Gymnasium Johanneum lässt Jubiläumsjahr mit franziskanischer Projektwoche aufleben

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Eine Woche vor den Herbstferien stand das Johanneum ganz im Zeichen des Schulpatrons Franziskus: Mit einer franziskanischen Projektwoche engagierten sich Schüler, Lehrer und Eltern in zahlreichen Projekten, um die franziskanischen Werte intensiv im Schulalltag zu leben.

Integrationsprojekt bezieht jugendliche Flüchtlinge mit ein

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Während des feierlichen Abschlusses singt Aziz Shirzai „Love yourself“ von Justin Bieber und wird dabei von Christian Bücker an der Guitarre begleitet (Foto: Johanneum)

Vor allem die im Sommer gestarteten Sextaner (5. Klasse) nutzen die Projektwoche für das Kennenlernen. Kreativangebote, Spiele und das gemeinsame Frühstück standen im Mittelpunkt. Besonders in Erinnerung bleiben wird aber sicher auch der Besuch von Bruder Augustinus von der Franziskaner Mission aus Dortmund, der über das Rushooka-Projekt berichtete

Die höheren Schulklassen (Q2) nutzen die Projektwoche für die tradtionelle Rom-Fahrt, während die Klassen 6 bis Q1 an den die unterschiedlichsten Projekten teilnahmen. Eine Projektgruppe hatte es sich zum Ziel gemacht, sich mit jugendlichen Flüchtlingen zu treffen. Es wurde während der Projektwoche nicht nur gespielt, sondern auch musiziert und geplaudert. So gestaltete Aziz Shirzai, ein 16-jähriger afganischer Flüchtling aus Liesborn, den feierlichen Abschluss der Projektwoche mit. Begleitet wurde er dabei von Christian Bücker an der Guitarre, den die Schüler eher als Religions- und Mathelehrer kennen.

Schülerinnen und Schüler engagieren sich für soziale Projekte

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Hannah Lütke-Stratkötter informierte sich über die Ferkelaufzucht in Wadersloh (Foto: Johanneum)

Beeindruckend war auch das Engagement der Projektgruppe, die sich mit Kinderarbeit in der Dritten Welt beschäftigt hatte, denn sie machten auch einen Tag „Kinderarbeit“, um Geld für Hilfsprojekte zu sammeln, indem sie in Haushalten halfen und Besorgungen erledigten und dabei eine beachtliche Summe erarbeiteten. Eine andere Gruppe fuhr zum Franziskanerkloster in Wiedenbrück, um sich über den Alltag im Kloster zu informieren.

Andere Schüler unternahmen Fahrradexkursionen, pilgerten nach Liesborn und engagierten sich in Kindergärten oder Grundschulen, besuchten ein Tierheim oder halfen bei sozialen Einsätzen in der Umgebung. In musikalische Projekten wie „Brother Franz – Klangcollage“ oder „Rock den Franz“ waren musikbegeisterte Schüler und Lehrer aktiv. Eine musikalische Kostprobe präsentierten sie der Schulgemeinde bei der Abschlussfeier.

Auch regionale Projekte standen auf der Tagesordnung

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Kreativ ging es beim Bau der Lichtinstallationen für den „Wadersloher Lichterzauber“ zu (Foto: Brüggenthies)

Verschiedene Projekte ermöglichten kreatives Gestalten wie etwa Lichtinstallationen, die bei der Veranstaltung „Wadersloher Lichterzauber“ im Advent in den Wadersloher Geschäften leuchten werden.

Aber auch regionale Schwerpunkte fanden sich auf dem Projektplan, denn es ging nicht nur um Gewässer, ihre Qualität und ihre Lebewesen, Wasserverbrauch und Wasserkreisläufe. Die Schüler besuchten eine Zuckerrübenfabrik in Liesborn und bei einem Besuch auf einem Bauernhof in Wadersloh hatten die Schüler die Gelegenheit sich mit der Ferkelaufzucht zu beschäftigen und diese kleinen Schweinchen auch auf den Arm zu nehmen.

Projektwoche war facettenreich und vielfältig

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Viktoria Mátyás und Hannah Feder portraitieren sich im Museum Abtei Liesborn (Foto: Johanneum)

Die Projektwoche endete mit einem Markt der Möglichkeiten, auf dem die Schüler ihre Projekte und Produkte vorstellten und der einem kleinen Schulfest glich, denn auch zahlreiche Eltern waren gekommen, um an der engagierten Projektarbeit ihrer Kinder teilzuhaben. Während des Gottesdienstes und des feierlichen Abschlusses konnte man den Schülern ansehen und an der Stimmung spüren, dass sie sehr zufrieden waren mit dem, was sie erreicht hatten. Die Projektwoche zeigte, wie vielfältig und facettenreich eine Schule sich mit Themen beschäftigte, die das Leben lebenswerter machen und denen man im Alltag häufig zu wenig Platz einräumt.

Textquelle: Johanneum Wadersloh, Fotos: Irene Visarius-Aguilella (3), Benedikt Brüggenthies (1)


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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