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Corona-Update vom 05. Januar: Kreis Warendorf sieht Impfstart als „gelungen“ an // Weiterer Todesfall in Wadersloh // Impfstart noch diese Woche // Weitere Kontaktbeschränkungen

Kreis Warendorf / Wadersloh (mw/pm/bb). Nach eigenen Angaben sieht das Kreisgesundheitsamt Warendorf den kürzlich erfolgten Impfstart als gelungen an. Während auf Bundesebene darüber diskutiert wird, ob zu wenig Impfstoff geordert wurde und Impfungen möglicherweise zu zögerlich anlaufen, verspricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Impfangebot für alle Interessierten zum Ende des 2. Quartals 2021. Während in  diesen Stunden Bund und Länder über eine Verlängerung und Verschärfung des Shutdowns beraten, ist man im Kreis Warendorf recht optimistisch in Bezug auf den Impfbeginn. In einem ersten Zwischenfazit berichtet der Kreis Warendorf von 1032 Impfungen in sieben Pflegeeinrichtungen. Während die Impfbereitschaft bei Bewohner*Innen von Pflegeeinrichtungen sehr hoch sei, ist das Pflegepersonal sehr zurückhaltend. Nur jeder/r Zweite möchte sich impfen lassen. Eine Presseanfrage von MW, wann denn nun auch im stark betroffenen Wadersloh mit den Impfungen begonnen wird, blieb leider unbeantwortet.

[UPDATE] Shutdown wird zum Knallhart-Lockdown

Der Corona-Shutdown wird deutlich verschärft! Das haben Bund und Länder am heutigen Dienstagnachmittag vereinbart. Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen wurde der Lockdown bis mindestens Ende Januar verlängert und geht einher mit weiteren Kontaktbeschränkungen. Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts und mit max. einer weiteren Person gestattet. Für Risikogebiete mit 7-Tages-Inzidenzwerten von 200 und mehr  gibt es eine Bewegungseinschränkung von einem 15-Km-Radius. Wie sich der Lockdown auf Schulen und Kitas auswirkt, wird für NRW im Laufe des morgigen Mittwochs entschieden. Die Einrichtungen sollen bis Ende des Monats geschlossen bleiben.

Impfungen in Wadersloh beginnen im Laufe dieser Woche! [UPDATE]

Wadersloh (mw/bb). Der Kreis Warendorf hat heute unsere Presseanfragezu den ersten Impfterminen beantwortet. Wir fragten, warum das Marienheim in Warendorf die erste Station im Kreis war und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit in einer Einrichtung geimpft werden kann. Dazu teilte der Kreis mit:  „Hier gab es den Sonderfall, dass dort wie berichtet gerade geimpft worden war und wir den Impferfolg nicht gefährden wollten. […]. Kein Heim im Kreis wurde oder wird bevorzugt. Die Heime melden ihre Impfbereitschaft – das Marienheim Warendorf und eine weitere Einrichtung in Beelen waren die ersten Einrichtungen, die kurzfristig startklar waren. Im Gemeindegebiet Wadersloh wird noch in dieser Woche in einem Heim geimpft“, heißt es aus dem Kreishaus.

Gelungener Impfstart im Kreis Warendorf (Pressemitteilung)

Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes (Foto: Kreis WAF)

Kreis Warendorf (mw/pm). Nach dem Start der Corona-Impfungen im Kreis Warendorf am 27.12.2020 zieht Dr. Anna Arizzi Rusche, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, eine erste Zwischenbilanz.

Frau Dr. Arizzi Rusche, wie war die erste Impfwoche im Kreis Warendorf?

Dr. Anna Arizzi Rusche: „Der Start der Impfungen ist gut verlaufen. Die Verantwortlichen in den Pflegeeinrichtungen und die Kassenärztliche Vereinigung haben trotz kurzer Vorbereitungs- und Einweisungszeit beste Arbeit geleistet. Bislang liegen keine Rückmeldungen zu Komplikationen bei den Geimpften vor.“

Wie viele Personen im Kreis haben bislang die erste Impfung erhalten und wie geht es weiter?

