Wadersloh zum Schauplatz des Verbrechens gemacht

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Die Zuhörer hätten eine Stecknadel fallen hören können. Denn während der Lesung von Christine Drews im Landgasthaus Söbke herrschte gespannte Stille im Saal. Die studierte Psychologin und Krimiautorin verstand es, die Besucher des Abends in ihren Bann zu ziehen. Mit ruhiger, klarer Stimme trug sie ihren Kriminalroman „…und erlöse uns von dem Bösen“ vor, den sie im Rahmen des regionalen Krimifestivals „Blutige Lippe“ mit Wadersloh als Handlungsort geschrieben hat.

Ein Leichenfund in Liesborn, die Einquartierung des Münsteraner Kommissars bei Miss Elly in Wadersloh und die Wurzeln des Verbrechens in der Kellerküche des Schlosses Crassenstein in Diestedde – Christine Drews zog den Spannungsbogen ihrer Geschichte quer durch die Gemeinde Wadersloh. Dank ihrer Vor-Ort-Recherche im letzten Jahr konnte sie einige „Insiderinformationen“ verarbeiten, mit denen sie ihr Publikum zum Lachen aber auch zum Nachdenken brachte.

Als leichte Kost entpuppte sich der Wadersloh-Krimi dabei nicht. Im Gegenteil – die eindringliche Schilderung der seelischen Abgründe des Täters und seiner brutalen Taten ließ den Besuchern so manches Mal den Atem stocken. Die stimmungsvolle Beleuchtung des Leseplatzes in dunklem Rot unterstrich die schaurige Atmosphäre, die sich im Saal ausbreitete.

Insgesamt hatten über 140 Gäste den Weg ins Landgasthaus gefunden. Unter ihnen auch jene Ortskundige, die die Autorin im vergangenen Jahr bei ihrer Vor-Ort-Recherche kräftig unterstützt hatten. Ihnen galt der besondere Dank von Christine Drews sowie Herausgeber Hartmut Marks und Verleger Magnus See. Auch Bürgermeister Christian Thegelkamp sprachen sie ihren Dank aus und überreichten ihm ein von der Autorin signiertes Exemplar des Buchs zum Krimifestival „Blutige Lippe“. In Wadersloh habe man sich bestens aufgehoben gefühlt – die Betreuung und Vorbereitung der Veranstaltung durch Wadersloh Marketing sei vorbildlich gewesen, lautete das Lob an den Bürgermeister, der dies stellvertretend für seine engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne entgegennahm.

Ebenfalls zum Gelingen des Abends hatte das Küchenteam des Landgasthauses Söbke beigetragen. Aus einer kleinen, feinen Speisekarte hatten die Besucher wählen können, um ihren Appetit vor der Lesung zu stillen. Den musikalischen Rahmen des Abends gestalteten die Liesborner Jagdhornbläser. So wurde der Krimiabend und damit die Jagd auf den Täter mit dem „großen Halali“ beendet. Wiederholung sehr wahrscheinlich. [Text/Foto: Gemeinde Wadersloh]


Über den Autor

Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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