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Coronavirus: Zahl der Neu-Infizierten steigt nur leicht / Nicht genutzte Trinkwasserleitungen gut durchspülen / Krisenstab empfiehlt Mund-Nasen-Schutz [PRESSEMITTEILUNG]

Kreis Warendorf (mw/pm). Die Zahl der Menschen im Kreis Warendorf, die sich seit dem 7. März mit dem Coronavirus infiziert haben, ist am Dienstag (21. April) nur leicht auf 430 angestiegen. Ebenfalls gestiegen ist die Zahl der Menschen, die wieder genesen sind. Der Kreis Warendorf meldet hier die Zahl von 316 Personen, damit sind dies fünf mehr als noch am Vortag (Montag). Akut erkrankt sind noch 106 Menschen. Unverändert ist die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben Menschen im Kreis Warendorf, die mit acht beziffert wird. Wadersloh gibt es derzeit 7 akut Erkrankte.

Die aktuellen Fallzahlen der Städte und Gemeinden im Kreis: • Ahlen: 61 gemeldete Infektionsfälle, davon 27 Gesundete, 2 Verstorbene, 32 akut Erkrankte • Beckum: 27 Infektionen, davon 20 Gesundete, 1 Verstorbener, 6 akut Erkrankte • Beelen: 11 Infektionen, davon 7 Gesundete, 4 akut Erkrankte • Drensteinfurt: 39 Infektionen, davon 33 Gesundete, 1 Verstorbener, 5 akut Erkrankte • Ennigerloh: 19 Infektionen, davon 19 Gesundete • Everswinkel: 30 Infektionen, davon 23 Gesundete, 7 akut Erkrankte • Oelde: 65 Infektionen, davon 42 Gesundete, 3 Verstorbene, 20 akut Erkrankte • Ostbevern: 6 Infektionen, davon 5 Gesundete, 1 Verstorbener • Sassenberg: 17 Infektionen, davon 12 Gesundete, 5 akut Erkrankte • Sendenhorst: 37 Infektionen, davon 31 Gesundete, 6 akut Erkrankte • Telgte: 36 Infektionen, davon 30 Gesundete, 6 akut Erkrankte • Wadersloh: 25 Infektionen, davon 18 Gesundete, 7 akut Erkrankte • Warendorf: 57 Infektionen, davon 49 Gesundete, 8 akut Erkrankte

Hygiene trotz Corona: Nicht genutzte Trinkwasserleitungen gut durchspülen

Bernd Cappenberg vom Medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes des Kreises Warendorf rät dazu, Wasserleitungen in kaum oder gar nicht genutzten Einrichtungen regelmäßig gut durchzuspülen, um einer Entstehung von Keimen vorzubeugen. | Foto: Kreis Warendorf

Der Corona-Virus ist nicht über das Trinkwasser übertragbar. Trotzdem bringt er eine indirekte Gefährdung des Trinkwassers durch Keime mit sich, wenn Leitungen etwa in Einrichtungen wie Hotels, Gaststätten, Schulen, Geschäfte, Sportstudios oder Friseurläden aufgrund der Corona-Pandemie gar nicht oder kaum genutzt werden.

Das Gesundheitsamt des Kreises Warendorf macht deshalb darauf aufmerksam, dass die Hygiene in Trinkwasser-Leitungen am besten dadurch garantiert wird, indem die Leitungen durchgespült werden. „Dies kann durch regelmäßiges, mindestens wöchentliches Öffnen aller ungenutzten Kalt- und Warmwasser-Zapfstellen wie Wasserhähne, Duschen und Toiletten erfolgen“, erläutert Dr. Thomas König, verantwortlich für Infektions- und Umweltschutz im Gesundheitsamt. „Die ausreichend regelmäßige Betätigung der Zapfstellen führt zu einem Austausch des Wassers, bevor sich darin Keime entwickeln können.“

Alternativ könne die betroffene Wasserleitung vorübergehend stillgelegt werden, das heißt der ungenutzte Leitungsbereich wird vom übrigen System abgesperrt, etwa an der Hauptabsperrarmatur im Hausanschluss. Wird die betroffene Leitung dann später wieder in Betrieb genommen, genügt es üblicherweise die Zapfstellen vollständig zu öffnen und das Wasser (kalt und warm) bis zur Temperaturkonstanz abfließen zu lassen, damit das in den Leitungen befindliche Trinkwasser ausgetauscht wird.

Weitere Details sind in der Information des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e.V. zu finden unter dem Link: https://www.dvgw.de/medien/dvgw/covid19/dvgw-information-trinkwasser-installation-coronavirus.pdf

Krisenstab empfiehlt Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen

„Die Beachtung der üblichen Hygienevorschriften und die Einhaltung des Mindestabstands bieten weiterhin den sichersten Schutz vor Infektionen.“ So lautet der einhellige Tenor der ärztlichen Vertreter im Krisenstab des Kreises Warendorf am Dienstagmittag. Darüber hinaus empfiehlt der Krisenstab des Kreises Warendorf zum Schutz anderer dringend das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Bereichen, wo der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden kann, also insbesondere

  • Beim Einkaufen in Geschäften und auf Wochenmärkten
  • In Bussen und Bahnen
  • Bei Behördengängen

Maskenpflicht ja oder nein – diese Frage wird deutschlandweit diskutiert. Auch Landrat Dr. Olaf Gericke und die Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen beschäftigten sich in einer gemeinsamen Telefonkonferenz unter anderem mit dem Thema. Das einstimmige Ergebnis: Man wolle keinen Flickenteppich, sondern eine einheitliche Lösung für den Kreis Warendorf. „Das Infektionsgeschehen im Kreis Warendorf hat sich bisher vergleichsweise moderat entwickelt, so dass wir uns einig sind, dass eine Maskenpflicht derzeit noch nicht erforderlich ist. Trotzdem appellieren wir an die Eigenverantwortung der Menschen, sich und andere nicht leichtfertig in Gefahr zu bringen“, fasst der Landrat zusammen und fordert das Land NRW auf, eine einheitliche Regelung zu treffen.

Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hückelheim berichtete, dass selbstgenähte Masken aus Baumwollstoff den Träger zwar nicht vor Viren schützen, aber beim Sprechen, Husten oder Niesen Tröpfchen zurückhalten und so andere vor Infektionen schützen können. „Insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr, in Geschäften oder auf dem Wochenmarkt sowie bei Behördengängen kann so das Risiko von Tröpfchenübertragungen reduziert werden“, so Dr. Hückelheim.

Ein weiteres Thema der Telefonkonferenz mit den Bürgermeistern war die Neuregelung für Beerdigungen. Nachdem die Coronaschutzverordnung die Teilnehmer nicht mehr nur auf den engeren Familienkreis begrenzt und keine zahlenmäßige Begrenzung nennt, beschloss die Runde einstimmig, dass Beerdigungen bzw. Trauerfeierlichkeiten nach wie vor nur draußen und nicht in Trauerhallen und anderen geschlossenen Räumen stattfinden sollen.

Quelle: Kreis Warendorf, Fotos (1): Mein-Wadersloh.de


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