Nach der Insolvenz in 2015: Erneute Schieflage für Möbelhersteller Paschen

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Die Paschen GmbH hat am Donnerstag ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Münster beantragt. Das Unternehmen hat jetzt rund drei Monate Zeit, einen Sanierungsplan zu entwickeln und einzuleiten, mit dem die drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet und eine langfristige Finanzierung des Unternehmens sichergestellt wird. Bereits Anfang 2015 hatte die damalige Paschen & Compagnie GmbH und Co. & KG Insolvenz angemeldet. Mit der Gründung der Paschen GmbH wagte man im März 2015 ein Neustart des Traditionsunternehmens mit kleinerer Belegschaft.

produkte_bibliothek_die-original-paschen-bibliothek (Medium)„Das Konzept des Sanierungsplanes steht bereits“, sagt Geschäftsführer Frieder Löhrer, „nun geht es darum, die bestehenden Chancen auf eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens zu nutzen.“ Spätestens zum Saisonstart der Möbelbranche im September 2016 will das Unternehmen wieder vollständig auf eigenen Beinen stehen und mit neuer Zuversicht und gesicherter Zukunft antreten heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens.

Schwerer Neustart nach Insolvenz in 2015

video_rw2Der Neustart der Paschen GmbH vor gut einem Jahr stand unter keinem guten Stern: Kurz zuvor hatten zwei wesentliche Handelspartner die Zusammenarbeit aufgekündigt. Es war zwar gelungen, die Handelspartner zurückzugewinnen und die Geschäfte wiederzubeleben, aber der Rahmenplan für die Finanzierung der neuen Paschen GmbH hatte sich verändert. Die Investoren haben ihre Pläne zur Revitalisierung der Marke Paschen umfangreich weiter getrieben und rund 2 Millionen Euro zusätzlich investiert. Die mit den hohen Ausgaben angestrebte Umsatzausweitung ist jedoch in den vergangenen Monaten nur teilweise eingetreten, was letztendlich zum derzeitigen Liquiditätsengpass geführt hat.

Keine weiteren Entlassungen geplant

Angesichts der Lage, so Löhrer, kämen jetzt mit Banken und Institutionen die Gespräche über mittel- und langfristige Finanzierungskonzepte in Gang. Kein Ausweg für den Geschäftsführer wären weitere Entlassungen von Mitarbeitern. Allenfalls der eine oder andere Arbeitsplatz könnte in der weiteren Umsetzung des Sanierungsplans wegfallen, doch das sei noch nicht definiert. „Das ist hier das geringste Thema“, so Löhrer wörtlich. Auch ein Sozialplan werde deshalb nicht benötigt. Die Produktion und die Auslieferung an Kunden laufen ungehindert weiter.

Quellen: Paschen GmbH, Fotos: M- Zaremba (1) |Paschen GmbH (1) 


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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