Ehemaliges Realschulgelände: Im Oktober fällt die Entscheidung zum weiteren Vorgehen

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Wadersloh (mw/bb). Noch sind die Würfel nicht endgültig gefallen, aber die Entscheidung, was aus dem Gelände der Geschwister-Scholl-Realschule zukünftig wird, fällt bis zum 11. Oktober. Beim Ausschuss für „Jugend, Familie und Soziales“ wurden am vergangenen Mittwoch die ersten Ideen vorgestellt.

Die von dem LEADER Lippe-Möhnesee mitfinanzierte Sozialraumanalyse, dessen Ergebnisse im Mai veröffentlicht wurden, hat wertvollen Erkenntnisse für ein weiteres Vorgehen geliefert. Mit der Entscheidung der Gemeindeverwaltung, die Sekundarschule am Standort Winkelstraße zu errichten, ging die Auflösung des Standorts der ehemaligen Geschwister-Scholl-Realschule am Schulkamp einher. Das 11.000 m² große Areal soll nun überplant werden. Neben den Erkenntnissen aus der Sozialraumanalyse und Expertenbefragungen haben die Überlegungen zu nachfolgenden Nutzugnsmöglichkeiten geführt:

  • Auf dem Gelände soll u. a. sozial geförderter Wohnraum mit günstigen Mieten integriert werden.
  • Auf dem Gelände soll ebenfalls bezahlbarer Wohnraum für Familien mit Kindern entstehen.
  • Auf dem Gelände soll bezahlbarer Wohnraum für Alleinstehende entstehen.
  • Auf dem Gelände soll Wohnraum für Menschen mit Behinderung (Wohngruppen, …) entstehen.
  • Auf dem Gelände soll auch Mehrgenerationenwohnen möglich sein.
  • Auf dem Gelände könnten selbstorganisierte Senioren-Wohngemeinschaften entstehen.

    Das Ortsbild am Schulkamp wird sich ab 2019 ändern: Turnhalle und Aula haben keine Zukunft

Zu hohe Kosten: Keine Zukunft für Turnhalle und Aula

In Stein gemeißelt ist noch nichts. Fest steht aber, dass auf dem Gelände barrierefrei gebaut werden soll und ein generationsübergreifender Begegnungstreff als wichtig eingestuft wird. Nach Möglichkeit soll auch der Wunsch berücksichtigt werden, vorhandene Gebäudeteile in die neue Entwicklung zu integrieren. Nach einer entsprechenden Prüfung der Verwaltung ist dies für die Mensa und für den Anbau im Westen, der die Mediathek und Technikräume beherbergt, denkbar. Wenig Hoffnung besteht hingegen für eine Weiternutzung der Turnhalle, die in absehbarer Zeit saniert werden müsste. Gleiches gilt für die Aula, die den hohen Anforderungen an Brand- und Lärmschutz nicht ohne erhebliche Investionen gerecht werden kann. Für bestimmte Veranstaltungen könne aber künftig auch die Mensa genutzt werden.

Wie geht es weiter in Sachen Realschulareal? Weitere Beratungen finden im Bau-, Planungs- und Strukturausschuss am 10.09.2018 und im Hauptausschuss am 24.09.2018 statt. Eine abschließende Entscheidung wird im Rat am 11.10.2018 erfolgen. Zunächst soll ein Pflichtenheft erstellt werden, das die Planungen zusammenfasst und ab Frühjahr 2019 als Grundlage für einen Architekten-, Investoren- und Betreiberwettbewerb für die Umgestaltung und Nachnutzung des Areals dienen soll. Es bleibt also spannend!

Fotos: B. Brüggenthies (2)


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