Wadersloh (mw). Bei der Herbstgeneralversammlung 2025 der St.-Margarethen-Schützen Wadersloh, an der 169 Mitglieder teilnahmen, standen neben Rückblicken auf das vergangene Schützenjahr vor allem wichtige Vereinsentscheidungen im Mittelpunkt. Unter der Leitung von Major Michael Bernzen beschlossen die Schützen einstimmig eine historische Satzungsänderung, die künftig auch Frauen den Beitritt ermöglicht. Darüber hinaus wurden mehrere Vorstandspositionen neu besetzt bzw. bestätigt, und der Verein blickte auf ein erfolgreiches Schützenfest mit zahlreichen Jubiläen und besonderen Gästen zurück. Zum Abschluss rundete ein Filmbeitrag das Treffen ab, das in geselliger Runde ausklang.
Herbstgeneralversammlung der Wadersloher Schützen 2025
Zum wiederholten Male trafen sich die Wadersloher Schützen in der Aula der Sekundarschule an der Winkelstraße. Der Einladung des Vorstandes waren insgesamt 169 Schützen gefolgt. Der Major und 2. Vorsitzende Michael Bernzen richtete die ersten Grüße des Abends an das Königspaar Constanza Galli und Ralf Heitvogt sowie an die Herren des Hofstaates. In Vertretung für den entschuldigten Oberst und 1. Vorsitzenden Rudi Vienenkötter führte er durch die Versammlung. Darüber hinaus konnte er zahlreiche Ehrengäste der Nachbarvereine an diesem Abend begrüßen.

Im ersten offiziellen Tagesordnungspunkt gedachten die Anwesenden gemeinsam der in der zurückliegenden Zeit verstorbenen Schützenbrüder und ehemaligen Königinnen des Vereins. Der Geschäftsführer Bastian Nienaber trug den Anwesenden sodann die Niederschrift der zurückliegenden Mitgliederversammlung vor. Der anschließende Applaus für den Protokollanten machte deutlich, dass es hierzu keinerlei Beanstandungen seitens der Anwesenden gab.
Lukas Große Wienker, der Schatzmeister der Wadersloher St.-Margarethen-Schützen, gab einen Einblick in die Neuaufnahmen und in die Finanzen des Vereins. Er hatte ein Präsent für den Werber des 1.400. Vereinsmitglieds ausgelobt, musste jedoch berichten, dass die Mitgliederentwicklung diese Marke noch nicht erreicht habe. Gleichzeitig forderte er alle Anwesenden auf, weiterhin aktiv Werbung für den Verein zu machen.
Hierauf stellte Bernzen in kurzen Stichpunkten das vergangene Schützenfest 2025 dar. Zu den Höhepunkten zählten sicherlich das spannende Vogelschießen, das man in Wadersloh erleben durfte, das 60-jährige Jubiläum der Jungschützenkompanie sowie der 70. Geburtstag der Jubilarkompanie. Gemeinsam mit Gemeinde und Heimatverein hatte man erstmals auch die 50-jährigen Damen eingeladen. Mit dem Zeltumbau zeigten sich alle Seiten sehr zufrieden. Eine weitere Besonderheit stellte der Besuch der Freunde des Musikvereins Obing aus Bayern dar, mit denen die 25-jährige Freundschaft gebührend gefeiert werden konnte. Im Rückblick bestand für jeden Schützenbruder die Möglichkeit, seine Wünsche und Gedanken einzubringen. Der Major machte aber auch deutlich, dass man sich der Punkte bewusst sei, an denen noch „Schrauben gedreht“ werden müssen.
Im Mittelpunkt des Abends stand eine historische Änderung der Vereinssatzung – die Erweiterung des Mitgliederkreises in §2. Nach einigen Fragen und kurzer Erläuterung erfolgte die Abstimmung ordnungsgemäß im Rahmen der Generalversammlung. Die Mitglieder unterstützten den Vorschlag einstimmig. Damit ist die bisherige Beschränkung auf männliche Mitglieder aufgehoben: Künftig können alle Bürgerinnen und Bürger dem Schützenverein St. Margarethen Wadersloh e.V. beitreten – unabhängig vom Geschlecht. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen zeitgemäßen Weg eingeschlagen haben“, so ein Vorstandsmitglied nach der Entscheidung. Bevor weitere Schritte unternommen und erste Beitrittsanträge von Frauen entgegengenommen werden können, muss die Satzungsänderung noch formell im Vereinsregister eingetragen werden. Sobald dies geschehen ist, werden die Verantwortlichen informieren.
Im Anschluss ergriff im Punkt Wahlen zunächst Martin Speckmann das Wort. Mit einer kleinen Laudatio skizzierte er die bisherigen Verdienste des 2. Vorsitzenden Michael Bernzen, dessen Wahlperiode ausgelaufen war. Anschließend wurde Bernzen zur Wiederwahl vorgeschlagen und einstimmig bestätigt. In den folgenden Wahlvorgängen galt es, einen Beisitzer für die I. Kompanie zu finden. An diesem Punkt würdigte der Major die Verdienste des langjährigen Vorstandskollegen Karl Nuphaus, der nicht mehr kandidierte. Für ihn wurde Markus Dohr gewählt, während der Beisitzer Thomas Gödecke der gleichen Kompanie einstimmig wiedergewählt wurde.
Als Beisitzer für die II. Kompanie hatte bislang Hubertus Grote fungiert, der bereits im Frühjahr bekannt gegeben hatte, nicht mehr kandidieren zu wollen. Der Vorstand dankte ihm in einer kleinen Ansprache für sein großes Engagement im Verein. Als sein Nachfolger wurde Markus Schnitker vorgeschlagen, der anschließend einstimmig gewählt wurde.
Kurz vor Schluss wurden noch zahlreiche Termine für das kommende Jahr 2026 angekündigt, darunter die nächste Generalversammlung im Frühjahr, am 11. April 2026. Im Punkt Verschiedenes erfolgten einige Wortmeldungen der Mitglieder zu unterschiedlichen Themen. Hervorzuheben ist hier der Antrag auf Überprüfung der Notwendigkeit des Stimmrechts von Ehrenvorstandsmitgliedern in den Sitzungen des Vorstands. Diese Abstimmung wurde – aufgrund einer möglichen weiteren Satzungsänderung – auf die Frühjahrsversammlung vertagt.
Den Abschluss der Herbstgeneralversammlung bildete ein Film vom diesjährigen Schützenfest, aufgenommen von Antonius Gödde und bearbeitet von Dieter Schulze-Brexel. Die Zeitumstellung bot den Anwesenden anschließend die Möglichkeit, noch ein wenig länger in der Gemeinschaft der Schützenbrüder zu verweilen.
Quelle: Schützenverein Wadersloh