Dr. Arizzi Rusche: „1032 Menschen in sieben Pflegeeinrichtungen – Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – wurden in der Zeit vom 27. Dezember bis 4. Januar geimpft. In 13 weiteren Einrichtungen sind in dieser Woche ca. 1900 weitere Impfungen geplant.“

Wie sieht es mit der Impfbereitschaft aus?

Dr. Arizzi Rusche: „Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen ist sie mit über 95 Prozent erfreulich hoch. Gerade bei den Beschäftigten gibt es bei der Impfbereitschaft aber noch Luft nach oben. Sie lag bei den ersten Terminen nur bei ca. 50 Prozent. Wir appellieren an alle in diesem sensiblen Bereich tätigen Menschen und ihr berufliches Ethos, sich impfen zu lassen. Ich gehe davon aus, dass gerade in diesem wichtigen Bereich die Impfskepsis deutlich zurückgehen wird. Das ist im Interesse aller Beteiligten – zum eigenen Schutz und zum Schutz der besonders gefährdeten Gruppe! Die Impfung ist das beste Mittel, das wir aktuell gegen das Virus haben und somit der schnellste Weg aus dieser Pandemie. Sich impfen zu lassen, ist ein Zeichen der Vernunft und der sozialen Verantwortung. Persönlich werde ich mich impfen lassen, sobald ich an der Reihe bin.“

Wie ist die weitere Reihenfolge beim Impfen?

Dr. Arizzi Rusche: „Das Land NRW hat entschieden, dass in der jetzt laufenden Impfphase alle Pflegebedürftigen, die in Einrichtungen leben, und deren Pflegepersonal geimpft werden. Erst wenn diese Impfungen durchgeführt sind bzw. sobald Impfstoff in größerer Menge zur Verfügung steht, ist auch die allgemeine Bevölkerung an der Reihe – im nächsten Schritt dann alle Personen ab 80 Jahren. Sie werden ab Mitte Januar weitere Informationen per Post erhalten. Je nach Impfstoffverfügbarkeit wird dann parallel auch das medizinische Personal mit hohem Expositionsrisiko geimpft.“

Reichen die Kapazitäten im Impfzentrum des Kreises in Ennigerloh aus?

Dr. Arizzi Rusche: „Derzeit wird das Impfzentrum noch nicht benötigt. Doch es kann jederzeit an den Start gehen, wenn Impfstoff in größerer Menge zur Verfügung steht und wir mit der Impfung der breiteren Bevölkerung beginnen können. Dann können wir die Kapazität des Impfzentrums auf bis zu drei Impfstraßen für täglich mehr als 700 Impfungen aufstocken. Eine Erweiterung darüber hinaus ist zudem jederzeit möglich. Und sobald weitere Impfstoffe zugelassen werden, die nicht so stark gekühlt werden müssen wie der von Biontech/Pfizer, ist davon auszugehen, dass verstärkt die Hausärzte in die Impfungen einsteigen.

Was passiert, wenn an einem Tag mehr Impfdosen zur Verfügung stehen als benötigt werden?

Dr. Arizzi Rusche: „Da der Impfstoff innerhalb von sechs Stunden verimpft werden muss und nach der Aufbereitung nicht mehr transportiert werden darf, haben wir für diesen Fall Reservelisten gebildet. Darauf stehen zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste, der Polizei sowie Angehörige der örtlichen Feuerwehren, die sehr kurzfristig benachrichtigt werden und in die Einrichtungen kommen können. So werden alle gelieferten Impfdosen verbraucht und verfallen nicht.“

Wie geht es in den nächsten Wochen weiter?

