfalls angestiegen ist die Zahl der Gesundmeldungen: sie liegt derzeit bei 7962 (Vortag: 7933). Unverändert 201 Menschen im Kreis Warendorf sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 16 Patienten stationär behandelt, davon fünf intensivmedizinisch, hiervon zwei mit Beatmung. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis liegt laut RKI und Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) bei 41,8 (Vortag: 42,1). Hinweis zu den folgenden Fallzahlen: Aufgrund einer Datenbereinigung enthält die folgende Aufstellung Korrekturen für Beckum und Ostbevern.

Die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Gemeinden:

Grafik: Kreis WAF

• Ahlen: 39 aktive Fälle (-9), 2326 Gesundete (+9), 66 Verstorbene, insgesamt 2431 gemeldete Infektionsfälle seit März 2020 • Beckum: 25 aktive Fälle (-7), 1068 Gesundete (+6), 28 Verstorbene, insgesamt 1121 Infektionen (-1) • Beelen: 1 aktiver Fall, 151 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 153 Infektionen • Drensteinfurt: 12 aktive Fälle (-2), 246 Gesundete (+2), 5 Verstorbene, insgesamt 263 Infektionen • Ennigerloh: 6 aktive Fälle (-1), 575 Gesundete (+1), 7 Verstorbene, insgesamt 588 Infektionen • Everswinkel: 2 aktive Fälle, 165 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 168 Infektionen • Oelde: 15 aktive Fälle (-2), 1100 Gesundete (+2), 22 Verstorbene, insgesamt 1137 Infektionen • Ostbevern: 18 aktive Fälle (+1), 185 Gesundete (-1), 2 Verstorbene, insgesamt 205 Infektionen • Sassenberg: 9 aktive Fälle, 305 Gesundete, 5 Verstorbene, insgesamt 319 Infektionen • Sendenhorst: 4 aktive Fälle, 256 Gesundete, 7 Verstorbene, insgesamt 267 Infektionen • Telgte: 42 aktive Fälle (-3), 438 Gesundete (+6), 18 Verstorbene, insgesamt 498 Infektionen (+3) • Wadersloh: 8 aktive Fälle, 394 Gesundete, 27 Verstorbene, insgesamt 429 Infektionen • Warendorf: 15 aktive Fälle (-4), 753 Gesundete (+4), 12 Verstorbene, insgesamt 780 Infektionen

Quelle: Kreis WAF

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