fbpx

Bis zu 1.000 Euro für einen Hundehaufen! – Gemeinde Wadersloh bezieht Stellung zur „Hundekotproblematik“

Hunde sind die besten Freunde des Menschen! Ihre Hinterlassenschaften oftmals aber ein Ärgernis. Vor allem für Unbeteiligte, die in die biologischen Tretminen am Wegesrand oder auf Wanderwegen laufen. Die „Hundekotproblematik“ ist seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Nachdem unser Leserreporter Olaf Smyczek an den Osterfeiertagen den Tretminen-Parcours im Liesborner Holz anmerkte und Mein-Wadersloh.de darüber berichtete, wird über das Thema auf Facebook eifrig diskutiert. Wir haben einen kleinen Fragenkatalog erstellt und die Gemeindeverwaltung Wadersloh (GW) um eine Stellungnahme gebeten.

MW: Gibt es ausreichend Mülleimer in den Ortsteilen? Warum wurden anscheinend viele Müllbehälter in den letzten Jahren abgebaut?

GW: Die Anzahl der Mülleimer hat sich in den vergangenen Jahren nicht verringert, sondern sogar erhöht. Explizit um mehr Möglichkeiten zur Entsorgung für Hundekotbeutel zu bieten, wurden 2017 zehn zusätzliche Mülleimer an auffälligen, übermäßig verunreinigten Orten aufgestellt. Insgesamt stehen auf dem Gemeindegebiet 222 Mülleimer.

MW: Wer kümmert sich um die „wild“ entsorgten Hundekotbeutel?

GW: Innerorts übernimmt ggfs. der Bauhof die Entsorgung. In den Außengebieten übernimmt dies ebenfalls der Bauhof, allerdings nur unregelmäßig, wenn andere Arbeiten in der Nähe auszuführen sind.

MW: Wo genau sind Ausgabestellen für kostenlose Hundekot-Beutel?

GW: Die Hundekotbeutel werden an den beiden Tankstellen in Diestedde und Liesborn und im Rathaus kostenlos angeboten.

MW: Warum gibt es keine kombinierten Beutelspender-Abfallbehälter wie z.B. in Beckum?

GW: Weil kombinierte Behälter teurer sind als Mülleimer. Im Jahr 2017 wurden 72.000 Beutel bestellt und an die Ausgabestellen weiter gegeben. Darüber hinaus fand eine Initiative in diese Richtung vor einigen Jahren in den politischen Gremien keine Mehrheit.

MW: Wie hoch sind die Strafen für die Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen?

GW: Ordnungsbehördliche Verordnung i.V.m. § 17 Ordnungswidrigkeitengesetz (OwiG): Zwischen 5 und 1.000 Euro.

MW: Welche Maßnahmen ergreift das Ordnungsamt, um auf das Problem hinzuweisen?

GW: Maßnahmen der Gemeinde Wadersloh sind Pressemitteilungen zur Sensibilisierung, Aufstellen von zusätzlichen Mülleimern, die Einrichtung der Abgabestellen für kostenlose Hundekotbeutel sowie an bestimmten Stellen Hinweisschilder „Keine Hundetoilette“.

MW: Sind Strafen/Sanktionen für Pferdehalter/Hundehalter generell vorgesehen?

GW: Grundsätzlich gilt: Personen, die Tiere mit sich führen oder zu beaufsichtigen haben, sind dafür verantwortlich, dass die Tiere nicht die Straßen und Anlagen verunreinigen. Soweit es zu Verunreinigungen gekommen ist, sind diese von den vorgenannten Personen unverzüglich zu beseitigen. Verstöße können mit einer Geldbuße geahndet werden.

MW: Wie häufig kontrollieren die Mitarbeiter des Ordungsamts diese Vorfälle?

GW: Um Hundehalter zum Zeitpunkt der „Tat“ zu erwischen, verfügt die Gemeinde nicht über genügend personelle Kapazitäten für durchgehende Kontrollen der umfangreichen Außenbereiche. Wenn jemand gesehen wird, wird er direkt angesprochen.

MW: Wie sieht die Gemeinde die Errichtung von Hunde-Freilaufwiesen in den drei Ortsteilen? Wurde darüber bereits in der Vergangenheit diskutiert?

GW: Die Einrichtung von Freilaufwiesen ist aktuell nicht geplant.

MW: An wen können sich die BürgerInnen wenden?

GW: Für Fragen zur Abfallentsorgung ist Frau Beate Sudkamp unter der Telefonnummer 02523/950-1440 oder per Email an beate.sudkamp@wadersloh.de für Fragen zu erreichen. Das Ordnungsamt ist unter der Telefonnummer 02523/950-1200 erreichbar.

Beitragsfoto: B. Brüggenthies

 


Über

Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

Kommentare sind geschlossen.