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Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit: „Jeder kann etwas tun!“

Wadersloh (mw/bb). Am Donnerstagabend fand in der Sekundarschul-Aula der Auftakt für das „Netzwerk Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ (NKN) statt. Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um sich einzubringen. 129 davon möchten sich in Arbeitsgruppen einbringen. Der Startschuss für den Klimaschutz in der Großgemeinde fiel aber bereits schon früher. Mehrere Anträge der politischen Parteien, aber auch bürgerliches Engagement (Klimatreff WDL, Gemeinschaft der Vereine) machen deutlich: „Jeder kann was tun!“ – Dieser Beitrag ist zeitexklusiv für unsere Abonnenten und ab Freitag für alle zugänglich.

Bürgermeister Christian Thegelkamp freute sich, dass viele Vertreter Wadersloher/Diestedder/Liesborner Vereine der Einladung der Gemeindeverwaltung folgten und den Weg in die Sekundarschule fanden. In einem zeitlichen Abriss zeichnete der 1. Bürger der Gemeinde den Weg nach, der zur Gründung eines runden Tisches Klimaschutz führte. „Mittlerweile sind die Förderanträge bei der PtJ in Jülich eingereicht“, berichtete Thegelkamp. Der Projektträger würde 65 Prozent der Kosten für das Klimaschutzmanagement und Sachkosten für Projekte übernehmen. Christian Thegelkamp machte deutlich, dass die erste Veranstaltung kein Anfang und kein Ende sei, sondern ein Auftakt und verglich das Projekt mit dem Kernbereichsmanagement Anfang der 2010er Jahre. Im Sommer 2019 wurde das jüngste Projekt mit der Einweihung des Generationenparks in Wadersloh abgeschlossen). Bürgerinnen und Bürger, Politik und Verwaltung an einen Tisch zu bringen und die Gemeinde besser machen ist auch as erklärte Ziel des „NKN“.

Mit zwei Impulsvorträgen stimmten Moderator Ludger Rembeck (u.a. Klimamanager und Vorstand der UEW e.G.) sowie der techn. Beigeordnete der Stadt Bottrop und Leiter des Projekts „InnovationCity“ Klaus Müller auf das Thema ein. „“Stehen wir alle auf der gleichen Tartanbahn?“ fragte Ludger Rembeck und zog einen sportlichen Vergleich, um die Frage nach der gemeinsamen Richtung und dem Erreichen des Klimaziels einzuleiten. Er betonte dabei, dass in Wadersloh bereits gute Akzente gesetzt werden konnten. Größeren Handlungsbedarf sah er noch bei der Herkunft von Wärme.

Dass Klimaschutz nicht nur ein Umweltthema, sondern auch ein Wirtschaftsthema ist, bemerkte Klaus Müller, der in seinem Impulsvortrag den Klimaschutz und mögliche Handlungsfelder aus städtebaulicher Sicht beschrieb. Müller, der selbst aus der Großgemeinde stammt, lobte, dass die Gemeinde Wadersloh den Klimaschutz mit dem Thema Nachhaltigkeit in seinen Facetten angehen möchte. Er berichtete von der Einbindung externer Akteure, insbesondere der Wissenschaft. So konnten in Bottrop (117.000 Einwohner) viele Projekte mit den Hochschulen umgesetzt werden. Erwähnung fanden mehrere Projekte, wie etwa die Schaffung von „Gemeinschaftgärten“ in den Innenstädten, die neben dem Umweltaspekt auch soziale Komponenten miteinbeziehen. In seiner Zwischenbilanz zog Müller ein positives Fazit für die Umsetzung des Programms „InnovationCity“ im Ruhrgebiet. Der Co2-Ausstoss konnte deutlich reduziert werden. „Wir wollen nicht aufhören und das Projekt weiterentwickeln“, kündigte Müller an. Mit der Vision „Bottrop 2030+“ wird das Bemühen der Stadtverwaltung in Bottrop weiterintensiviert und u.a. ein Nachhaltigkeits-Check eingeführt. Ein Vorbild auch für die Gemeinde Wadersloh?

Zu den Themen „Bildung, Umwelt und Konsum“, „Wirtschaft und Arbeiten“, „Energie“, „Mobilität“ sowie „Bauen und Stadtentwicklung“ konnten die Besucherinnen und Besucher der Auftaktveranstaltung selbst aktiv werden und erste Ideen für Wadersloh, Diestedde und Liesborn einbringen. Für jede Arbeitsgruppe werden künftig Ansprechpartner aus der Verwaltung zur Verfügung stehen. Das größte Interesse belegte bei der ersten Auszählung das Thema „Natur, Umwelt, Konsum und Bildung“, gefolgt von „Energie“ und „Mobilität“.

Auch einen Ausblick gab Ludger Rembeck. Ein erstes Treffen der AGs soll bis Ostern erfolgen. Der Zwischenstand erster Ergebnisse durch die Sprecher an die Verwaltung soll vor den Sommerferien erfolgen. Die Vorstellung der Ergebnisse werden in einer öffentlichen Veranstaltung im Herbst umgesetzt. Diese Ergebnisse fließen ausserdem in das Klimaschutzkonzept. Schon jetzt können Anträge an den Rat gestellt werden. Zeit soll keine mehr verschwendet werden. Weitere Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen, hieß es am Donnerstagabend. Die Ortsteile sollen verbunden werden und gemeinsam an einem Ziel gearbeitet werden. Jeder kann etwas tun oder wie Ludger Rembeck in seinem Schlusswort sagte: „Klimaschutz zum Selbermachen!“

Fotos/Text: Brüggenthies


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