fbpx

Faszination Landwirtschaft: Warum die Heuernte das Miteinander stärkt (+Video)

Diestedde/Stromberg (mw/bb). Die Landwirtschaft nimmt einen hohen Stellenwert bei uns in der Großgemeinde ein. Die Erntemaschinen sind momentan im Dauereinsatz. Auch bei Paulin und Dustin Hoffmeier aus Diestedde rattern die Maschinen derzeit. Warum die Ernte auch für familiären und nachbarschaftlichen Zusammenhalt steht, zeigt die neue MW-Reportage über die Heuernte.

Die Witterung war ideal in den letzten Tagen: Der Wind hat die Feuchtigkeit schon gut aus dem Gras hinausgetragen. Landwirtschaft kennt keine Wochentage: Auch am Sonntag wird gearbeitet. Dustin und Paulin Hoffmeier vom Beltie-Biohof in Diestedde machen sich auf den Weg in Richtung Stromberg. Mit dabei: Familienhund Lola. Kurz zuvor hat ein Lohnunternehmer bereits das Gras gemäht. Nun muss es gewendet werden. Bei idealen Bedingungen trocknet das Gras bei guten Wetter in 5-7 Tagen. Dazu muss es täglich gewendet werden bis dann kurz vor der Ernte die Schwade erfolgt. Das bedeutet, dass das Gras reihenförmig zusammengerecht wird, so wird auch verhindert, dass Tau im Futter verbleibt.

Während Dustin sich um das Gras kümmert, informiert Paulin Hoffmeier schon einmal NachbarJosef (Schröer), der macht sich mit der Presse auf den Weg nach Stromberg, um tatkräftig mitanzupacken. Auch Dustins Vater Heribert ist mit vollem Eifer bei der Sache und misst augenscheinlich die Temperatur bei den formschönen Quaderballen. „Wir prüfen die Feuchtigkeit bei jedem Ballen, damit das Heu auch wirklich trocken genug ist“, erklärt Heribert. Wenn das Heu noch zu feucht ist, arbeitet es und könnte durch die biologische Aktivität Wärme abgeben und sich leicht entzünden. Doch heute ist alles perfekt: Ein großer Teil des Heus kann gepresst werden und weist schon die ideale Feuchtigkeit für die Lagerung auf.  Maximal 13 Prozent Feuchtigkeit darf es sein. Die einzelnen Quaderballen sind 1,20 × 0,7 × 2,20 Meter groß und wiegen zwischen 300-400 kg. Definitiv kein Leichtgewicht.

In diesem Moment schaut ein weiterer Nachbar aus Diestedde aus Neugierde vorbei. Alois Knubel ist nicht nur bekennender Traktorfan, sondern liebt auch das Landleben und genauso das gute nachbarschaftliche Miteinander. Auch er nickt zufrieden beim Anblick des ersten Erntererfolgs. Josef Schröer und Dustin Hoffmeier laden die ersten Ballen auf den Wagen und kümmern sich um die Ladungssicherung, damit die wertvolle Heu-Fracht wohlbehalten nach Diestedde tuckern kann. Die Landwirtschaft ist schon etwas Besonderes und alleine das Zuschauen fasziniert. Lila Kühe gibt es übrigens nicht auf dem Biohof-Beltie, aber dafür nun ganz viel Heu-Nachschub für die Galloway-Rinder.

Fotos/Video/Text: B. Brüggenthies

Über

Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

Kommentare sind geschlossen.