Dr. Arizzi Rusche: „In dieser Woche sind Impftermine für etwa 2000 Menschen in 14 Einrichtungen geplant. Ab der zweiten Januar-Woche erwartet das Land NRW wöchentlich 141.000 Impfdosen. Im Kreis Warendorf könnten wir dann auch in den kommenden Wochen jeweils bis zu 2000 Menschen mit der ersten Impfdosis versorgen.“

Wer entscheidet, wann in welcher Einrichtung geimpft wird?

Dr. Arizzi Rusche: „Wenn ein Heim alle Vorbereitungen getroffen hat, muss es sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung melden. Zu den Vorbereitungen gehören Aufklärungsgespräche, die Abfrage der Krankengeschichte und die Einholung des Einverständnisses der zu Impfenden oder ihrer gesetzlichen Vertreter. Die Heime und anderen Einrichtungen sind über das Verfahren informiert.“

Corona: Vier weitere Todesfälle und 42 Neuinfektionen

Grafik: Kreis WAF

Kreis Warendorf (mw/pm). Vier weitere Todesfälle und 42 Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldet das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf am Dienstag (5. Januar). Ein 75-jähriger Mann aus Oelde, eine 82-jährige Frau aus Wadersloh und ein 78-jähriger Mann aus Warendorf sind in Krankenhäusern, ein 76-jähriger Mann aus Beckum ist in einem Pflegeheim verstorben. Damit steigt die Zahl der Menschen im Kreis Warendorf, die seit März im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben sind, auf 103. Die Gesamtzahl der Infektionen im Kreis Warendorf seit Beginn der Pandemie ist auf 6158 (Montag: 6116) Fälle gestiegen. Hiervon sind 5429 (+37) Menschen inzwischen wieder genesen. Akut infiziert sind derzeit 626 (+1) Personen. In den Krankenhäusern im Kreisgebiet werden derzeit 85 Patienten stationär behandelt, zwölf davon intensivmedizinisch, hiervon neun mit Beatmung. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis liegt bei 164,5 (Montag: 165,6).

Die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Gemeinden: • Ahlen: 139 aktive Fälle (+10), 1449 Gesundete (+5), 24 Verstorbene, insgesamt 1612 gemeldete Infektionsfälle seit März (+15) • Beckum: 112 aktive Fälle (-2), 721 Gesundete (+6), 13 Verstorbene (+1), insgesamt 846 Infektionen (+5) • Beelen: 15 aktive Fälle (-1), 110 Gesundete (+1), 1 Verstorbener, insgesamt 126 Infektionen • Drensteinfurt: 12 aktive Fälle (+1), 175 Gesundete (+1), 2 Verstorbene, insgesamt 189 Infektionen (+2) • Ennigerloh: 20 aktive Fälle (-7), 429 Gesundete (+7), 7 Verstorbene, insgesamt 456 Infektionen • Everswinkel: 25 aktive Fälle, 114 Gesundete (+1), 1 Verstorbener, insgesamt 140 Infektionen (+1) • Oelde: 59 aktive Fälle (-2), 896 Gesundete (+4), 17 Verstorbene (+1), insgesamt 972 Infektionen (+3) • Ostbevern: 11 aktive Fälle, 141 Gesundete, 2 Verstorbene, insgesamt 154 Infektionen • Sassenberg: 32 aktive Fälle (-1), 198 Gesundete (+2), 1 Verstorbener, insgesamt 231 Infektionen (+1) • Sendenhorst: 19 aktive Fälle (+4), 205 Gesundete, 1 Verstorbener, insgesamt 225 Infektionen (+4) • Telgte: 49 aktive Fälle, 260 Gesundete (+3), 5 Verstorbene, insgesamt 314 Infektionen (+3) • Wadersloh: 37 aktive Fälle (-4), 285 Gesundete (+4), 23 Verstorbene (+1), insgesamt 345 Infektionen (+1) • Warendorf: 96 aktive Fälle (+3), 446 Gesundete (+3), 6 Verstorbene (+1), insgesamt 548 Infektionen (+7).

Quelle: Kreis WAF

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