Eifrige Sammler sammeln weiter für den guten Zweck und starten Weltrekordversuch

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_MG_7618 (Large)Seine Geschichten über Kronkorken könnten wohl inzwischen ein ganzes Buch füllen: Der Liesborner Kronkorkensammler Ingo Petermeier hat in den letzten Jahren viel erlebt rund um die nur zwei Gramm schweren Flaschenverschlüsse. Die Sammelaktion für den guten Zweck ist dabei schon lange keine Einzelaktion mehr: Unzählige Helferinnen und Helfer in ganz Deutschland und Holland sammeln gerne mit. „Da die Kronkorken ja eh da sind, kann man auch versuchen den Weltrekord knacken“, kündigte Initiator Ingo Petermeier jetzt an.

4,8 Millionen Kronkorken (etwa 9,6 Tonnen) gilt es zu schlagen. „Wir wollen 10 Tonnen zusammenbekommen. 11 von 25 Big Packs sind bereits voll.“ Alle Kronkorken werden zentral in Liesborn gesammelt und zu Jahresbeginn zum Wertstoffhändler gebracht. Der Erlös geht dann 1:1 in den Hilfsfond Darmkrebs der Felix Burda Stiftung mit Sitz in München.

Kronkorken legen 1400 Kilometer zurück

Bisweilen kann es da auch mal zu logistischen Problemen kommen, denn wie kommen die Kronkorken nach Liesborn? Zum Beispiel mit einem Klapp-Caravan. Andreas Kimmel und Sohn Jonas aus Beckum gehören auch zum Sammel-Team und brachten eine Lieferung aus dem Urlaub_MG_7588 (Large) mit. „Jonas und ich wollten zum Camping und hatten mitbekommen, dass in Süddeutschland Kronkorken abgeholt werden müssen. Da haben wir nicht lange überlegt und unsere 1400-Kilometer-Tour leicht angepasst“. Einen Sonnenbrand, eine Autopanne und viele nette Begegnungen später stand am Wochenanfang dann der Klapp-Caravan vor der Einfahrt von Familie Petermeier in Liesborn. Stolze 50 Kilogramm Kronkorken konnten Andreas Kimmel und Sohn Jonas aus dem Männerurlaub im „Hauptquartier“ der eifrigen Kronkorkensammler abgeben.

Begegnung im SOS-Kinderdorf hinterlässt bleibenden Eindruck

„Wir hatten unterwegs wirklich viel Spaß. Ein Kronkorkenpaket haben wir aus einem SOS-Kinderdorf abgeholt und wurden bei dem heißen Wetter mit selbst gemachtem Eis verwöhnt. Da nimmt man nicht nur einfach die Kronkorken, sondern auch menschlich viel mit“, schmunzelt Andreas Kimmel. Ein Gastronom in Würzburg startete einen Abholaufruf. „Da standen wir plötzlich mitten auf der Promenade in Würzburg und konnten nicht vor und nicht zurück. Keine freien Parkplätze weit und breit. Der Besitzer kam dann zu uns und hat uns die Kronkorken gebracht. Das war eine echte Gemeinschaftsaktion“, erinnern sich die beiden Urlauber an den ereignisreichen Trip. Auch der siebenjährige Jonas ist im Kronkorkensammelfieber und hat sich schon auf der Hinfahrt über den Sinn und Zweck der Aktion informiert. „Ich dachte, die schmeißt man einfach weg, aber dass man kranken Menschen damit helfen kann finde ich toll“, freut sich der Grundschüler.

Vielleicht wird in diesem Jahr also nicht nur der Spendenscheck für den guten Zweck größer, sondern auch die Trinkfreude mit dem Wissen, etwas Gutes zu tun. Auch Andreas Kimmel und Sohn Jonas sammeln weiter: „Das war eine schöne Sache. Wir machen nächstes Mal gerne wieder einen Umweg“.


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Gründer & Chefredakteur von Mein-Wadersloh.de

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