Wadersloh (mw/bb). Seit 20 Jahren gibt es die Offene Ganztagsschule (OGS) an den drei Grundschulstandorten in Wadersloh, Liesborn und Diestedde. Was im Schuljahr 2006/2007 mit zunächst überschaubaren Betreuungsgruppen begann, ist heute ein fester Bestandteil des schulischen Alltags. Zum „kleinen“ Jubiläum kamen am Dienstag Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde, der Schulen und des Trägers „Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH“ zu einem gemeinsamen Fototermin an der Grundschule in Wadersloh zusammen. Als die OGS im Schuljahr 2006/2007 an den Start ging, wurden in Wadersloh zunächst 35 Kinder im Medienraum als Übergangslösung betreut. In Liesborn und Diestedde waren es jeweils 25 Kinder. Am 8. Oktober 2007 konnten die neuen Räumlichkeiten des Erweiterungsbaus am Standort Wadersloh bezogen werden. Seitdem hat sich das Betreuungsangebot kontinuierlich weiterentwickelt und ist für zahlreiche Familien zu einem wichtigen Bestandteil der Vereinbarkeit von Familie und Beruf geworden.
Mehr als 160 Kinder besuchen die OGS
Die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2026/2027 verdeutlichen die Bedeutung des Angebots: An den drei Standorten besuchen insgesamt 167 Kinder die Offene Ganztagsschule. Davon entfallen 93 Kinder auf Wadersloh, 54 auf Liesborn und 20 auf Diestedde. Hinzu kommen die Angebote der flexiblen Betreuung, die von weiteren 202 Kindern genutzt werden. Hier verteilen sich die Anmeldungen auf 90 Kinder in Wadersloh, 82 in Liesborn und 30 in Diestedde. Zum Leistungsspektrum gehören ein gemeinsames Mittagessen, die Hausaufgabenbetreuung sowie vielfältige pädagogische Angebote, die den Kindern zusätzliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Auch während der Ferien ist eine Betreuung vorgesehen: In den Osterferien, den ersten drei Wochen der Sommerferien – bei entsprechendem Bedarf auch in den letzten drei Wochen – sowie in den Herbstferien. Hinzu kommen bewegliche Ferientage und schulinterne unterrichtsfreie Tage.
Gemeinde Wadersloh investiert in die schulische Infrastruktur
Bürgermeister Christian Thegelkamp unterstrich beim Termin die Bedeutung der Grundschulen und der daran angeschlossenen Betreuungsangebote. Neben dem Elternhaus würden hier wichtige Grundlagen für den späteren Bildungsweg der Kinder gelegt. Die Gemeinde Wadersloh habe deshalb in den vergangenen Jahren gezielt in die schulische Infrastruktur investiert: Am Standort Wadersloh wurde der Schulbereich 2025 erweitert. Dabei sei bereits bei der damaligen Planung vorausschauend gehandelt worden, sodass eine spätere Aufstockung berücksichtigt werden konnte. Ebenso sei der Standort Liesborn umfassend ertüchtigt worden. Für Diestedde stehen aktuell weitere Planungen an, bei denen es unter anderem um zusätzliche Räume und eine geeignete Struktur für den Schulstandort geht. Mit Blick auf die tägliche Arbeit in den Einrichtungen würdigte Thegelkamp das Engagement der hauptamtlich Beschäftigten: „Das ist ein Riesenprogramm, was sie da jeden Tag stemmen.“

Das Mütterzentrum Beckum als Kooperationspartner
Die Trägerschaft der OGS liegt beim Mütterzentrum Soziales Netzwerk gGmbH aus Beckum. Geschäftsführerin Sonja Kienzle nahm ebenso am Termin teil wie die Teamkoordinatorinnen Lina Funke für Wadersloh, Deena Schröter für Liesborn und Romina Fischer für Diestedde. Für den Grundschulverbund Wadersloh war Schulleiterin Inge Mittag-Nienaber dabei. Auch Dezernent Elmar Ahlke sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulverwaltung begleiteten den Termin. Das Mütterzentrum betreibt Offene Ganztagseinrichtungen an Grundschulen im Kreis Warendorf und im Kreis Soest. Im Mittelpunkt stehen eine verlässliche Betreuung nach Unterrichtsschluss und in den Ferien sowie ergänzende Bildungs- und Förderangebote. Dabei endet Bildung nicht mit dem Schulvormittag: Die Hausaufgabenbetreuung, gemeinsame Aktivitäten und pädagogisch gestaltete Freizeit bieten Kindern Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und soziale Erfahrungen zu sammeln.

Neue Spielgeräte dank des Fördervereins
Im Anschluss an den Fototermin zum OGS-Jubiläum standen die neuen Spielgeräte an der Grundschule im Mittelpunkt. Der Förderverein der Grundschule hat deren Anschaffung unterstützt. Dr. Dominik Potthast, Stephanie Duffe und Kathrin Mai vom Vorstand stellten die Maßnahmen gemeinsam mit vor. Die Außenanlagen sind ein weiterer Baustein für ein kindgerechtes Lern- und Lebensumfeld. Neben den Räumlichkeiten und den pädagogischen Angeboten tragen auch Spielmöglichkeiten dazu bei, dass Kinder sich bewegen, miteinander spielen und soziale Kompetenzen entwickeln können. Die Gemeindeverwaltung würdigte das Engagement des Fördervereins und dankte den Beteiligten für ihre Unterstützung, ihre kreativen Impulse und ihre Bereitschaft, die Entwicklung der Grundschulstandorte dauerhaft zu begleiten.

Fotos/Text: mw/bb.






