Landgericht Münster verurteilt Wadersloher zu 13,5 Jahren Haft

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Totschlag, versuchter Mord und besonders schwerer Brandstiftung: 13,5 Jahre muss dafür der 27-jährige Wadersloher ins Gefängnis, der im Juli 2017 seine Ex-Freundin am Nordwall in Beckum erwürgt und anschließend deren Wohnung in Brand gesetzt hatte. Am Dienstag wurde am Landgericht in Münster das Urteil verkündet.

In vier Verhandlungstagen wurde der Fall behandelt. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor 14 Jahre als Strafe für den Zeitsoldaten gefordert. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, seine ehemalige Lebensgefährtin, die sich kurz zuvor von ihm getrennt hatte, in ihrer Wohnung nach einem Streit erwürgt zu haben. Anschließend soll er die Couch im Wohnzimmer in Brand gesetzt haben. Neben dem Totschlag und die schwere Brandstiftung lag auch der Straftatbestand des versuchten Mordes vor, da  auch die Großmutter des Opfers das Gebäude bewohnte, sich aber rechtzeig in Sicherheit bringen konnte.

Aufgrund der schwierigen Spurenlage wurde die Tötung der jungen Frau als Totschlag, die Brandstiftung als versuchter Mord eingestuft. Die Höchststrafe hätte bei 15 Jahren gelegen. Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Wadersloher Reue zeigte und keine Vorstrafen habe, heisst es in der Urteilsbegründung.

Quelle: Landgericht Münster, Beitragsbild: M. Zaremba (Archiv)


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