Liesborn (mw). „Gärten – der Traum vom Paradies“: Unter diesem Motto führte die diesjährige Reise die Mitglieder des Kulturrings Liesborn in die Welterbe-Region Sachsen-Anhalts. Von Dessau aus ging es ins Gartenreich Wörlitz, nach Oranienbaum und nach Sangerhausen.
Der erste Tag galt dem Schloss und dem Park in Wörlitz. Das im klassizistischen Baustil errichtete Schlossgebäude spiegelt mit seiner nahezu vollständig erhaltenen Innenausstattung das ausgeprägte Interesse des Fürsten Franz für die Kunst der Antike wider. Ebenso die Anlage des Schlossparks als englischer Landschaftsgarten mit vielen Nachbildungen berühmter antiker Bauwerke, die den Untertanen zur Anschauung dienten. Aus dem gleichen Grund gab es hier auch innovative Formen des Obstanbaus, der Landwirtschaft und der Viehzucht zu sehen. Von einem See aus erreichte man über ein Kanalsystem alle Bereiche des Parks. Unter mehr zehn verschiedene Brückentypen ging eine Gondelfahrt, die den krönenden Abschluss des Tages bildete
Auch in Oranienbaum wurde der Einfluss des Fürsten Franz sichtbar. In dem 27 Hektar großen Garten, der das von seiner Urgroßmutter im holländischen Barrockstil errichtete Schloss umgibt, ließ er einen Bereich nach chinesisch-englischem Vorbild gestalten, mit einer fünfgeschossigen Pagode und einem chinesischen Haus. Aber auch die längste Orangerie der Welt mit über 200 verschiedenen Zitrusbäumen verzauberte die Besucher. Der Aufenthalt im Rosarium in Sangerhausen, das die größte Rosensammlung Europas zeigt, war die letzte Station der Reise und ein letzter Höhepunkt.
Doch, wer Dessau besucht, kommt am Bauhaus nicht vorbei. So wurden auch die berühmtesten Gebäude besichtigt, die Werkstatt, die Meisterhäuser, die Siedlung Törten und das Kornhaus. Ebenso waren die ehemaligen Junkers Werke einen kleinen Abstecher wert. Das Panorama-Museum in Bad Frankenhausen und der Kyffhäuser standen am Tag der Anreise auf dem Programm.
Quelle: Kulturring Liesborn


