Vandalismus im Wadersloher Ortskern macht fassungslos

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Es ist ein Anblick, der fassungslos macht: Zwischen Bushaltestelle und St.-Margareta-Kirche prangt ein großes Hakenkreuz am Brunnen. Daneben leuchtet die Zahl „1488“, ein Symbol für den verbotenen Hitlergruß „Heil Hitler“. Am Wochenende schmierten es bisher unbekannte Täter auf die Sandsteinsäulen des Kunstwerks an der Kirche. Nun ermittelt der Staatsschutz in Münster.

IMG_0754 (Medium)Das Kunstwerk befindet sich im Eigentum der Gemeinde Wadersloh. Bürgermeister Christian Thegelkamp verurteilte die Tat im Herzen Waderslohs mit deutlichen Worten: „Das ist ein äußerst unschöner Vorfall. Die Gemeinde hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Das ist nicht Wadersloh! Das brauchen wir hier nicht“, so der Bürgermeister auf Anfrage. Auch Pfarrer Martin Klüsener verurteilte die Tat vor den Kirchentoren scharf: „Es ist schockierend, dass Leute sich dazu bewogen fühlen so ein Gedankengut zum Ausdruck zu bringen.“

IMG_0771 (Medium)Auch an weiteren Stellen im Ort sind rechtsextreme Schmierereien aufgetaucht, die zum Teil bereits wieder entfernt werden konnten. Der Brunnen vor der Kirche ist aus Sandstein, so dass das Entfernen der Nazisymbole zusätzlich erschwert wird. Eine erste Schadensbegutachtung seitens der Gemeinde hat gestern Nachmittag stattgefunden. In den sozialen Netzwerken im Internet machten zudem Fotos und Gerüchte die Runde, dass auch das Schaufenster eines türkischen Imbisses an der Wilhelmstraße aus politischen Motiven eingeworfen wurde: „Das war ein Unfall und steht nicht in Zusammenhang mit den Schmierereien“, stellte die Polizei jedoch auf Anfrage klar.


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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