Diestedder Nikolaustage: Mit beachtlicher Teamleistung machte das Nikolausdorf seinem Namen alle Ehre

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Diestedde (mw/bb). Manchmal bedarf es gar nicht vieler Worte, um etwas zu umschreiben. Da Mein-Wadersloh.de in die Organisation (hinter den Kulissen und auch auf der Bühne) der „Diestedder Nikolaustage“ mit eingebunden war, soll der kurze Rückblick unsere Sicht der Dinge wiedergeben.

Vor einem Jahr war der Gewerbeverein Wadersloh nach zwei verregneten „Nikolaussonntagen“ auf der Suche nach neuen Ideen, um das traditionsreiche Fest einer Frischzellenkur zu unterziehen. Sowohl Willi Konert (1. Vorsitzende, Gewerbeverein) als auch Sylvia Voss (Wadersloh Marketing) erkannten den dringenden Handlungsbedarf. Und das war auch gut so. Mit einem neuen Arbeitskreis, der sich aus Vertretern von Vereinen und Gruppen zusammensetzte und dem auch Mein-Wadersloh.de angehörte, sprudelte es direkt vor lauter Ideen und dem Mut, Neues zu wagen. Das Nikolausdorf ohne Nikolaussonntag? Das geht nicht! Das war die einhellige Meinung und oberste Prämisse.

Eigentlich waren es nur wenige Stellschrauben, an denen in den Monaten vor dem großen Event gedreht werden musste: Das Budendorf musste kompakter und gemütlicher werden. Das Rahmenprogramm sollte erweitert werden und es sollte Angebote für die ganze Familie geben. Das Wichtigste aber: Das ganze Dorf musste wieder für diese Veranstaltung begeistert werden. Und das ist aus unserer Sicht gelungen. Hier hat wirklich jeder mit angepackt. „Das war schon beim Aufbau eine tolle Atmosphäre“, berichtete etwa Fritz Streffer vom Samstagmorgen. Das Blasorchester spielte im Hintergrund bei einer Goldhochzeit, auf dem Platz herrschte reges Treiben. Die Wege wurde angelegt, Hütten geschmückt, die letzten Vorbereitungen getroffen. Mit Live-Musik und Interaktion, sowie neuen Angeboten (Bratapfelbacken mit dem Förderkreis des Nikolauskindergartens, Bastelaktion des Fördervereins der Grundschule) war für Abwechslung gesorgt. Das zog sich auch am Sonntag wie ein roter (Nikolaus-) Faden durch das Programm.

In der Bücherei sorgte Märchenerzählerin Marianne Waskönig für Lese-Abenteuer. Familie Faust aus Wadersloh stellte selbstentwickelte Gesellschaftsspiele vor, das Jugendrotkreuz verkaufte Schoko-Nikoläuse für den guten Zweck, der Naturhof Beerhues bot Kostproben an, Schwester Witburg bot kleine Geschenkideen zugunsten der Mission an. Entlang der Pfarrer-Johannes-Klein-Allee fanden sich erstmals keine Hütten, denn hier durften Besucher erstmals Spalier stehen, um Sankt Nikolaus und Gefolge in Empfang zu nehmen. Über einen neu angelegten Pfad machten sich die himmlischen Gäste auf den Weg zum neuen Herzstück der „Nikolaustage“: Dem Backhaus-Areal samt Remise, Budendorf und Bühne. Auf der Bühne hatten zuvor die „Schule für Musik“ und die Kita-Kinder für ein spannendes Musik- und Theaterprogramm gesorgt. Mein-Wadersloh.de war für die Moderation zuständig und ja: Uns hat es tatsächlich die Sprache verschlagen, denn so voller Leben war dieser Weihnachtsmarkt schon seit vielen Jahren nicht mehr. Großeltern, Eltern, Kindern – Sie waren alle da.

Und vor allem waren die Vereine und Gruppen vor Ort, um den Traditionsmarkt zu bereichern. Das DRK verkaufte Glühwein, das Team vom Ferienlager sorgte für Erfrischungen, Familie Westermann stellte das Quarkinder-Angebot vor. In der Remise gab es eine Lederwerkstatt (Nordlicht Leder) und süße Leckereien von der Imkerei Domke. Im Backhaus duftete es nach Schmachtlappen und heißem Apfelsaft, im KLH sorgte der DRK-Arbeitskreis Sozialdienst für Kaffee und Kuchen. Auch die Ghana-Hilfe war mit gleich zwei Ständen vor Ort. Die neuen „Nikolaustage“ sind ein Gemeinschaftsprojekt – eine Teamleistung. Das ganze Dorf packt mit an, um eine lieb gewonnene Tradition wieder zu beleben. Unvergesslich bleiben die Auftritte des neuen Kinderchors (Leitung: Andrea Windhövel) und der SVD Line-Dance-Gruppe. Das alles hat einfach Spaß gemacht. Und am Ende packten alle wieder mit an. Schon am Montagmorgen waren alle Spuren des Fests beseitigt. Es bleibt ein positives Glücksgefühl: So darf es am 1. Adventswochenende 2020 gerne wieder sein. Um das Fest so auszurichten, waren viele Arbeitsstunden im Vorfeld vonnöten. Am Sonntagabend atmeten alle einmal tief durch: Die Rettungsmission Nikolaussonntag (ab 2019: Nikolaustage) ist mehr als geglückt!

Galerie: Diestedder Nikolaustage – Sonntag

Fotos/Text: B. Brüggenthies


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